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Jana Keller Jana Keller
aktualisiert am 06.11.2020 um 10:55:17

Der Strukturwandel in der Region

Der Weinberg Campus Nordwest. Im Rahmen des Strukturwandels soll unter anderem dieser Forschungs- und Gründungsstandort in Halle weiter ausgebaut werden.  Der Weinberg Campus Nordwest. Im Rahmen des Strukturwandels soll unter anderem dieser Forschungs- und Gründungsstandort in Halle weiter ausgebaut werden.
Foto: Uni Halle / Maike Glöckner
Halle & Saalekreis (Jana Keller). Der Gesetzgebungsprozess zum Kohleausstieg und der damit verbundene Strukturwandel schreiten voran. Am 3. Juli 2020 wurde das Kohleausstiegsgesetz von Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Daran gekoppelt ist auch das „Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen“. Es bietet Strukturhilfen für betroffene Braunkohleregionen, darunter das Mitteldeutsche Revier. Die Mittel dafür kommen aus drei Fördertöpfen: dem Kommunalinvestprogramm, dem Bundesprogramm und dem STARK-Programm. 

Gemeinsame Projekte

Die Stadt Halle und der Landkreis Saalekreis arbeiten zusammen, um den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu bewältigen. Bis Ende 2038 soll das Vorhaben geschafft sein. Gemeinsame Projekte stehen im Mittelpunkt, für die nun Fördermittel beantragt werden können − gefördert werden nur die, die Arbeitsplätze schaffen, den Wirtschaftsstandort attraktiver machen und  Nachhaltigkeitsziele erreichen. Bei einer Arbeitsberatung des Ausschusses für Wirtschaft, Wissenschaft, Stadtentwicklung und Digitalisierung der Stadt und des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Bau und Regionalentwicklung des Saalekreises am 27. Oktober wurden fünf sogenannte „Leuchtturmprojekte“ den Mitgliedern der Kohlekommission vorgestellt − aufgrund der Corona-Pandemie per Videokonferenz. 

Entscheidung über die Umsetzung

Vorsitzende der Kommission sind Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand und Hartmut Handschak, Landrat des Saale-kreises. Die Projekte sollen  in Kürze dem Stadtrat Halle und dem Kreistag Saalekreis zur Entscheidung über die prioritäre Umsetzung vorgelegt werden. Das erste beschriebene Projekt behandelt den Ausbau des Forschungs- und Gründungsstandorts Weinberg Campus. Dort sollen ein Business ...  Development Center sowie ein MINT-Schul-Campus entstehen. Ein zweites Projekt betrifft die Entwicklung des RAW-Geländes in Halle. Auf dem 26 Hektar großen Areal soll ein Stadtquartier aus Wohnen, Arbeiten, Gründen und Forschen entwickelt werden, um die Industriefläche wieder aufleben zu lassen. Auch der Bau eines Star Parks II als Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Landkreis ist im Gespräch. Dort sollen zukunftsfähige Arbeitsplätze in den Branchen Logistik, Automotiv, Lebensmittel und Maschinenbau geschaffen werden.

Leuna und Merseburg

Ein weiteres Projekt umfasst den Ausbau des Bioeconomy-Hubs des Chemieparks Leuna mit dem Ziel des Technologietransfers. Die Grundlagenforschung der Martin-Luther-Universität sowie des Technologieparks Weinberg Campus und die Anwendungsforschung sowie Produktion am Standort Leuna sollen verbunden werden. Der Bau eines regionalen Digitalisierungs- und Anwendungszentrums in Merseburg ist das fünfte Projekt. Es soll der Grundlagenforschung dienen und ein 3D-Druckzentrum beinhalten. 

Halle und der Saalekreis hätten schnell auf die Chancen des Strukturwandels reagiert und früh den Projektentwicklungsprozess eingeleitet, so das Fazit der Präsentation. Insgesamt könnten mit den Leuchtturmprojekten knapp 7 000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Im November beginnt die Beratung über die Projekte in Ausschüssen sowie in Stadtratsgremien.

Positive Resonanz 

Bei den Mitgliedern der Kohlekommission wurden die Projekte positiv aufgenommen. Begrüßt wurde vor allem, dass Stadt und Landkreis in den Vorhaben zum Strukturwandel so eng zusammenarbeiten. Lutz Däumler von der PVG Burgenlandkreis mbH merkte jedoch an, man solle  bei der Planung jeglicher neuer Gewerbegebiete im Voraus an die Anbindung des öffentlichen Personennahverkehrs denken − bei manchen älteren Arealen würden beispielsweise sogar die Gehwege fehlen. Zudem kam die Frage auf, wie sich die 7 000 anvisierten neuen Arbeitsplätze auf die Leuchtturmprojekte verteilen würden. Eine weitere Beratung zu den einzelnen Punkten sei in Zukunft jederzeit möglich, so Oberbürgermeister Wiegand und Landrat Handschak. Weitere regelmäßige Treffen zum Thema begrüßten die beiden. 

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