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Wochenspiegel > Merseburg > Ein Zusatzschild für einen Heiligen des Mittelalters >
Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 04.09.2020 um 11:12:10

Ein Zusatzschild für einen Heiligen des Mittelalters

Dr. Verena Späthe bringt das Zusatzschild am Straßenschild Gotthardstraße an. Dr. Verena Späthe bringt das Zusatzschild am Straßenschild Gotthardstraße an.
Foto: Ralf Penske Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
A-ha-Effekt am Straßeneck in der Gotthardstraße. Merseburger Altstadtverein leistet Aufklärung durch erklärende Zusatzschilder für Straßennamen.

Von Angela Biemann und Ralf Penske


Am Mittwoch wurde an der Ecke Gotthardstraße/Wagnerstraße in Merseburg ein weiteres Zusatzschild am Straßenschild „Gotthardstraße“ angebracht.

Es ist das inzwischen 42. Zusatzschild im Rahmen des Projektes „Aha-Effekt am Straßeneck“. Die Aktion begann im Juni 2013 mit der Anbringung des Zusatzschilds in der König-Heinrich-Straße. Ziel des Merseburger Altstadtvereins war und ist es, die Heimatverbundenheit zu fördern und ausgewählte Straßenschilder mit Zusatzinformationen zu bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt zu versehen.

Am vergangenen Mittwoch brachte Dr. Verena Späthe (MdL/SPD), das Zusatzschild selbst an. „Ich bin sehr stolz und es ist eine große Ehre für mich, dass ich das Zusatzschild für die Gotthardstraße bekommen habe“, sagte die „Schilderpatin“. „Es ist die belebteste Straße von Merseburg. Ich erinnere mich noch ganz genau an den ersten Stadtratsbeschluss, den ich 1990 mitgetragen habe, dass der Abriss in der Gotthardstraße gestoppt wurde“, betonte sie. 

Stadtführerin und Mitglied des Merseburger Altstadtvereins, Angela Biemann, machte einige Ausführungen, wie die Gotthardstraße zu ihren Namen kam. Sie erinnerte an den verheerendsten Stadtbrand in der Geschichte von Merseburg am 25. Juni 1387. In Folge des Stadtbrandes wurde die Gotthardstraße in dem Jahr erstmals erwähnt, war aber mündlich schon lange ein Begriff. Bereits im 12. Jahrhundert gab es am westlichen Ausgang von Merseburg eine Kapelle, die zu Ehren des heiligen Godehard erbaut wurde.

Aber auch das Stadttor, der davor liegende Teich und das 1503 neben der Kapelle auf Betreiben Bischofs Thilo von Trotha entstandene kleine Kloster wurden nach Godehard benannt. 1927 wurde auf Beschluss des Magistrats die Schreibweise vereinfacht – aus dem „dt“ wurde ein „d“.

Es herrschte immer reger Verkehr in der Gotthardstraße. 1940 zählte man noch 47 Geschäfte. Bis zur politischen Wende war die Straße durch Abriss und Verfall gekennzeichnet. Danach dauerte es noch einmal zehn Jahre bis die innerstädtischen Brachflächen neu bebaut wurden.

Wer war Godehard?
Godehard war ab 1022 Bischof von Hildesheim und zählte zu den herausragenden Männern um Kaiser Heinrich II. Er gehörte zu den bedeutendsten Heiligen des Mittelalters. Godehard wurde 960 in Niederbayern geboren, besuchte die Klosterschule Nieder-Altaich und legte dort das Gelübde als Benediktinermönch ab.
Er starb 1018 und wurde auf dem Konzil vom Reims 1131 heilig gesprochen.

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