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Daniela Messerschmidt Daniela Messerschmidt
aktualisiert am 13.06.2014 um 12:35:33

Grundschule startet nächstes Schuljahr als Landschule Osterhausen

Osterhausen (dM). Die schlechte Nachricht zuerst: Die Grundschule Osterhausen wird zum Schuljahresende geschlossen. Sinkende Schü­­­­lerzahlen haben diesen Schritt unabwendbar ge­­macht. Aber nun gleich die gute Nachricht hinterher: Mit Beginn des neuen Schuljahres öffnet die Schule wieder ihre Türen. Dann aber nicht unter Trägerschaft der Lutherstadt Eisleben, sondern unter der der AeTeum Akademie GmbH Eisleben. Wie das? Die Elternschaft der Grundschule Osterhausen, mittlerweile als gemeinnütziger Verein anerkannt, konnte sich einfach mit der bevorstehenden Schließung „ihrer“ Grundschule nicht anfreunden. Was darauf folgte, waren unermüdliches Engagement und Beharrlichkeit und sicher auch ein wenig Glück. Der Osterhäuser Peter Reiter, dem das Ortsgeschehen sehr am Herzen liegt, ging auf Ralf Lauenroth, AaTeum-Ge­schäfts­führer, zu und machte ihn auf das Streben der El­­­ternschaft um eine freie Schule aufmerksam: „Guck dir das mal an, die haben Engagement und ihr habt die Erfahrung.“ Ein erstes Treffen mit den Eltern, den Unterstützern vor Ort, den „fleißigen Bienchen“, wie Ralf Lauenroth sie gerne nennt, gab es vor gut einem Jahr. Und dann entschieden sich beide Seiten für eine Zusammenarbeit und für die Gründung einer freien Grundschule. Andere freie Grundschulen wurden be­­sucht, deren Konzepte unter die Lupe genommen ... um dann ein ganz eigenes, neues zu entwickeln und beim Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt zur Prüfung vorzulegen. Und das Konzept, so erzählt Ralf Lauenroth nicht ohne stolz, wurde be­­reits im ersten Durchgang, ohne wenn und aber, am 3. Juni genehmigt. „Wir haben unsere Hausaufgaben ge­­macht“, ist er sichtlich er­­leichtert. „Es war ein mühsamer und arbeitstechnisch aufwendiger Weg“, ergänzt Ur­­sel Lauenroth, die das Ausbildungsmanagement bei AaTeum führt und den ganzen „bürokratischen Kram“ auf ihren Tisch hatte. Das Schulkonzept, das dem Land zur Prüfung vorgelegt wurde, unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von denen staatlicher Schulen, so Ralf Lauenroth. Praxisnah soll die Grundschule künftig arbeiten, ausgerichtet auf einen respektvollen Umgang Miteinander, mit der Natur, mit Tieren. Soziale Kompetenzen entwickeln, schulen, schärfen, nennt man das heute. Dabei kann man sich auf eine Reihe von Kooperationspartnern verlassen. So wird die Freiwillige Feuerwehr des Ortes Projekte tragen, mit dem Landmarkt und mit der LPG und Musikern soll zu­­sammengearbeitet werden. Auch ein Schulgartengrundstück wird es geben. Über die Hortbetreuung, die durch die Volkssolidarität übernommen wird, wird das Schulkonzept - sicher auf eine spielerische Weise - in der Freizeit weitergeführt. Darüber hinaus wird ab der 1. Klasse zweisprachig, also in Deutsch und in Englisch, unterrichtet. Ein Au­­genmerk des Ganztagsangebot liegt ebenso auf der ge­­sunden Ernährung. Und, „wir haben Lehrer, die brennen dafür,“ erzählt Ralf Lauenroth. Zahlreiche Bewerbungen habe er in den vergangenen Wochen gesichtet. Unterschrieben hat natürlich noch keine der Lehrerinnen, wollte man doch erst die Entscheidung des Kultusministeriums abwarten. Doch da es nun von ganz oben „grünes Licht“ gab, können die Arbeitsverträge unterschrieben werden. Eine Nutzungsvereinbarung, die der Schulträger mit der Lutherstadt Eisleben noch ab­­schließen muss, wird schließlich die Besitz- bzw. Nutzungsverhältnisse des Trägers klären. Außerdem müssen die brandschutztechnischen Mängel, die die Schule derzeit (und schon seit sehr vielen Jahren) aufweist, vom neuen Träger beseitigt werden. Wenn diese drei Punkte abgearbeitet sind, das klingt so leicht, kann es los gehen. Mit Beginn des neuen Schuljahres 2014/ 2015 soll mit drei bis vier Lehrerinnen und einer ersten Klasse gestartet werden. Alle Lehrerinnen sind selbstverständlich staatlich anerkannte Fachkräfte, die angelehnt an den TV-L bezahlt werden. Drei Jahre Wartezeit sind nötig, bevor die Schule in den Genuss der Finanzhilfesätze des Landes kommen kann. Bis dahin schießt die AaTeum einen hohen sechsstelligen Betrag vor. Darüber hinaus erhebt der Träger ein monatliches Schulgeld (in Abstimmung mit dem Kultusministerium) in Höhe von 150 Euro, die in Einzelfällen unter bestimmten Voraussetzungen und nach Absprache mit dem Elterngremium gesenkt werden können. Was jetzt noch fehlt, sind die Schüler. Reges Interesse in Osterhausen und auch in der Umgebung besteht. Idealerweise untersteht die freie Grundschule  nämlich keinem Schuleinzugsbezirk, d.h. jeder, der sein Kind künftig in Osterhausen beschulen lassen möchte, kann anfragen. Bei einem Tag der offenen Tür am 28. Juni, ab 10 Uhr, können interessierte Eltern und natürlich auch ihre Kinder, die Schule und den „Lehrkörper“ inspizieren.


 

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