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Wochenspiegel > Mansfelder Land > Neue Sonderausstellung in Luthers Sterbehaus in Eisleben geplant >
Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 15.01.2020 um 08:06:49

Neue Sonderausstellung in Luthers Sterbehaus in Eisleben geplant

Eisleben/ Mansfeld (red). Die Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt schaut zurück auf ein ereignisreiches Jahr 2019 und steckt bereits mitten in den Vorbereitungen für die nächste Sonderausstellung in Eisleben ab Oktober 2020.

„Das neue Jahr hat begonnen und bevor wir mit großen Tatendrang in die nächsten Projekte schreiten, schauen wir noch einmal zurück: Im Jahr 2019 konnten wir in unseren Museen in Wittenberg, Eisleben und Mansfeld rund 118.000 Besucher begrüßen. Diese Zahl liegt noch unter der von 2018 (circa 154.000 Besucher), was im Jahr zwei nach dem Reformationsjubiläum 2017 mit seinen Rekorden keine Überraschung ist. Dennoch freuen wir uns, mit unseren vielseitigen Angeboten neue Besucher erreicht zu haben", bestätigt Pressesprecherin Nina Mütze.

Besonders die Angebote der Kulturellen Bildung an allen drei Standorten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit: Insgesamt nahmen etwa 12.700 Kinder und Jugendliche an den Programmen teil. Diese werden auch weiterhin ausgebaut. So besteht die mittlerweile etablierte Reihe „Museum aktiv“ in Luthers Elternhaus in Mansfeld auch 2020 fort: An einem Sonntag im Monat sind Familien eingeladen, sich einem bestimmten Thema zu widmen und kreativ zu werden.

Zu den Höhepunkten 2019 zählten die Sonderausstellungen „Verehrt. Geliebt. Vergessen – Maria zwischen den Konfessionen“, die im Augusteum in Wittenberg zu sehen war, sowie „ARS MORIENDI – Ein zeitgenössischer Blick“, die sich in Luthers Sterbehaus in Eisleben mit den Themen Tod und Sterben auseinandersetzte. Die beiden erstmalig von der Stiftung veranstalteten Feste – das Herbstfest in Luthers Elternhaus in Mansfeld sowie das Adventsfest in Luthers Haus und Hof in Wittenberg – stießen auf großes Interesse der Öffentlichkeit und werden nun fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders.

Besonders freut sich die Stiftung über den Zuwachs in ihrem wissenschaftlichen Bereich: Seit dem 1. Dezember 2019 unterstützen Dr. Ruth Slenczka als Leiterin der Museen in Wittenberg und Dr. Ulrike Wendt-Sellin als Leiterin der Museen in Eisleben und Mansfeld die Stiftung. Sie werden ihre Expertise bei der Ausrichtung der Museen mit einbringen.

Die Kunsthistorikerin Dr. Ruth Slenczka wurde nach ihrem Studium der mittleren und neueren Geschichte, Kunstgeschichte und evangelischen Theologie in Mainz, Bonn und Göttingen mit einer Abhandlung über Lehrhafte Bildtafeln in spätmittelalterlichen Kirchen promoviert. Nach beruflichen Stationen an der Universität und im Wissenschaftsmanagement ist sie seit 2015 als Kuratorin, Projektleiterin und Kustodin an unterschiedlichen Museen tätig gewesen, darunter am Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam für die Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum „Reformation und Freiheit. Luther und die Folgen für Preußen und Brandenburg“. 

Die Historikerin Dr. Ulrike Wendt-Sellin studierte Geschichte, Politikwissenschaften und Amerikanistik an der Universität Rostock und promovierte 2013 zum Thema Handlungsspielräume fürstlicher Frauen am Hof des 18. Jahrhunderts. Ihre berufliche Tätigkeit als Kuratorin und Museumsleiterin führte sie nach Braunschweig, Gifhorn und Brome. An der Sonderausstellung zum Reformationsjubiläum „Im Aufbruch. Reformation 1517-1617“ am Braunschweigischen Landesmuseum war sie maßgeblich beteiligt.

Doch auch für 2020 steht ein weiteres Großprojekt auf dem Programm der Stiftung: Vom 1. Oktober bis zum 31. Oktober 2022 wird in Luthers Sterbehaus in Eisleben die Sonderausstellung „Raus mit der Sprache!“ zu sehen sein. Die Mitmachausstellung richtet sich explizit an Kinder, Jugendliche und Familien und lädt sie dazu ein, „Sprache“ in all ihren Facetten zu erkunden. Hier machen sie eigene Spracherfahrungen und werden zu einem bewussten Sprechen ermutigt. 

Die Sprache Martin Luthers hat die Welt bewegt, was bereits 2021 mit der Erinnerung an seinen Wormser Auftritt und 2022 mit dem 500. Geburtstag der Lutherbibel gefeiert wird. Die Sprache Martin Luthers und die heutige Sprache werden in der Sonderausstellung erfahrbar – experimentell, digital und spielerisch. Bei der Erarbeitung der digitalen Angebote arbeitet die Stiftung mit Studierenden der Hochschule Merseburg zusammen.

Größte Herausforderung für die Zukunft bleibt weiterhin die neue Dauerausstellung im Lutherhaus sowie die energetische Sanierung des Hauses. Stiftungsdirektor Dr. Stefan Rhein: „Wir bemühen uns aktuell intensiv darum, die Finanzierung dieses für die Stiftung in den nächsten Jahren wichtigsten Vorhabens sicherzustellen. Die Lutherstadt Wittenberg und das Ursprungsland der Reformation Sachsen-Anhalt brauchen einen neuen attraktiven Leuchtturm, um nach dem großen Publikumserfolg des Reformationsjubiläums dem nationalen und internationalen Luthertourismus wieder Schwung zu geben.“
 

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