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Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 19.08.2019 um 14:06:30

Der Weg vom Halm auf dem Feld zum Brötchen auf dem Frühstücksteller

Im Zappendorfer Museum lernen Schulklassen, wie schwer ihre Urgroßeltern noch in der Landwirtschaft arbeiten mussten. Zum Dreschfest am Samstag konnten sich alle Besucher ein Bild davon machen.

Von S. Richter

„Das reicht nicht einmal für ein Brötchen“, musste sich die junge Dame sagen lassen, die mit einem Dreschflegel Weizenhalme bearbeitete, um Korn zu erhalten, und dabei war sie schon tüchtig aus der Puste gekommen. So wie sie versuchten sich am Samstag in Zappendorf einige Besucher daran, den Weg vom Feld bis zur leckeren Backware in reiner Handarbeit zu absolvieren.

Eingeladen dazu hatte das Landwirtschafts- und Heimatmuseum. Dort sind regelmäßig Schulklassen zu Gast, um wie einst ihre Urgroßeltern Brot zu backen oder Wäsche zu waschen. Zumindest das Brotbacken üben durften auch die Dreschfest-Besucher. Und das startete mit der Sense auf dem Weizenfeld vor dem Museum. Getreide sensen, Garben binden und abtransportieren, die Körner herausdreschen, die Spreu vom Weizen trennen und die Körner mahlen - alles musste in mühseliger und für die meisten ungeübter Handarbeit durchgeführt werden.

Marianne Rose - 84 Jahre alt - hat selbst so in der Landwirtschaft angefangen und beherrscht das Garbenbinden auch ohne Strick heute noch perfekt. Gern gibt sie ihr Wissen und Können an die Kinder weiter. „Damit die schwere Arbeit nicht vergessen wird.“

Bei den Vorführungen auf dem Feld konnte man auch die Entwicklung der Maschinen beobachten - wie die Sense von der Mähmaschine und der Flegel von der Dreschmaschine abgelöst wurden und wie der Mähdrescher dann alles in einem Gang erledigt hat. Nur die Mühle fürs Mehlmahlen brauchte man dann noch und natürlich den Bäcker. Aber der hat heute auch viele Maschinen für die schwere Arbeit in der Backstube. „Jetzt werfe ich kein Brot mehr weg“, war eine der Schlussfolgerungen der Besucher, wenn sie endlich in das leckere, frisch gebackene Brötchen beißen konnten.

Aber nicht nur das Feld vor dem Museum zog die Besucher am Samstag nach Zappendorf, sondern auch das Schleppertreffen. Die Dreschmaschine von 1867, der Mähdrescher von 1955 und zahlreiche alte Traktoren von Lanz bis zur russischen Produktion konnten besichtigt und teilweise auch benutzt werden. Mit viel Muskelkraft und der Hilfe der Maschinen hat man jetzt auch wieder genug Korn zusammen bekommen für die nächsten Schulklassenbesuche.


Landwirtschafts- und Heimatmuseum Zappendorf

Tel. 034609/2 38 86
E-Mail: museum@salzatal.eu

Öffnungszeiten:
mi-fr 14-17 Uhr
sa/so 13-17 Uhr

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