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Wochenspiegel > Mansfelder Land > Seit 100 Jahren Touristen in der Karsthöhle Heimkehle >
Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 10.01.2020 um 14:15:19

Seit 100 Jahren Touristen in der Karsthöhle Heimkehle

Stolberg (sro). Am Neujahrstag wurde zum traditionellen Anprägen der Jahresmedaille in das Museum „Alte Münze“ eingeladen. Ralf Rettig, Bürgermeister der Gemeinde Südharz und Ortsbürgermeister Ulrich Franke konnten dazu zahlreiche treue Gäste begrüßen, die es sich nicht nehmen lassen, beim Anprägen dabei zu sein und sich „ihre“ Medaille persönlich bereits am 1. Januar abzuholen. 

Die 17. Jahresmedaille ist dem Jubiläum der Erschließung der Karsthöhle Heimkehle vor 100 Jahren gewidmet. Die Medaille wird wieder in 999 Feinsilber geprägt. Das Motiv gestaltete wie in den vergangenen Jahren der Bildhauer und Medailleur Carsten Theumer aus Halle (Saale). Aus den Händen von Münzmeister Dietrich Lücke nahm er die erste Medaille entgegen.

„Die Gestaltung des Motivs war eine echte Herausforderung“, gab Carsten Theumer zu. „Vom Motiv her war es die Schwierigste bisher. Denn, wie stellt man das Wichtigste der Höhle dar?“  Er wählte eine Menschengruppe, welche die Höhle über den Natureingang betritt. 

Tatsächlich wurde dieser von 1920 bis 1944 von den Besuchern genutzt, um über 85 Stufen in die Heimkehle zu gelangen. Daneben stellte Theumer auch die Bewohner der Höhle, die Fledermäuse, dar. Der Künstler freute sich, dass es gelungen war, den Blick vom Höhleninneren nach außen poliert zu zeigen während das Höhlengestein matt hervorgehoben wird.  

Als eine der ersten Besucher erwarben Reinhard und Christel Völker aus Uftrungen eine Jahresmedaille. Bürgermeister Ralf Rettig begrüßte das Ehepaar, dass über Jahrzehnte mit der Höhle Heimkehle auf besondere Art verbunden ist. Als  Karst- und Höhlenforscher waren sie weit über ihre  berufliche Verbindung als Leiter und Angestellte der Höhlenführerteams für die Schauhöhle aktiv. Sie gestalteten die Ausstellung zur Geschichte der Heimkehle und machten sie durch ihre Publikationen weit über die Region hinaus bekannt. 

Damit führten sie das Anliegen des Konsuls Theodor Wienrich aus Halle (Saale fort, der die  1357 erstmals urkundlich erwähnte Höhle für den Besucherverkehr erschließen ließ. Am 12.09.1920 erfolgte die erste Führung, zunächst über den Natureingang, in die elektrisch beleuchtete Höhle. 

Mit einer Gesamtlänge von 2.136 Meter gehört sie zu den größten für  Besucher erschlossenen Gipshöhlen Deutschlands. Entstanden sind die Hohlräume durch die Wasser der heutigen Thyra, des Krebsbaches und der Krummschlacht, die seit Jahrhunderttausenden in den Berg eindrangen und das Gipsgestein auflösten. Es entstanden Hohlräume im Sulfatkarst, die sich durch den bis heute andauernden Verkarstungsprozess zu großen Hallen und Tunneln erweiterten. Der unterirdische,  erschlossene Rundgang verläuft heute auf 750 m gut begehbaren Führungswegen. Vom Niedrigen Saal gelangt man in den Kleinen Dom, in dem eine Gedenkstätte an den Missbrauch der Höhle und die Opfer der Zwangsarbeit 1944/45 erinnert. 

Durch den Riegelgang geht es in den Großen Dom, mit 22 m Deckenhöhe und 65 m Durchmesser der größte Hohlraum der Höhle, weiter durch den Riesentunnel zur Thyrahalle mit Thyrasee und Richtung Natureingang zum Heimensee. 

Auf der Jahresmedaille 2020  wird auch die Bedeutung der Heimkehle als Fledermausquartier gewürdigt: Zehn Arten der fliegenden Säugetiere  nutzen die Heimkehle zum Überwintern.  

Die Münzgesellen Heinz und Gernot Ortmann hatten mit Münzmeister Dietrich Lücke schon am ersten Tag tüchtig zutun, die Wünsche der Besucher nach Jahresmedaillen zu erfüllen. 

Die Jahresmedaille 2019, welche als Motiv das Questenfestes in Questenberg trägt, wurde insgesamt 470 Mal geprägt. 


 

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