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Wochenspiegel > Mansfelder Land > Die letzten Euro der Spenglergesellschaft gehen an das Spengler-Haus >
Jacqueline Dallmann Jacqueline Dallmann
aktualisiert am 25.09.2020 um 08:06:48

Die letzten Euro der Spenglergesellschaft gehen an das Spengler-Haus


Foto: Steffi Rohland
Die Spengler Gesellschaft in Sangerhausen ist Geschichte. Die verbliebenen Mitglieder überreichten Monika Frohriep vor einigen Tagen eine Spende in Höhe von 775,03 Euro. „Das Geld soll satzungsgemäß dem Spengler-Haus zugute kommen“, sagte Vereinsmitglied Christine Stadel. 

Monika Frohriep, Leiterin des Spenglermuseums in Sangerhausen zu dem Geburtshaus des Sammlungsgründers Gustav Adolf Spengler gehört, sagte: „Wir sind sehr, sehr dankbar dafür. Das Geld wird für das Haus und dessen Sammlung eingesetzt.“ Speziell will sie davon ein Bild von Adolf Spengler jun.restaurieren lassen. Es zeigt den Röhrigschacht in Wettelrode im Winter 1928. 

Die Spengler Gesellschaft wurde am 22. Januar 1983 als Spengler-Interessengemeinschaft in der Gesellschaft für Heimatkunde im Kulturbund der DDR gegründet.Gründungsvater ist der Jurist Helmut Minte aus Hettstedt, der über seine Frau familiäre Beziehungen zur Familie  Spengler hatte. Er selbst blieb bis zu seinem Tod am 21.11.2010 Vorsitzender. Die Mitglieder kamen aus Sangerhausen, Hettstedt und Eisleben. Viele von ihnen, die heute weit über 80 Jahre alt sind, kannten die Familie Spengler auch noch persönlich. 

Satzungsmäßiges Ziel der Gesellschaft war es, das Erbe und die Ideen des Tischlermeisters und weithin bekannten Heimatforschers und Mammutausgräbers Gustav Adolf Spengler (1869-1961) zu bewahren. 

So lange das Spenglerhaus in der Hospitalstraße 56 in Sangerhausen noch von dessen Tochter bewohnt  war, übernahmen die Vereinsmitglieder auch 1- 2 mal jährlich den großen Hausputz. 

Vorträge und Exkursionen
Schwerpunkt der Vereinsarbeit waren Vorträge und Exkursionen.   Diese wurden zunächst von Helmut und Sidonie Minte, später von Heiko Röder und Christine Stadel organisiert. Auch wenn es in den Anfangsjahren „Mammuttouren“ von „bis zu acht Stunden mit einer halben Stunde Mittagspause“ waren, nahmen bis zu 90 Teilnehmern daran teil.  

So blicken die Vereinsmitglieder auf ein reich gefüllte Vereinsleben zurück: 72 Exkursionen  gingen in die nähere und weitere Umgebung, wie  Questenberg, zum Rügegericht Volkmannrode, zur Pfalz Tilleda, zur Schalkenburg,  in das Mansfeldmuseum, zum Schloss Mansfeld, mehrfach in die Lutherstadt Eisleben. Besucht wurden außerdem der Falkenstein, Molmerswende, Schloss Allstedt, Walkenried, Oberwiederstedt, Querfurt, Merseburg, die Dornburger Schlösser, Halberstadt, Gerbstedt, Stolberg, Thale und die Arche Nebra.   
 
Passend  zu den Exkursionen  fanden Vorträge  über Archäologie und Geschichte der Region statt.  „Dank der guten Beziehungen Helmut Mintes kamen  wir zu wirklich prominenten  Referenten, wie Dr. Günter Jankowski, Dr. Wernfried Fieber, Dr. Heiner Lück, Winfried Korff“, sagte Christine Stadel.  „Einige kann sich ein kleiner Verein heute nicht mehr leisten.“

Neugründung der Gesellschaft 1990
Auch die politischen Veränderungen von 1989/90  ließ die Vereinsarbeit nicht einschlafen. Am 19.10.1990 kam es zur Neugründung der Spengler - Gesellschaft e.V. (Interessengemeinschaft G.A. Spengler).  Mit Unterstützung der Volkshochschule wurde  bei den Vorträgen nach 1990 die Aula des Scholl-Gymnasiums genutzt, in den letzten Jahren reichte bei den Vereinstreffen ein  Klassenraum.  

Das Alter und die Gesundheit der Mitglieder hat ihren Tribut verlangt. Immer weniger Mitglieder konnten an den Exkursionen oder abendlichen Vortragsveranstaltungen teilnehmen. So fand die letzte Veranstaltung am  4.10.2018 statt. Wenig später erfolgte die rechtmäßige Auflösung des Vereins.  

 

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