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Wochenspiegel > Mansfelder Land > Große Spendenbereitschaft für Brandopfer in Kelbra >
Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 13.02.2020 um 10:34:59

Große Spendenbereitschaft für Brandopfer in Kelbra

Anke Haupt,  stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Kelbra (Mitte), überreicht den Spenden Scheck an die Betroffenen. 
Anke Haupt, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Kelbra (Mitte), überreicht den Spenden Scheck an die Betroffenen.
Foto: Steffi Rohland
Brandopfer von Kelbra sind von der Spendenbereitschaft überwältigt.
Kelbra (sro). „Wir waren so ergriffen von der Spendenbereitschaft der Leute“, sagte Claudia Arndt, bei der Übergabe des Spendenschecks für die Brandopfer in Kelbra. „Freunde, Arbeitskollegen, die Schulen, viele kennen wir gar nicht. Alle haben geholfen.“ 

Durch einen Großbrand am 6. Januar 2020 in der Langen Straße in Kelbra wurden zwei Häuser komplett zerstört und zwei weitere vom Feuer und Löschwasser stark beschädigt. Viele Menschen in der Stadt am Fuße des Kyffhäusers hat das Schicksal der Familien berührt. Sie unterstützten bereits die Feuerwehrleute während des Brandeinsatzes, boten Unterkünfte für die Betroffenen an  und zeigten eine enorme Spendenbereitschaft. 

Allen voran Ronny Kaiser, der kurzerhand ein geplantes Spenden-Event für die Brandopfer durchführte. Allein an diesem Nachmittag kamen 10.000 Euro zusammen, die auf das Spendenkonto des Kreisverbandes Sangerhausen des Deutschen Roten Kreuzes eingezahlt wurden. Außerdem wurden extra Listen für materielle Spenden ausgelegt.„Wir haben es gern gemacht“, sagte Ronny Kaiser. „Ich war selbst überrascht, wie viele sich spontan gemeldet und gefragt haben, was können wir tun.“
 
Am vergangenen Freitag überreichte Anke Haupt, die stellvertretende Bürgermeisterin von Kelbra, den betroffenen Familien einen Spendenscheck in Höhe von 19.000 Euro. Diese Summe kam binnen weniger Wochen zusammen. 

Uwe Debels, dessen Haus ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden war, sagte: „Die Menschen sind wesentlich hilfsbereiter als die Versicherung. Gutachter und Sachverständige waren da, aber bisher ist nichts passiert. Es ist viel Bürokratie. Das Problem ist ja auch der Wasserschaden. Einerseits ist das der materielle Schaden, andererseits ist da der psychische Druck.“  

Übereinstimmend stellte man fest: „ Auf alle Fälle sieht man, die Region steht zusammen. Hier macht nicht jeder nur seins.“   

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