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Nadine Rößler Nadine Rößler
aktualisiert am 01.10.2020 um 15:52:00

„Raus mit der Sprache!“

Die neue Mitmach-Ausstellung für Kinder und Jugendliche in Luthers Sterbehaus in Eisleben hat eröffnet und wird bis zum 31. Oktober 2022 zu sehen sein.

„So viel Pink gab es im Lutherhaus noch nie“, sagte Dr. Ulrike Wendt-Sellin, Leiterin der Museen der Stiftung Luthergedenkstätten in Eisleben und Mansfeld, als sie das Konzept der neuen Ausstellung in Luthers Sterbehaus vorstellte und traf  den Nagel damit auf den Kopf. Denn etwas ganz Neues sollte die Ausstellung sein, einmal etwas nicht mit Luther, aber dann eben doch wieder.

Die Ausstellung „Raus mit der Sprache“ hat am 1. Oktober eröffnet und wird bis zum 31. Oktober 2022 in Luthers Sterbehaus in Eisleben zu sehen sein. Zwei Jahre, denn im Jahr 2022 ist das 500. Jubiläum des Erscheinens der ersten Bibel in deutscher Sprache, übersetzt natürlich vom Reformator selbst.

Martin Luther hatte einen großen Einfluss auf die deutsche Sprache. Er kreierte unzählige Wörter und Redewendungen, die noch heute gebräuchlich sind. Und so hat die Ausstellung doch wieder viel mit Luther gemeinsam, obwohl sie kein einziges historisches Ausstellungsstück zeigt.

Die Ausstellung richtet sich vor allem an Kinder, Jugendliche, Familien und Schulklassen. Die Klasse 8 des Martin Luther-Gymnasiums in Eisleben durfte die Mitmach-Ausstellung schon einen Tag vor der offiziellen Eröffnung ausprobieren. Die Schülerinnen Luna, Leyla, Charlotte, Maxi und Leni (Foto, v.l.n.r.) errieten beispielsweise an einem Terminal, was Worte in echter Mansfelder Mundart bedeuten.

Die Ausstellung ist in sechs Bereiche eingeteilt, dazu gibt es auch sechs kulturelle Bildungsprogramme. Die Bildungsprogramme richten sich an die Schulklassen der Stufen 5 bis 9. Abgestimmt auf den Lehrplan können Lehrkräfte einzelne Themen herausgreifen und den Unterricht an einem außerschulischen Lernort praktisch und lebendig ergänzen. Für die Bildungsprogramme sollten von Lehrern in der Regel zwei Stunden eingeplant werden.

Kinder und Jugendliche sollen in der Mitmach-Ausstellung auch ein bisschen provoziert werden, ihren Sprachgebrauch zu überdenken, denn auch Mobbing und Fake News spielen in der Ausstellung eine Rolle, erzählt Kathrin Meukow, Museumspädagogin der Stiftung Luthergedenkstätten. 

Ein bisschen Spaß darf in der Ausstellung aber auch nicht fehlen. Zum Beispiel war die Selfiewand bei der achten Klasse des Luther-Gymnasiums schon sehr beliebt. Kathrin Meukow und Ulrike Wendt-Sellin sind sich einig, das wird auch bei weiteren Schulklassen so bleiben. Nach Corona wird es hier dann auch Perücken, Brillen und andere Kostüme zum Verkleiden geben.

Die Ausstellung wurde gemeinsam mit Studierenden der Hochschule Merseburg erstellt. Sie erarbeiteten im Rahmen verschiedener Seminare Inhalte für die Spielstationen und lieferten unter anderem Bilder, Filme und Hörbeiträge. „Die Zusammenarbeit mit den Studierenden war eine Herausforderung, aber auch eine Bereicherung“, erzählt Ulrike Wendt-Sellin.

Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff hatte es sich nicht nehmen lassen, die Ausstellung vor der Eröffnung schon einmal in Augenschein zu nehmen. Er sagte, dass die Ausbildung zum fairen Umgang miteinander und auch der respektvolle Umgang mit anderen Meinungen, die in der Ausstellung vermittelt werden sollen, nicht früh genug beginnen kann. In Anbetracht steigender Corona-Zahlen hofft er auch darauf, dass viele Sachsen-Anhalter in den Herbstferien nicht in die Ferne schweifen, sondern lieber die Ausstellung besuchen.

Die Ausstellung wird auch noch ein Rahmenprogramm begleiten. Das Theater Eisleben wird beispielsweise ein Theaterstück im Museum geben. Die Humboldt-Stiftung wird Lesungen veranstalten und auch ein Poetry Slam ist geplant, verrät Kathrin Meukow.

Öffnungszeiten
Die Ausstellung hat bis März 2021 von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr, geöffnet. Ab April 2021 öffnet sie täglich von 10 bis 18 Uhr. Schulklassen können sich unter Tel.: (03475) 7147823 oder per E-Mail an: bildung.eisleben@martinluther.de anmelden.

Eine Beschreibung zu den sechs Ausstellungsbereichen, Veranstaltungen vor Ort und alle weiteren Informationen zur Ausstellung gibt es unter folgendem Link:

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