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Daniela Messerschmidt Daniela Messerschmidt
aktualisiert am 12.03.2015 um 16:59:08

Helfer für die kleinen Alltäglichkeiten

Frau Stolberg (li.) ist froh, dass sie Martin Feistkorn hat. Der Bösenburger schaut dreimal in der Woche bei ihr vorbei. Projektkoordinatorin Elke Weilepp ist Mitarbeiterin in der Sternschnuppe und betreut die „Alltagshelfer“, die sich einmal im Monat treffen und etwaige Probleme besprechen. Frau Stolberg (li.) ist froh, dass sie Martin Feistkorn hat. Der Bösenburger schaut dreimal in der Woche bei ihr vorbei. Projektkoordinatorin Elke Weilepp ist Mitarbeiterin in der Sternschnuppe und betreut die „Alltagshelfer“, die sich einmal im Monat treffen und etwaige Probleme besprechen.
Foto: Daniela Messerschmidt

Eisleben (dM). Martin Feistkorn hat 30 Jahre in Plauen gewohnt. Und dort als „Alltagshelfer“ gearbeitet. Diese Idee brachte er nach seinem Umzug nach Eisleben in das Mehrgenerationenhaus „Sternschnuppe“. „Mensch, das passt perfekt zu uns,“ brauchte er Doris Coiffier nicht lange überzeugen. Alltagshelfer betreuen, begleiten ehrenamtlich Menschen, die Hilfe brauchen bei der Verrichtung ganz alltäglicher An­­gelegenheiten. Das können Behördenwege sein, Arztbesuche, Einkäufe. Das Projekt, das vom Sozialamt des Landkreises unterstützt wird, läuft seit April 2014. Und bisher gibt es acht Alltagshelfer in der „Sternschnuppe“, Melitta Deichsel, etwa. Seit gut 15 Jahren unterstützt sie eine ältere Dame, die bei ihr im Block wohnt. Erledigt Kleinigkeiten im Haushalt und Einkäufe, kleine Gespräche, Be­­lustigung, einfach da sein - ihre Hilfe ist vielfältig und kommt von Herzen. Dann hat sie den Aufruf „Alltagshelfer“ gelesen und sich gedacht, da könntest du mitmachen, das ist doch das, was du ohnehin schon machst.
Ähnlich ging es Sabine Geißler. Auch sie hilft seit einigen Jahren einer älteren Frau in ihrem Wohnumfeld. Dosen öffnen, Telefonate erledigen und Einkäufe, wenn es glatt draußen ist.
Auch Martin Feistkorn ist als Alltagshelfer geblieben. Der Bösenburger schaut dreimal in Woche bei Frau Stolberg aus Eisleben vorbei. Auf die Uhr schaut er dabei nicht. Die beiden plaudern, er hilft ihr im Haushalt, begleitet sie regelmäßig zum Arzt. Frau Stolberg ist froh, dass sie Martin hat. Nur „Mensch ärgere dich nicht“ spielt sie nicht gerne mit ihm, erzählt sie lachend, da beschummelt er immer. Gar nicht war, dementiert er lachend, die Würfel fallen eben so, wie sie fallen. Zwischen den beiden stimmt die Chemie einfach, das spürt man. Und ehrlich, ist es nicht schön, wenn man jemanden hat, auf den man sich verlassen kann?
„Wir bieten keine Pflege an,“ räumt Doris Coiffier, Leiterin der Sternschnuppe, Bedenken aus, dass ihre Alltagshelfer Pflegediensten Konkurrenz machen könnten. „Unser An­­gebot soll unterstützen und ergänzen.“ Und es richtet sich nicht nur an ältere Mitmenschen, auch Familien, die etwa bei Behördengängen und Antragstellungen Hilfe suchen, können sich in der Sternschnuppe melden. Er­­gänzend zu den Alltagshelfern hält diese nämlich für Familien zusätzlich die „Fa­­milienpaten“ vor. Gut neun Betreuungen liefen im vergangenen Jahr. „Ich denke, der Bedarf ist um so vieles größer,“ meint Doris Coiffier. Und hofft, dass sich sowohl Menschen, die als Alltagshelfer agieren wollen, als auch jene, die Unterstützung brauchen, bei ihr melden.

Am Anfang steht eine Weiterbildung
Wer Alltagshelfer werden möchte, bekommt in einem 8-Stunden-Kurs wichtige Hinweise zur Arbeit vermittelt. Einmal im Monat treffen sich alle Alltagshelfer zum Teamgespräch. Erzählen von ihren Betreuungen, tauschen sich aus, sprechen über Sorgen und Probleme. 

Info: Gesucht werden sowohl neue Alltagshelfer als auch zu Betreuende.
Interessierte wenden sich vertrauensvoll an Doris Coiffer im Mehrgenerationenhaus „Sternschnuppe“ unter Tel. (03475) 60 4 103

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