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Wochenspiegel > Merseburg > Illegale Abfallentsorgung ist ein Problem >
Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 20.08.2020 um 18:02:19

Illegale Abfallentsorgung ist ein Problem

Diese illegale Abfallablagerungen wurde in Zwintschöna an der Reideburger Straße entdeckt. Diese illegale Abfallablagerungen wurde in Zwintschöna an der Reideburger Straße entdeckt.
Foto: Umweltamt der Kreisverwaltung Saalekreis
Das Umweltamt des Saalekreises bittet um Hinweise aus der Bevölkerung zur Nachverfolgung  der Müllsünder: Illegal entsorgter Müll bleibt ein großes Problem und belastet die Umwelt und die Haushaltskassen gleichermaßen.

vom Umweltamt der Kreisverwaltung Saalekreis und Ralf Penske


Allein im vergangenen Jahr sind in Mitteldeutschland rund 500 Tonnen Sperrmüll illegal abgeladen worden. Dazu seien gut 2.000 Altreifen, 70 Autobatterien und weitere Abfälle gekommen - vom Grünschnitt bis zum Kühlschrank. Die Kosten für die Beseitigung belaufen sich im hohen sechsstelligen Bereich.

Auch der Landkreis Saalekreis unternimmt jedes Jahr große Anstrengungen, um die Hinterlassenschaften verantwortungsloser Bürger zu beseitigen. Illegale Abfallentsorgung ist kein Kavaliersdelikt. Aus kleineren Ablagerungen entwickeln sich erfahrungsgemäß schnell größere wilde Müllkippen.

Besonderer Schwerpunkt, weil auch extrem gefährlich, ist Asbestmüll. Mehr als 60 Tonnen illegal entsorgten Asbestmüll an fast 50 Fundstellen hat das Umweltamt des Landkreises Saalekreis allein im Verlauf vergangenen Jahres festgestellt und beräumt. Ein sprunghafter Anstieg, blickt man zurück auf 2018 (25 Tonnen) oder 2017 (zwölf Tonnen).

In den vergangenen Tagen wurde an mehreren Orten im Saalekreis wieder illegal abgelagerter Müll entdeckt. Da solche Ablagerungen ein immer wiederkehrendes, gravierendes Problem sind, bittet das Umweltamt des Saalekreises die Bevölkerung um Hinweise zur Nachverfolgung der Täter. 

Die Ablagerungen befinden sich:
- an der B 100 zwischen Landsberg und Spickendorf,
- in Angersdorf (Weststraße) am Rande des Gewerbegebietes,
- bei Frankleben an der L 178 zwischen Geiseltalsee und Runstedter See
- in Zwintschöna an der Reideburger Straße.

Allein in diesem Jahr wurden vom Umweltamt des Landkreises bereits mehr als 250 Stellen von „wildem Müll“ registriert und beräumt. Insbesondere die illegale Entsorgung von giftigen Substanzen, wie Asbest, kann langfristige Schäden für die umliegende Natur zur Folge haben. Die Kosten für die Beräumung und Entsorgung der illegalen Ablagerungen werden in der Regel auf die Müllgebühren umgelegt. Im Jahr 2019 sind im Saalekreis so beispielsweise Kosten in Höhe von 137.500 Euro entstanden.

Aufgrund von Hinweisen und Beweismitteln konnten zahlreiche Bußgeldverfahren gegen Verursacher illegaler Ablagerungen eingeleitet werden. Die Kosten für die Entsorgung belasten den Abfallgebührenhaushalt der Bürger des Saalekreises. Dabei ist die Entsorgung von Abfällen in der freien Natur vollkommen unnötig. Neben den regelmäßigen und flächendeckenden Sammlungen für Rest- und Bioabfall, Papier, Verpackungen, Baum- und Strauchschnitt sowie für Schadstoffe stehen auch zentrale Annahmestellen oder Sammeleinrichtungen für die ordnungsgemäße Entsorgung aller Abfallarten bereit. Den Sperrmüll kann einmal jährlich abholen  lassen oder jederzeit an den Wertstoffhöfen in Beuna, Oppin und Querfurt sowie an der Annahmestelle in Nauendorf (Wettin-Löbejün) abgeben werden. Die Sperrmüllentsorgung ist bis zu fünf Kubikmeter je Jahr kostenlos. 

Für alle Abfallarten bestehen Entsorgungsmöglichkeiten im Landkreis. In den meisten Fällen wäre die Entsorgung sogar kostenlos bzw. über die Grundgebühr als Teil der Abfallentsorgungsgebühren mit keiner zusätzlichen Kostenlast verbunden.

Sperrmüll, Elektroschrott sowie Baum- und Strauchschnitt werden durch die vom Landkreis beauftragte Entsorgungsgesellschaft Saalekreis mbH regelmäßig bzw. auf Abruf am Grundstück abgeholt. Schadstoffe werden einmal je Jahr an zentralen Punkten in jeder Ortschaft gesammelt. 
Zudem können diese Abfälle an den Wertstoffhöfen und Annahmestellen in Oppin, Querfurt, Merseburg/Beuna und Nauendorf/Merbitz (nur Sperrmüll, Baum- und Strauchschnitt) abgegeben werden. Für andere Abfälle wie Bauschutt oder Baustellenabfälle werden mit der Abgabe zwar Gebühren fällig. Diese Gebühren liegen jedoch auf einem sehr niedrigen Niveau. 

„Das Einsammeln der illegal abgelagerten Abfälle erfolgt mühsam durch Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Sie werden dabei von den Gemeinden unterstützt. An dieser Stelle soll den Mitarbeitern der gemeindlichen Bauhofe ausdrücklich gedankt werden. Weiterhin erfährt der Landkreis Hilfe bei der Flurbereinigung durch eine Maßnahme mit vier Arbeitskräften, die bei der Arbeitsförderungs- und Sanierungsgesellschaft mbH  angesiedelt ist. Jeder kann durch sein umsichtiges Verhalten dazu beitragen, unsere Natur sauber zu halten“, so der Hinweis aus dem Umweltamt der Kreisverwaltung.

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