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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 14.08.2013 um 09:16:49

Trubel im alten Gemäuer

Schlossherr Dr. Franz Pacher zu Theinburg übernahm es persönlich, die vielen neugierigen Besucher des ersten Franklebener Schlossfestes durch die historischen Mauern zu führen. 
Schlossherr Dr. Franz Pacher zu Theinburg übernahm es persönlich, die vielen neugierigen Besucher des ersten Franklebener Schlossfestes durch die historischen Mauern zu führen.
Foto: R. Penske
Frankleben (rp). Schlossherr Dr. Franz Pacher von Theinburg und seine Ehefrau Hemma luden am Wochenende zum ersten Schlossfest nach Frankleben ein. Bei strahlendem Sonnenschein nutzten hunderte Besucher die Gelegenheit, einen Blick auch hinter die Kulissen des ehemaligen Wasserschlosses und heutigen Renaissanceschlosses zu werfen. Seit Längerem restauriert der Schlossherr liebevoll das historisch wertvolle Gebäude. Dazu gehört auch die dreimonatige Trockenlegung und Fundamentsicherung mit mehreren hundert Kubikmetern Beton. In der vorigen Woche konnte diese Baumaßnahme abgeschlossen werden. Sehr zur Freude von Anja und Felix aus Leiha, die am 14. September im Frank-lebener Schloss heiraten wollen, denn das ist seit August vorigen Jahres in den altehrwürdigen Mauern möglich.

„Wir freuen uns schon, uns in dieser außergewöhnlichen Kulisse das Ja-Wort zu geben“, erzählten die Beiden am Samstag. Der Schlossherr zeigte ihnen auch gleich das große Kaminzimmer und den Tanzsaal, wo die Feier vonstatten gehen soll.

Ganz unten, im Keller des Schlosses, zeigte unterdessen der 5-jährige Kenneth aus Zöschen keinerlei Angst. Mit seinem Vati besichtigte er das Verlies und fand das Ganze „ziemlich interessant“, wie er sagte. Zum Schein ließ er sich sogar in Ketten legen.

Neben den Schlossführungen gab es auf dem Gelände des Franklebner Schlosses viel zu erleben. Von Schaukämpfen der Ritter und zünftigen „Sauf- und Fress-Gelagen“ über Ponyreiten, Gaukler-Auftritten bis zur Live-Musik reichte die Palette. Die Band „Feuerdorn“ unterhielt die Besucher mit Dudelsack-Musik und in der Backstube gab es leckeres und duftende Backwerk.

Das hatte auch Karola Wex zu bieten. Vor allem der Name machte schon neugierig: „Franklebener Pferdeäpfel“ hießen ihre geschützten Eigen-Kreationen, die es in verschiedenen Varianten gab. „Die Leute sind begeistert“, berichtet die aus München stammende 52-Jährige. „Die Pferdeäpfel sind aus Biskuitteig und es gibt sie verfeinert mit Ananas, Kokos, Mandeln oder Kirschen. Das genaue Rezept ist natürlich geheim“, sagte sie lächelnd.

Karola Wex ist ebenfalls im Vorstand des Vereins Poni (Projekt orientierte nachhaltige Initiative für selbstbestimmtes Leben), der gemeinsam mit der Kulturgut Schloss Frankleben gGmbH das Schlossfest organisiert hat.
Zurzeit noch in Gimritz bei Halle ansässig, wird der Poni e. V. im Schloss Frankleben sein neues Domizil finden. Dazu entstehen in den kommenden Monaten ein Pferdestall und ein Ponyhof. Dann wird auch am nahe gelegenen Geiseltalsee eine Einrichtung für heilpädagogisches Reiten entstehen und es soll Reitunterricht angeboten werden.#

Das Schloss Frankleben wurde um 1270 erstmals erwähnt. Damals noch eine Wasserburg, diente es dem Schutz der Handelsleute. Sie zogen damals entlang der Saaleregion von Burg zu Burg, die alle ungefähr einen Tagesritt entfernt auseinander lagen.
Mehr Fotos vom Schlossfest in Frankleben können Sie in der Bildergalerie sehen.


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