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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 09.09.2020 um 12:17:56

Theater muss wieder auf der Bühne stattfinden

Die Sanierung des Goethe-Theaters erfolgt auch mit Mitteln aus dem EFRE-Kulturerbeprogramm. Die Sanierung des Goethe-Theaters erfolgt auch mit Mitteln aus dem EFRE-Kulturerbeprogramm.
Foto: Ralf Penske Galerie (1 Bild)
Gestaltung des Theater-Innenraumes geht in die Endphase. Große Resonanz bei Sitzplatz-Patenschaften.
Festival der deutschen Sprache wirft seinen Schatten voraus.

von Ralf Penske


Die Corona-Pandemie hat in den zurückliegenden Monaten den Kulturschaffenden schwer zu schaffen gemacht. Auch dem Goethe-Theater in Bad Lauchstädt erging es nicht anders. Jetzt dürfen mit Genehmigung des Gesundheitsamtes des Saalekreises im Goethe-Theater und dem Kursaal wieder Veranstaltungen stattfinden, wenn auch mit begrenzter Kapazität.

„Wir freuen uns und danken zugleich unseren Förderern und Sponsoren, die uns in den zurückliegenden Monaten wirtschaftlich sprichwörtlich über Wasser gehalten haben“, sagte René Schmidt, Geschäftsführer der Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH am 28. August während eines Pressegesprächs. 

Thematisch ging es um die Restaurierung der Innenräume des Goethe-Theaters, die Vorstellung des Projektes „Sitzplatzpaten gesucht“, verbunden mit der Präsentation der ersten vollständig restaurierten Theaterbank, und die Programmvorstellung für das Festspiel der Deutschen Sprache.

Die 1802 eröffnete Spielstätte war wohl Goethes Lieblingstheater; er plante es, trug einen Teil der Baukosten und inszenierte dort viele Stücke seines Freundes Schiller.

Gleiches empfindet auch Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger, der zum Pressegespräch nach Bad Lauchstädt gekommen war. „Wer einmal sein Herz an das Goethe-Theater verschenkt hat, hat es für immer gemacht“, sagte er. 

Das Land Sachsen-Anhalt spielt bei der Sanierung eine tragende Rolle. Das Goethe-Theater ist seit 1994 Teil der gemeinnützigen Historische Kuranlagen und Goethe-Theater Bad Lauchstädt GmbH, deren Gesellschafter das Land Sachsen-Anhalt ist. Seit 1991 sind rund 50 Millionen Euro in die Einrichtung geflossen. Für die derzeit laufenden Arbeiten der Restaurierung der Innenräume sind 2,45 Millionen Euro veranschlagt. 

„Der Innenputz ist zu 75 Prozent fertiggestellt. Die Baufunduntersuchungen sind abgeschlossen und ausgewertet. Wir haben Farbschichten bis ins Jahr 1802 freigelegt. Die denkmalgerechte Genehmigung zur Gestaltung der Innenräume wird zeitnah erteilt“, berichtete René Schmidt.

Zwei Wandgemälde von Karl Völker, die einzigen in einem Profanbau, wurden ebenfalls freigelegt und werden denkmalgerecht restauriert. Eine besondere Herausforderung ist farbliche Sanierung der 1907 errichteten Deckenbespannung aus Jutestoff.   

Angelika Klinz, Vorsitzende des Freundeskreises Goethe-Theater e.V., stellte das Projekt „Sitzplatzpaten gesucht“ vor. Für 371 Sitzplätze im Goethe-Theater werden Sitzplatzpaten gesucht. „Mit einer Spende von 250 Euro kann jeweils ein Holzsitzplatz restauriert und mit neuem Stoff bespannt werden. Die Resonanz war gewaltig. Nach einem Monat hatten sich 113 Paten gemeldet. Derzeit gibt es 278 Patenschaften (Stand 31. Juli), die einen Erlös von 69.500 Euro einbrachten“, sagte Angelika Klinz. Bis zum Jahresende sollen alle Plätze vergeben sein.

Danach gab Prof. Edda Moser, künstlerische Leiterin des Festivals der deutschen Sprache, einen Überblick auf die im Oktober stattfindende Festwoche. Das Festival der deutschen Sprache findet vom 10. bis 18. Oktober in Bad Lauchstädt statt und hat sich zu einer Kulturmarke des Landes herauskristallisiert.

„Die deutsche Sprache ist ein kostbares Gut, welches verteidigt und gepflegt werden muss. Die Sprache lebt und wir müssen sie am Leben halten“, betonte Prof. Edda Moser und beklagte sogleich, dass im Alltag sehr schlecht gesprochen wird.

Auch wenn wegen der Hygienebestimmungen die Auslastung nur bei 33 Prozent liegt, soll das Programm erweitert werden. „Das Festival ist ein Schaufenster unserer Theaterkultur“, sagte René Schmidt abschließend.  

Sowohl die denkmalpflegerische Sanierung als auch die Durchführung der Theaterkunst ist nur durch ein umfangreiches Sponsoring möglich. Renè Schmidt dankte Dr. Sebastian Giesen, Geschäftsführer der Hermann-Reemtsma-Stiftung, und Dr. Jürgen Fox, Vorstandsvorsitzender der Saalesparkasse, für die jahrelange Unterstützung.  

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