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Wochenspiegel > Mansfelder Land > Sonderausstellung informiert über die Geschichte des Stausees Kelbra >
Steffi Rohland Steffi Rohland
aktualisiert am 02.01.2020 um 09:27:30

Sonderausstellung informiert über die Geschichte des Stausees Kelbra

Marten Kieß, Biosphärenreservat, führt die ersten Besucher in der neuen Dauerausstellung. Unter ihnen waren Umweltministerin Sachsen-Anhalt Prof. Claudia Dalbert, Landrätin Dr. Angelika Klein und die Leiterin des Biosphärenreservats Christiane Funkel (v.li.n.re.). Marten Kieß, Biosphärenreservat, führt die ersten Besucher in der neuen Dauerausstellung. Unter ihnen waren Umweltministerin Sachsen-Anhalt Prof. Claudia Dalbert, Landrätin Dr. Angelika Klein und die Leiterin des Biosphärenreservats Christiane Funkel (v.li.n.re.).
Foto: Heinz Noack
In Kelbra, im Eingangsbereich des Strandbades, lädt die neue Ausstellung „Der Helmestausee: Ein Stausee – viele Interessen“ ein. 
Initiatoren sind der Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt und das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern aus der Region. Der Besuch ist kostenlos. Ab Jahresanfang 2020 ist sie außer montags täglich von 11 bis 15 Uhr für Besucher geöffnet. 
 Zwei neue Mitarbeiter des Talsperrenbetriebes führen abwechselnd durch die Ausstellung und stehen für Fragen bereit. 

Der Anlass für diese Ausstellung sind Informationen über die geschützten Tier- und Pflanzenarten im Stauseebereich und das 50- jährige Betriebsjubiläum der Talsperre Kelbra. 

„Im Sommer 1969 wurde in Kelbra mit dem Dauerstau begonnen“, informierte Burkhard Henning, Geschäftsführer des Talsperrenbetriebes.  Das damalige Ziel: Der Schutz des Lebens und Eigentums der Bevölkerung im Unterlauf der Helme vor Hochwasser - ist heute noch die vorrangige Aufgabe im Betriebsplan. Parallel dazu entstanden im Laufe der Zeit ein Naherholungszentrum mit „Strandbad“ und später ein „Internationaler Campingplatz“. Auch Wassersport wurde im bescheidenen Rahmen ausgeübt. 

Fast unbemerkt eroberten sich Tiere und Pflanzen dieses neu geschaffene Refugium als Rückzugsraum in der industrialisierten und stark genutzten Landschaft zurück. Dem wurde erstmalig 1978 Rechnung getragen mit der Einstufung als Europäisches Vogelschutzgebiet.

 Auch der derzeitige Betriebsplan trägt dieser Situation Rechnung, Priorität hat der Hochwasserschutz, gefolgt vom Naturschutz. Alle anderen Belange sind nebensächlich. Darauf wiesen ebenfalls die Ministerin für Umweltschutz, Landwirtschaft, Energie Prof. Claudia Dalbert (Grüne/Bündnis 90), die Landrätin Dr. Angelika Klein (Die Linke) und Bürgermeister Lothar  Bornkessel (parteilos) in ihren Grußworten hin. 

Auf über 20 großen Tafeln und Roll-ups können sich die Besucher zur Geschichte der Talsperre informieren und ein umfassendes Bild über das Internationale Vogelschutzgebiet „Helmestausee Berga-Kelbra“ mit seinen rund 300 verschiedenen Vogelarten machen. 

Im Mittelpunkt steht der Kranich, der im Volksmund auch als Glücksbringer gilt. Er rastet hier auf dem Zug von den Brutplätzen in die Überwinterungsgebiete im Süden Europas. In Spitzenzeiten wurden in den Monaten Oktober und November bis zu 50.000 Tiere gezählt. Weitere Tafeln informieren über Flora und Fauna im Stauseebereich sowie die einstige Massenproduktion von Speisekarpfen im Talsperrenbecken. Zusätzlich stehen mehrere Filme zum Hochwasser- und Naturschutz zum Anschauen im Vorführraum bereit. 

Dazu muss man sich an die Mitarbeiter wenden. Wer möchte kann sich auch eine CD mit einem Video über die Talsperren in Sachsen-Anhalt mitnehmen. 

Diese Ausstellung ist nur eine Zwischenlösung. Nach den Plänen des Landes Sachsen-Anhalt soll bereits in naher Zukunft mit dem Bau eines neuen Informationszentrums begonnen werden. 

Als Standort ist das Gelände im Strandbad vorgesehen. „Lasst uns mit den Juwelen vor Ort etwas machen“, so der Leitspruch von Burkhard Henning, Geschäftsführer des Talsperrenbetriebes, für die Zukunft. 

„Und das gemeinsam in Kooperation mit den Anliegern und Vereinen vor Ort“, ergänzte ihn Christiane Funkel, Leiterin des Biosphärenreservats. 

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