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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 26.06.2020 um 17:19:11

Schönste Weinsicht 2020

Weinberg „Goldener Steiger“ am Geiseltalsee erhielt die begehrte Auszeichnung Weinberg „Goldener Steiger“ am Geiseltalsee erhielt die begehrte Auszeichnung
Foto: Ralf Penske Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Seit 20 Jahren baut Familie Reifert am Geiseltalsee Wein an.

Geiseltal/Klobikau (Ralf Penske).
Im Jahr 2016 noch knapp an Höhnstedt gescheitert, hat es in diesem Jahr geklappt: Der Weinberg „Goldener Steiger“ der Familie Reifert am Nordhang des Geiseltalsees kann sich mit dem Titel „Schönste Weinsicht 2020“ schmücken.

„Als ’Schönste Weinsicht’ werden Aussichtspunkte ausgezeichnet, die eindrucksvolle Ausblicke in die deutschen Weinkulturlandschaften garantieren und zudem auch gut für Wanderer oder per Rad zu erreichen sind. Mit ihnen werden neue weintouristische Ziele in den Anbaugebieten geschaffen, die zu einem Besuch der Weinregionen und zum Genuss der Weine dort einladen, wo sie wachsen“, erklärte DWI-Marketing-Chef Steffen Schindler am vorigen Samstag zur Auszeichnungsveranstaltung am Weinberg (siehe Bildergalerie, rechts im Bild links, zusammen mit Winzer Lars Reifert und den Weinmajestäten von Saale-Unstrut).

Vom 10. Februar bis zum 15. März wurden in einer öffentlichen Online-Abstimmung auf der Homepage des Deutschen Weininstituts (DWI) die „Schönsten Weinsichten 2020“ in den deutschen Weinregionen gewählt. Zur Auswahl standen 48 Vorschläge, die aus allen 13 Anbaugebieten für diesen Wettbewerb eingereicht wurden. Er fand in diesem Jahr nach 2012 und 2016 bereits zum dritten Mal statt.

Nach Auszählung der rund 24.000 Stimmen darf sich für das Anbaugebiet Saale-Unstrut der Weinberg „Goldener Steiger“ über die Auszeichnung „Schönste Weinsicht“ freuen.

Der Aussichtspunkt am Weinberg ist mit einer gut sichtbaren Stele des Mainzer Künstlers Ulrich Schreiber als „Schönste Weinsicht 2020“ gekennzeichnet und wurde am vergangenen Samstag offiziell eingeweiht.

„Heute vor 20 Jahren, am 20. Juni 2000, genau 11 Uhr, wurden hier die ersten Rebstöcke der Sorte Müller-Thurgau gesetzt. Heute, zum 20-jährigen Bestehen, wachsen auf dem Weinberg 21.000 Rebstöcke der Sorten Müller-Thurgau, Weißburgunder, Traminer, Spätburgunder und Cabernet Mitos. In diesem Jahr sind die Sorten Grauburgunder, Bacchus, Gutedel und Sauvignon Blanc hinzugekommen“, berichtet Winzer Lars Reifert. 

Der 5-jährige Sohn Jakob (laut seinen Eltern benannt nach dem Jakobsweg, der am Weinberg vorbeiführt) scheint sich auch genau daran zu erinnern. Zumindest konnte er jedem erzählen, dass vor 20 Jahren hier noch die Bagger standen. Bei so viel Enthusiasmus in der eigenen Familie muss Lars Reifert um die Weinanbau-Zukunft sicherlich nicht bange sein. 
„Vom Bergbau zum Weinbau“ hieß es seit Anfang 2000 im Geiseltal. Im ehemaligen Tagebau entstand 1997 durch den Hobbywinzer Rolf Reifert die Idee, dort Wein anzubauen. Zu dieser Zeit fanden jedoch erst die ersten Rekultivierungsmaßnahmen statt. Bis dahin glich die Halde noch einer Mondlandschaft. Anhand der außergewöhnlichen Lage konnte man sich kaum vorstellen, dass dort einmal Wein angebaut werden könnte.

„Nach Einblick in die Profilierungsstudie des Rekultivierers konnten wir als Winzer erkennen, dass dort eine ideale Weinlage entstehen würde, wenn der Südhang auf 25 Prozent Steigung abgetragen würde. Die Nordseite wäre durch einen Wald geschützt (Kaltluft) und die 17 Quadratkilometer Wasseroberfläche des entstehenden Geiseltalsees würden die beste Voraussetzung für den Weinanbau liefern. Das Wasser reflektiert die Sonne, speichert die Wärme tagsüber und gibt diese nachts wieder an den Hang ab. Dieses Vorhaben, welches europaweit einmalig ist, wurde drei Jahre später mit viel Mühe und Einsatz in die Tat umgesetzt“, erinnert sich Rolf Reifert.

Begrünungspflege mit Harzer Höhenvieh

Seit 2008 wurden neben dem Weinbergsgelände am Geiseltalsee drei Hereford-Rinder als Landschaftspfleger für die Begrünung eingesetzt. „Seit einigen Jahren züchten wir ausschließlich das Rote Harzer Höhenvieh am Geiseltalsee. Das Rote Höhenvieh gehört zu den ursprünglichsten Nutztierrassen. Frühere Keltenrinder wurden im 19. Jahrhundert mit Zillertaler, Berner und Tiroler Rinder gekreuzt und zu einem wertvollen Nutztier für raues Klima gezüchtet“, weiß L. Reifert zu berichten. „Wir haben die Rasse mit den hervorragenden Eigenschaften in der Küche und der Pflege der Kulturlandschaft für uns entdeckt.“

Europäische Begegnungsstätte
Direkt neben der Stele „Schönste Weinsicht“ befindet sich auf dem Jakobsweg die  Europäische Begegnungsstätte der Kulturen (Pilgerklause). Der Jakobsweg, erkennbar durch eine gelbe Muschel auf blauem Untergrund, verläuft in ost-westlicher Richtung von Polen über Görlitz nach Erfurt und weiter auf den Wegen der alten Salzhändler des frühen Mittelalters zu dem fernen Ziel Santiago de Compostela im Norden Spaniens. Ein spezieller Pilgerausweis berechtigt zur Nutzung dieser einfachen Unterkunft und ist zugleich Zeugnis für die zurückgelegten Etappen.

Öffnungszeiten der Straußwirtschaft am Weinberg:
Mai bis September: Dienstag bis Freitag von 11 bis 16 Uhr
Wochenenden und Feiertage von 10 bis 18 Uhr
April und Oktober: Wochenenden und Feiertage 10 bis 18 Uhr.

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