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Saskia Hotek Saskia Hotek
aktualisiert am 27.08.2020 um 11:55:32

Entlang der Saale - Die neue Serie des Wochenspiegels

Malerische Landschaften entlang der Saale Malerische Landschaften entlang der Saale
Foto: Kerstin Eschke
Der Saaleradweg führt über 400 Kilometer von der Quelle bis zur Mündung des Flusses.

Von Susanne Haslbeck, Margit Herrmann, Ralf Penske und Saskia Hotek


Vom Fichtelgebirge bis in die Elbniederungen am Rande der Magdeburger Börde durchquert die Saale − und natürlich auch der nach ihr benannte Radweg − eine vielfältige Landschaft. Nirgendwo sonst thronen so viele Schlösser, Burgen und Ruinen auf den Hängen und Hügeln wie entlang der Saale.

Durch drei Bundesländer
Der Saaleradweg begleitet die Saale von ihrer Quelle durch die Bundesländer Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt bis zur Mündung und ist dabei etwas über 400 Kilometer lang. Allein 115 Kilometer davon verläuft der Radweg durch den Saalekreis und den Burgenlandkreis.

Bergige Landschaften am Oberlauf des Flusses mit vielen zu bewältigenden Steigungen machen den Saaleradweg zu einem der schönsten Flussradwege Deutschlands. Ab Saalfeld wird die Strecke flacher und bleibt bis auf kleine Ausnahmen bis zum Ende an der Elbe so. Dank der einheitlichen Beschilderung und der verbesserten Wegequalität bietet der Saaleradweg für alle Radfahrer ein pures Radfahrvergnügen.

Highlights entlang des Radwegs
Die Städte Hof, Saalfeld, Rudolstadt, Jena, Naumburg, Weißenfels, Merseburg, Halle und Bernburg laden zum Verweilen und zum Besichtigen ihrer Sehenswürdigkeiten ein. Viele fahrradfreundliche Beherbergungsbetriebe sorgen für Entspannung und kulinarische Genüsse nach den geradelten Kilometern. 

Bei Naumburg nimmt die Saale im „Blütengrund“ die Unstrut auf. Hier befindet sich auch der wohl bekannteste Naturpark entlang des Flusses: das Saale-Unstrut-Triasland. 

Weiter geht es über Bad Dürrenberg und Merseburg nach Halle. Halle ist dabei die bedeutendste und größte Stadt entlang der Saale. Hier findet sich auch die Saale-Elster-Aue mit ihren Inseln und felsigem Ufer. In dieser Aue, welche ein mehr als 900 Hektar großes Naturschutzgebiet ist, finden Sie eines der größten Brutgebiete des Graureihers in Europa.

„Die Saale ist einer der ursprünglichsten Flüsse in Ostdeutschland. Hier können Sie Biber beobachten und Eisvögel entdecken, während Sie sich an Muschelkalkhängen und Weinbergen vorbeitreiben lassen. Streckenweise erscheint der Fluss wie eine Mangrovenlandschaft und lässt Sie den Alltag vergessen. Gehen Sie auf und an der Saale auf Entdeckungsreise – es lohnt sich!“, erklärt  Irene Schmidt, Leiterin Marketing und stellvertretende Geschäftsführerin des Thüringer Tourismusverbands Jena-Saale-Holzland e. V.. 

Welche Vorzüge speziell der Saaleradweg hat,  weiß  Nina Schattling. Sie ist seit dem 1. März dieses Jahres Radwegekoordinatorin für den Landkreis Saalekreis. Die 31-jährige Mutter eines zweijährigen Sohnes ist selbst passionierte Radfahrerin. In ihrer Funktion ist sie Ansprechpartnerin für alle Rad- und Wanderwege im Saalekreis. 

Ideale Streckenbedingungen
„Der Saaleradweg mit seinen 403 Kilometern ist Natur, Kultur und Genuss pur. Das belegen auch Zahlen: In Bernburg-Gröna wurden 2019 ca. 70 000 Radfahrer gezählt, in Naumburg-Henne liegen die Zahlen bei ca. 95 000 Radfahrern. Im Burgenlandkreis und im Saalekreis ist der Saaleradweg auf den 115 Gesamtkilometern durchgehend gut ausgebaut. Der Saaleradweg ist asphaltiert, geschottert und kurze Abschnitte sind gepflastert. Natürlich gibt es Stellen, die verbesserungswürdig sind“, berichtet sie. 

Die Ausschilderung mit den Wegezeichen ist überall vorhanden. Zukünftig könnten an den vorhandenen Rastplätzen Hinweistafeln mit kurzen Erläuterungen zu historischen Sehenswürdigkeiten das Ganze optimieren. Eine Broschüre „Erlebnis Saaleradweg“ gibt es in allen Tourist-Informationen. 

Zusammenarbeit mit Kommunen
Im Saalekreis soll demnächst ein Radwegekonzept erstellt werden. „Wir haben die Bestands- und Bedarfsanalyse erstellt und die Prioritäten der Maßnahmen festgelegt. Besonders nützlich war, dass die Kommunen in die Entscheidungsprozesse einbezogen wurden“, berichtet sie. „Natürlich habe ich den Saaleradweg im Saalekreis komplett abgefahren“, sagt Nina Schattling. 

Dabei ist sie nicht nur  von den Baudenkmälern und Naturschönheiten begeistert. Ihr liegt noch etwas ganz anderes am Herzen. „Radtouristen sollten auch einmal einen Abstecher wagen. Viele andere Radwege kreuzen den Saaleradweg mit weiteren touristischen Höhepunkten wie dem Geiseltalsee. Oder man lässt den Tag einfach in einer Straußwirtschaft in den Höhnstedter Weinbergen ausklingen“, gibt die Radwegekoordinatorin einen abschließenden Tipp.

Alternative zum Fahrrad
Wer nicht die ganze Strecke entlang der Saale mit dem Fahrrad zurücklegen will, kann bequem auf den Zug umsteigen. „Für Ausflüge in das Saaletal sind unsere Züge wie gemacht“, sagt Matthias Neumann, Pressesprecher von Abellio Mitteldeutschland. 

Mit bis zu drei Fahrradabteilen und einem Lounge-Bereich im vorderen Teil des klimatisierten Zuges können Familien mit Kindern oder kleinere Ausflugsgruppen mühelos ein paar Etappen der Saale-Tour auf den Gleisen absolvieren. Die Fahrrad-Mitnahme ist in Sachsen-Anhalt kostenlos. Matthias Neumann weist darauf hin, dass aber nur eine begrenzte Anzahl an Fahrrädern Platz hat. Menschen im Rollstuhl oder mit Kinderwagen würden zudem bei der Mitnahme im Zug bevorzugt werden. 

Günstige Gruppentickets
Wer als Gruppe mit der Bahn unterwegs ist, kann mit den Länder-Tickets günstig reisen. Das Sachsen-Anhalt-Ticket beispielsweise gilt für bis zu fünf Personen. Damit können Reisende an einem Tag beliebig oft mit allen Nahverkehrszügen in Sachsen-Anhalt fahren. Mit einem Regionalexpress, der anders als die Regionalbahn nur an ausgewählten Haltestellen hält, kommen Hallenser noch schneller nach Merseburg, Weißenfels und Naumburg und können dort ihren Saale-Ausflug beginnen oder fortsetzen. 

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, die Saale mit dem Fahrrad zu erkunden, können Sie unsere Serie „Entlang der Saale“ als Planungshilfe für den nächsten Trip sehen. In den kommenden vier Ausgaben des Wochenspiegels möchten wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, dazu einladen, Ihre Heimat direkt vor der „Haustür“ zu entdecken. Wir stellen vier kurze Etappen mit regionalen Tipps vor: „Naumburg/Bad Kösen“, „Weißenfels“, „Bad Dürrenberg, Leuna und Merseburg“ sowie „Halle und nördlicher Saalekreis“. 

Los geht es nächsten Mittwoch (2. September) im Burgenlandkreis. Viel Spaß an der Saale!

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