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Daniela Messerschmidt Daniela Messerschmidt
aktualisiert am 29.07.2014 um 15:55:54

Fundtiere - Wer´s gefunden hat, darf´s behalten? - Wohl kaum!

Maikaterchen Rambo (Mitte, im Bild mit Tierheimmitarbeiterin Sabine Urbanski) ist ein ganz verschmustes Exemplar. Er, sein „Zimmernachbar“ (das schwarze Katerchen), elf Katzchenwelpen und an die zwanzig ausgewachsene Stubentiger suchen ein neues Zuhause. Das Tierheim am Sandgraben ist zwar schön, aber eigener Herd ist ja bekanntlich Goldes wert. Also, wer sich für ein Kätzchen entscheidet, nur zu, das Tierheim am Sandgraben ist unter Tel. 03475/ 71 54 24 zu erreichen. Maikaterchen Rambo (Mitte, im Bild mit Tierheimmitarbeiterin Sabine Urbanski) ist ein ganz verschmustes Exemplar. Er, sein „Zimmernachbar“ (das schwarze Katerchen), elf Katzchenwelpen und an die zwanzig ausgewachsene Stubentiger suchen ein neues Zuhause. Das Tierheim am Sandgraben ist zwar schön, aber eigener Herd ist ja bekanntlich Goldes wert. Also, wer sich für ein Kätzchen entscheidet, nur zu, das Tierheim am Sandgraben ist unter Tel. 03475/ 71 54 24 zu erreichen.
Foto: daniela messerschmidt
MSH (red/dM). Immer wieder hört man von Fundtieren. Allein im Umgang mit ihnen herrscht große Unsicherheit. Wann ist ein Tier ein Fundtier? Und was muss man beachten? Super Sonntag bekam Auskunft vom Eisleber Tierheim am Sandgraben, das sich quasi täglich mit diesem Problem auseinandersetzen muss:
Fakt 1: Tiere sind keine Sa­­chen.  Es gelten allerdings für Tiere die für Sa­­chen geltenden Vorschriften. Diese sind auch entsprechend anzuwenden, soweit dies nichts anderes bestimmt ist (§ 90 a des Bürgerliches Gesetzbuches BGB). Das heißt: Mangels spezieller gesetzlicher Re­­gelungen zu Fundtieren gelten somit die Bestimmungen über Fundsachen (§§ 965 ff. BGB) auch für diese.
Fakt 2: Kurz Fundtier = Fundsache. Gleich vorweg: Ein Wildschwein kann man nicht finden (außer vielleicht tot). Grundsätzlich sind Fundtiere  aufgefundene Tiere, die üblicherweise vom Menschen ge­­halten werden. Also Hunde, Katzen, Ziervögel, landwirtschaftliche Nutztiere oder Tiere, die nicht zu den hier (!) wildlebenden Arten zählen. Eine Schildkörte auf offener Straße wäre also hier ein Fundtier, in Griechenland, weil hier heimisch, nicht. Waschbär etwa oder ein Reh sind also auch keine Fund-, sondern Wildtiere.
Fakt 3: Wer ein Tier findet, hat es umgehend beim Ord­nungs­amt zu melden. Sollte das Ordnungsamt nicht erreichbar sein, muss der Fund bei der Polizei ge­­meldet werden.
Fakt 4: Behalten dürfen Sie es nicht. Der Finder ist verpflichtet, das Fundtier bei der zuständigen Gemeinde oder auf An­­ordnung der Gemeinde bei einer von ihr bestimmten Stelle abzugeben. Ein Eigentumserwerb ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich.
Fakt 5: Der weitere Rechtsweg: In der Regel wird die Un­­terbringung in einem Tierheim erfolgen. Die Gemeinde bzw. das Ordnungsamt oder die Polizei meldet den Fund dem zu­­ständigen Tierheim, welches sich um die Abholung und an­­schließende Unterbringung küm­­mert. Die Kosten der Un­­terbringung trägt die Gemeinde - nicht der Finder.
Fakt 6: Was passiert mit dem Fundtier? Nun wird versucht, im Interesse des Tieres als auch der Kommune (es fallen ja laufende Kosten an), den Tierhalter ausfindig zu machen, um das Tier zurück zu bringen. Wenn nach Ablauf von sechs Monaten (beginnend mit der Fundanzeige bei der zuständigen Behörde - vgl. § 973 BGB) kein Eigentümer ermittelt wurde, hat die Finderin/ der Finder die Möglichkeit das Eigentum an dem Fundtier zu erwerben beziehungsweise kann das Fundtier an einen neuen Eigentümer vermittelt werden.
Fakt 7: Wann sollte das Ordnungsamt informiert werden? Haben Sie ein verletztes Tier ge­­funden oder etwa einen herren­­­losen, frei umherlaufenden oder über längere Zeit an­­gebundenen Hund, bei denen kein Besitzer aufzufinden ist, ist der Griff zum Telefon angebracht. Bei Katzenbabys, die noch nicht allein überlebensfähig sind oder ausgewachsenen Katzen, die verletzt, krank, oder in extrem schlechtem körperlichen Zustand sind (Gefahrenabwehr) muss das Ordnungsamt informiert werden.
Ausgewachsene und gesund er­­scheinende Katzen gelten in der Regel nicht als hilfebedürftig. Oftmals handelt es sich um „Freigänger“.  
Wegschauen hilft nur bedingt
Fakt 8: Streunende Katzen sind keine Fundtiere, aber ein zunehmendes Ärgernis in vielen Stadt(rand)gebieten, und sie erregen häufig das Mitleid tierliebender Menschen.Wer streunende Katzen allerdings füttert, nährt eine nie enden wollende Spirale: Katze wird gefüttert, fühlt sich gut, lässt sich nieder, paart sich, bekommt Junge, diese werden ebenfalls zu wilden Streunern, werden aus Mitleid gefüttert, fühlen sich wohl, lassen sich nieder, paaren sich, bekommen Junge ... Prinzip erkannt? So werden aus zwei, drei streunenden Katzen schnell ein Problem. Ein Problem, das eine ganze Wohnsiedlung belas­ten wird. Wegschauen hilft da nur be­­dingt. Suchen Sie das Ge­­spräch mit den örtlichen Ordnungsämtern. Diese sind für die Ordnung und Si­­cherheit in der Kommune zu­­ständig und müssen diese gewährleisten und ak­­tiv werden. Eine Möglichkeit - und probat in vielen Kommunen - ist das Einfangen, Kastrieren/ Sterilisieren und wieder am Einfangort Aussetzen der Streunerkatzen. Katzen sind „Selbstversorger“ und brauchen uns Menschen weitesgehend nicht.Natürlich „sagt“ eine hungrige Katze zu einem Schälchen Futter nicht nein. Doch nur ge­­meinsam mit einer verantwortungsvollen Einstellung der Mitbürger und dem konsequenten Handeln der Ämter wird sich Katzenzahl in den betroffenen Gebieten suk­­­­zessiv verringern.       


 

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