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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 26.04.2020 um 18:31:00

Schrittweise Öffnung weiterer Geschäfte, der Gaststätten und Kitas geplant

Dr. Rainer Haseloff und Michael Kretschmer nach einer gemeinsamen Beratung im Bergzoo Halle. Dr. Rainer Haseloff und Michael Kretschmer nach einer gemeinsamen Beratung im Bergzoo Halle.
Foto: Kerstin Eschke
Zur Abstimmung weiterer Corona-Maßnahmen und Öffnungen kamen am heutigen Sonntag, dem 26. April 2020, die Ministerpräsidenten der Länder Sachsen-Anhalts und Sachsens, Dr. Reiner Haseloff und Michael Kretschmer im Bergzoo Halle zu einer gemeinsamen Beratung zusammen. Über die Ergebnisse informierten sie am Nachmittag die Öffentlichkeit.

Die beiden Ministerpräsidenten wollen vor allem eines: Zeit gewinnen bis ein Impfstoff gegen den Corona-Virus zur Verfügung steht und einheitliche mitteldeutsche Regelungen finden, aber immer in Abstimmung mit den anderen Bundesländern.

Konkrete Beschlüsse konnten Haseloff und Kretschmer nicht präsentieren. Da Entscheidungen zur weiteren Öffnung von Geschäften, Gastronomiebetrieben und auch Kindertageseinrichtungen von den Infektionszahlen in den nächsten Tagen abhängen. In einer Telefonschalte aller Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin am 30. April wird sich weiter beraten. Entscheidungen werden allerdings frühestens in einer weiteren Beratung am 6. Mai getroffen. Zu diesem Zeitpunkt zeichnet sich ab, welchen Einfluss die schrittweisen Öffnungen auf die Anzahl der Neuinfektionen haben. Deshalb wird es vor dem 6. Mai keine vorschnellen Entscheidungen geben, so Haseloff.

Jedoch wird in Sachsen-Anhalt am 2. Mai in der Kabinettssitzung die 5. Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus  auf den Weg gebracht. Sie soll weitere Öffnungsschritte beinhalten, unter anderem für die Friseure und gesundheitsrelevante Berufe. Bis dahin liegen von den Friseuren erarbeitete entsprechende Vorschläge und Hygienekonzepte vor. Zudem wird in der 5. Verordnung festgelegt, ob und wie ab 4. Mai Gottesdienste aller Religionsgemeinschaften stattfinden werden.
Dabei fließen die Erfahrungen aus Sachsen ein, wo diese mit Einschränkungen bereits stattfinden.

In Sachsen wird es ab 4. Mai ebenso weitere Öffnungen geben, so Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Die Entscheidungen werden mit Umsicht getroffen, versichert er. Dass dies notwendig ist, zeigen die unterschiedlichen Infektionszahlen in ganz Deutschland. Weitere Öffnungen müssen mit einer Zunahme der Tests einhergehen. Um regionale Ausbrüche zu verhindern, müssen die Tests auf die Kontaktpersonen von Infizierten erweitert werden.

Museen und Bibliotheken sollen ab 4. Mai wieder öffnen. Dazu hat der Museumsverband Konzept erarbeitet. Die Kultur soll sukzessive wieder belebt werden.


Ebenso durch eine kluge Einlassgestaltung, wie Zeitfenster und der Festlegung einer maximalen Besucheranzahl, wie im Zoo Halle. Solch praktikablen Lösungen bieten sich auch für Geschäfte über 800 Quadratmetern an, um auch diese wieder öffnen zu können. Einen entsprechenden Vorschlag werden die beiden Ministerpräsidenten am 6. Mai in die Beratung mit der Bundeskanzlerin mit einbringen. Ebenso Vorschläge, wie durch einen kontrollierten Zugang Spielplätze wieder durch die Kinder genutzt werden können.

Michael Kretschmer setzt sich für schrittweise Öffnung der Gaststätten. Denn medizinische Erfordernisse müssen mit gesellschaftlichen Erfordernissen in Einklang gebracht werden. Gemeinsam mit der Dehoga, dem Deutschen Bundesverband der Hotels und Gaststätten werden Vorschläge erarbeitet, über die ebenso am 6. Mai beraten werden sollen. Möglich wäre erst einmal nur den Außenbereich zu öffnen, ausschließlich Selbstbedienung anzubieten und eine Quadratmeterzahl pro Gast festzulegen.

Ehe die Sachsen-Anhalter und die Sachsen wieder verreisen dürfen, wird wohl noch einige Zeit vergehen. Da der Virus nicht an der Landesgrenze halt macht, muss hier bundeseinheitlich entschieden werden. Mit der Dehoga werden bis Ende Mai Pläne entwickelt, dass zumindest in den Sommerferien ein Urlaub in Deutschland möglich ist.

Kretschmer ist sich sicher, dass es nach der ersten Öffnung in dieser Woche zu einer Erhöhung der Infiziertenzahl kommen wird, deshalb setzt er sich für den Einsatz einer Tacking-App ein. In der Übergangsphase werden Kontaktbögen zum Einsatz kommen. Denn die Nachverfolgbarkeit ist wichtig für die Dämpfung der Ausbreitung und um keinen zweiten Shutdown zu provozieren. Ein zweiter Shutdown würde irreversible Schäden bringen.

Derzeit wird eine Studie erarbeitet, die die Gefährdung von Kindern und die Weiterverbreitung des Coronavirus durch Kinder untersucht mit dem Ziel die Kitas wieder zu öffnen. Wie eine schrittweise Öffnung aussehen kann, hängt von den Ergebnissen der Studie ab. Eventuell fällt eine Entscheidung am 6. Mai.

Beiden Ministerpräsidenten danken den Menschen für diszipliniertes Verhalten. Nur dank dieses Verhaltens sind weitere schrittweise Öffnungen möglich. Haseloff und Kretschmer ist es zudem wichtig, einen Weg von Maß und Mitte zu finden, ein Leben mit dem Virus, das unser Leben noch eine Weile begleiten wird. Jetzt aber in besserer Situation als vor vier Wochen, weil Hygienekonzepte von Zoos, Handel und anderen Einrichtungen vorliegen.







 

Leserkommentare:


Isabell, Halle:
"Hallo, ihr diskutiert, kommentiert und debattiert hier über eine schrittweise Öffnung einiger Geschäfte. Macht bitte die Kitas wieder regulär auf, denn sonst können wir nicht arbeiten! Es darf nicht sein, dass ich mich rechtfertigen und überlegen muss, warum mein Kind tägl. in die Notbetreuung geht. Ich habe einen systemrelevanten Beruf und man hat mich heute gebeten, auch mal mein Kind zu Hause zu lassen, damit andere Kinder auch eine Chance hätten. Ja klar Chef...Ich komm dann nur 3 Tage die Woche ??? Wie soll das funktionieren???"


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