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Wochenspiegel > Merseburg > Frankleben setzte im Handball in den 1960er Jahren Maßstäbe >
Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 10.07.2020 um 14:06:18

Frankleben setzte im Handball in den 1960er Jahren Maßstäbe

Im Bild von links: Klaus Hensel (Rückraum, links und rechts), Volker Rauchfuß (Rückraum Mitte), Gerd Dinger (Kreisspieler), Karl-Heinz Vergin (Rückraum, links und Mitte) und Heinz-Peter Stief (Rechtsaußen). Im Bild von links: Klaus Hensel (Rückraum, links und rechts), Volker Rauchfuß (Rückraum Mitte), Gerd Dinger (Kreisspieler), Karl-Heinz Vergin (Rückraum, links und Mitte) und Heinz-Peter Stief (Rechtsaußen).
Foto: Ralf Penske Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Vor 60 Jahren wurden die A-Schüler aus Frankleben Meister im Handball der Pioniere.Die Handball-Haudegen von einst trafen sich jetzt und erinnerten an den Meistertitel vor 60 Jahren.

Frankleben (rp)
. Am 7. Februar 1946 wurde die erste Schülermannschaft bei der BSG Stahl Frankleben aufgestellt. Wenig später folgte eine Jugendmannschaft. Der Übungsleiter war Harry Kaßler. Nach anfänglichen Niederlagen bestimmte Frankleben ab 1948 zunehmend das Niveau im Kreis. Sowohl die Schüler, als auch die Jugend, holten den Kreismeistertitel. 1949 stieg die Jugend in die neu geschaffene Spielklasse Sonderjugend auf. Die Schüler holten 1951 den ersten Bezirksmeistertitel. Wie überlegen der Nachwuchs spielte, zeigt sich am Beispiel der B-Schüler, die von 1954 bis 1968 jeweils immer den Kreismeistertitel holten. Herausragend für Frankleben war ohne Zweifel das Spieljahr 1960, in dem die A-Schüler DDR-Meister wurden.

In der Berliner Wuhlheide wurde das Finalturnier um den DDR-Meister der Altersklasse 13/14 im Kleinfeldhandball ausgetragen. Aus allen Bezirken der ehemaligen DDR reisten die Spitzenteams an. Auch die Franklebener Nachwuchshandballer machten sich mit dem Zug und der S-Bahn auf den Weg in die Hauptstadt der DDR, um den Bezirk Halle würdig zu vertreten. Die Unterkunft für das einwöchige Turnier erfolgte in Mannschaftszelten.

Im Finalturnier spielte dann Jeder gegen Jeden. Am Samstag, dem 16. Juli 1960, dem Finaltag, führten die Handballer aus Frankleben bereits vor dem letzten Spiel uneinholbar. Sie sorgten mit dem DDR-Meistertitel nicht nur für eine riesengroße Überraschung, es war auch ein Riesenerfolg für die BSG Stahl Frankleben. Zumal im gleichen Jahr die Männermannschaft in die DDR-Oberliga spielte.

Die Abschlussfeier und die Siegerehrung mit der Pokalübergabe fand im Rathaus von Köpenick statt. Am Tag darauf fuhr die Siegermannschaft zurück nach Frankleben, wo es einen Empfang und einen Umzug durch die Gemeinde gab.

Am 3. Juli trafen sich fünf der ehemaligen Aktiven im Friesen-Stadion in Frankleben zu einer Reportage des MDR-Fernsehens, um über ihr damaliges Husarenstück zu berichten. „Wir waren damals eine eingeschworene Truppe. Sieben Spieler waren in einer Klasse, zwei eine Klassenstufe darunter. Der Empfang in Frankleben, der Umzug durch die Gemeinde mit der Dorfkapelle und die Ehrung im Stadion waren für uns junge Spieler gigantisch und sehr ergreifend“, erinnern sich die heutigen Senioren. „Für uns war die Meisterschaft ein großer Ansporn, weil die Männer im gleichen Jahr in die DDR-Oberliga aufgestiegen waren. Ein Jahr später hat unsere Jugendmannschaft bei den Meisterschaften in Erfurt noch einmal einen hervorragenden 3. Platz errungen“, berichteten die fünf ehemaligen Handballer mit berechtigtem Stolz.

Das MDR-Fernsehen strahlt den Bericht voraussichtlich am 15. Juli, zwischen 19 bis 19.30 Uhr (Sachsen-Anhalt heute) aus. 

Der Trainer der A-Schüler-Mannschaft, Harry Kaßler, bekam mit dem DDR-Meistertitel das schönste Geburtstagsgeschenk. Am Finaltag in Berlin wurde Harry Kaßler, der am 16. Juli 1925 geboren wurde, 35 Jahre.  

Im August 2002 wurde die Sporthalle in Frankleben in die Harry-Kaßler-Sporthalle umbenannt. 
Das Franklebener Urgestein, dessen Herz für den Handballsport schlug, verstarb bereits  1997.

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