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Wochenspiegel > Mansfelder Land > Erfrischung gefällig? Fünf Expertentipps zur Abkühlung bei Hitze >
Nadine Rößler Nadine Rößler
aktualisiert am 16.07.2020 um 10:51:53

Erfrischung gefällig? Fünf Expertentipps zur Abkühlung bei Hitze


Foto: Thomas Oberländer, Helios Kliniken
Hohe Temperaturen können zu einer Überhitzung des Körpers führen. Wenn Herz und Kreislauf zusätzliche Arbeit leisten müssen, kann dies eine extreme Belastung für den Organismus darstellen.

Unsere fünf Experten-Tipps können Ihnen dabei helfen, heiße Temperaturen besser zu ertragen und das gute Wetter entspannt zu genießen.

Wenn die Temperaturen wieder steigen und langsam aber sicher die 30 Grad-Marke knacken, ist besondere Vorsicht geboten. Denn für den Körper ist die starke Hitze eine echte Herausforderung. Damit Sie den Sommer dennoch vollends genießen können, haben wir fünf hilfreiche Tipps zum Herunterkühlen zusammengestellt.

Vorsicht statt Nachsicht: so wirkt Hitze auf unseren Körper

Extreme Hitze belastet den Kreislauf von sowohl jüngeren als auch älteren Menschen. Steigen die Temperaturen, weiten sich die Blutgefäße, während zeitgleich der Blutdruck sinkt. Viele Menschen fühlen sich deshalb besonders in der heißen Jahreszeit tagsüber ausgelaugt, müde und kraftlos. Kein Wunder, schaltet der Körper mit jeder weiteren Gradzahl auf dem Thermometer automatisch in den Sparmodus.

„Insbesondere ältere Menschen und Personen mit starkem Übergewicht oder chronischen Krankheiten sind besonders gefährdet und sollten sich der direkten Sonneneinstrahlung nicht aussetzen“, bestätigt Dr. med. Frank Schöning, Ärztlicher Direktor der Helios Klinik Hettstedt.

Der Experte empfiehlt viel mehr, den Körper an besonders heißen Tagen zu schonen und Warnsignale ernst zu nehmen. Dazu zählen ein schwirrender Kopf, das Gefühl, sich nicht mehr auf den Beinen halten zu können, Übelkeit, Schwindel oder Kreislaufstörungen. „Gehen Sie die Dinge an solchen Tagen besser etwas langsamer an“, empfiehlt Dr. Schöning. „Sobald Ihr Körper Ihnen signalisiert, dass es ihm nun zu viel wird, sollten Sie dringend einen Gang herunterschalten.“

Durchatmen und abkühlen: unsere Tipps gegen den Hitzekoller

Halten Sie Ihre Wohnung kühl
Um Ihren Wohnbereich angenehm kühl zu halten, sollten Sie tagsüber die Fenster mit Vorhängen oder Rollläden verschließen. Aber Achtung: vergessen Sie dennoch nicht, zu lüften. Das können Sie morgens oder nachts machen, so halten Sie die Hitze aus den Räumen. Falls es Ihnen dennoch schwerfällt, gut zu schlafen: Es hilft, am Abend weniger zu essen und auf Alkohol zu verzichten, um den Körper nicht zu sehr von innen aufzuwärmen. Zusätzlich verschaffen Klimaanlagen und Ventilatoren Abkühlung.

Aber Achtung: Setzen Sie sich lieber nicht direkt dem kalten Luftstrom aus, um so eine Erkältung zu vermeiden.

2. Erleichtern Sie sich den Alltag: luftige Kleidung und Sonnenschutz
Indem sie helle, locker sitzende Kleidung tragen, vermeiden Sie tagsüber die direkte Sonneneinstrahlung. Wer dennoch viel draußen unterwegs ist, sollte unbedingt auf einen angemessenen UV-Schutz achten. Versorgen Sie alle nicht bedeckten Hautpartien mit Sonnencreme und tragen Sie zusätzlich einen breitkrempigen Hut, der Sie vor einem Sonnenstich schützt.

3. Trinken Sie ausreichend
Besonders an sehr heißen Tagen ist es wichtig, kontinuierlich Flüssigkeit zu sich nehmen. Entgegen der Annahme, kalte Getränke sorgen am besten für Abkühlung, eignen sich lauwarme Getränke ideal, um den Körper in Balance zu halten. Denn der Verzehr von eiskalten Erfrischungen hat zur Folge, dass der Körper zusätzlich Wärme produziert. Die idealen Durstlöscher sind deshalb Wasser, Tee sowie verdünnte Obst- und Gemüsesäfte. Vermeiden Sie hingegen alkohol- und koffeinhaltige Getränke, da diese dem Körper Wasser entziehen und somit zu Kreislaufproblemen führen können. Unser Experte empfiehlt, im Sommer zwei bis drei Liter pro Tag zu trinken.

Unser Tipp: Warmer Pfefferminztee ist ein wirksames Mittel gegen Hitze, da Minze von innen kühlt. Trinken Sie den ungesüßten Tee am besten in kleinen Portionen, so kann Ihr Körper die Flüssigkeit besser aufnehmen.

4. Wasser marsch: erfrischen Sie sich unter der Dusche
Ob im Garten oder im Badezimmer - unter der Dusche können Sie sich im Sommer gerne auch mehrmals am Tag abkühlen. Allerdings sollten Sie darauf achten, das Wasser nicht zu kalt aufzudrehen, sondern mit einer lauwarmen Dusche zu beginnen. Setzen Sie Ihrem Körper zu schnell zu kaltem Wasser aus, kann dies einen Kreislaufkollaps zur Folge haben. Ebenfalls sehr wirksam ist es, die Haut regelmäßig mit lauwarmem Wasser zu benetzen. Für den besonderen Erholungsfaktor sorgen natürlich auch Ausflüge an Seen und Flüsse. Besonders morgens und abends tun Sie sich und Ihrem Körper mit einem erfrischenden Bad jede Menge Gutes.

Gut zu wissen: Bereiten Sie Ihren Körper langsam auf die Abkühlung im See vor, indem Sie erst den Nacken und dann die Arme mit etwas Wasser benetzen.

5. Treffen Sie Vorkehrungen für eine erholsame Nacht
Sicherlich kennen auch Sie es: in einer heißen Sommernacht möchte der Körper einfach nicht zur Ruhe kommen. Laut einer Umfrage der Techniker Krankenkasse schläft im Sommer sogar fast jeder Dritte unruhig oder sehr schlecht. Um den Körper auf die Nacht vorzubereiten, sollten Sie in der heißen Jahreszeit nach 18 Uhr auf schwer verdauliche Mahlzeiten verzichten. Stattdessen sind Salate, Gemüse, Obst oder Quarkspeisen die bessere Wahl. Kurz vor dem Schlafengehen sorgt eine lauwarme Dusche ebenfalls für ein wenig Abkühlung. Mit Bett- und Nachtwäsche aus kühlenden Stoffen sorgen Sie zusätzlich für ein besseres Körpergefühl. Außerdem hilft es, wenn Sie Ihr Schlafzimmer tagsüber abdunkeln, die Fenster geschlossen halten und vor dem Zubettgehen gut lüften. Über Nacht können Sie das Fenster zudem offen stehen lassen oder für Durchzug sorgen.

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