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Wochenspiegel > Mansfelder Land > Der Traum vom Finaleinzug muss warten >
Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 24.03.2020 um 15:44:13

Der Traum vom Finaleinzug muss warten

Der SV Eintracht Lüttchendorf steht im Halbfinale des Landespokals.
Lüttchendorf (red). Diesen  Sonntag, 14 Uhr, wäre Anpfiff  für das Halbfinale im Landespokal zwischen SV Eintracht Lüttchendorf und dem Haldensleber SC gewesen. Im Stadion in Lüttchendorf wäre volle Hütte gewesen. 500 bis 800 Karten, so hatte Manager Uwe Seemann im Vorfeld geliebäugelt, sollten verkauft werden. Doch jeglichen Training- und Spielbetrieb hat der Fußballverband Sachsen-Anhalt FSA  wegen der Corona-Pandemie vorerst bis 19. April ausgesetzt.
Somit ist auch das Pokalhalbfinale erst einmal auf Eis gelegt. 

Auch der SV Eintracht Lüttchendorf steht damit in der Warteschleife. Für den Verein ist das Halbfinale im Landespokal der  bislang größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. 2002 waren die Lüttchendorfer schon einmal im Viertelfinale des Landespokals. Doch in dieser Saison waren sie zum Pokalschreck avanciert. Der Landesligist hat im Wettbewerb auch höherklassige Teams geschlagen.  Grün-Weiß Piesteritz, 1. FC Bitterfeld-Wolfen, SV Blau -Weiß Zorbau, Union 1861 Schönebeck waren die Gegner in dieser Pokalsaison. „Es gab Spiele da haben wir sofort gemerkt, hier ist was drin“, sagt Jens Brandl. Der 35-Jährige ist Torwart bei den Lüttchendorfer. Schon in der Jugend hat Brandl, der aus Aseleben stammt und jetzt in Röblingen wohnt, hier gespielt. Sein Herz schlägt für den Verein: „Es ist unheimlich befreiend, wenn der Schlusspfiff ertönt und du weißt, du bist weiter. Das ist alles sehr emotional, dass man weiß, am Erfolg mitgewirkt zu haben“, erzählt er und weiter.„Wir sind in diesem Jahr eine super Truppe“.

Dass es sportlich im Pokal und in der Liga, in der Landesliga Süd steht Lüttchendorf auf Platz 4, so gut läuft, ist kein Zufall. Manager Uwe Seemann ist stolz auf das Team. Das ist  super verstärkt worden. Nach Talenten in der Region werden immer die Fühler ausgestreckt. Man überlässt es bei der Eintracht wirklich nicht dem Zufall, eine schlagkräftige Truppe aufzubauen... Die Bilanz der 1. Männermannschaft ist beachtlich. „In den letzten 29 Pflichtspielen haben wir nur eine Niederlage kassiert“, so Seemann.

Gegen den Gegner im Pokalhalbfinale, den Haldensleber SC, hatten sich die Lüttchendorfer  nicht komplett chancenlos gesehen. Ein Sieg gegen den Verbandsligisten schien (und scheint) nicht abwegig. „Wenn wir zum Beispiel auf den HFC gestoßen wären, wäre es wirklich nur ein Ergebnisspiel gegen uns geworden“, schätzt Manager Seemann ein. Die Hallenser sind jedoch im Viertelfinale aus dem Pokal ausgeschieden. Jetzt hat der SV Eintracht Lüttchendorf einen Halbfinalgegner gegen den sie durchaus mitspielen können. 

Jetzt muss die Mannschaft die Motivation oben halten, auch ohne Training. Die ursprünglich für Sonntag angesetzte Partie ist erst einmal nicht neu terminiert. Die bereits gekauften Karten behalten aber ihre Gültigkeit.

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