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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 27.08.2013 um 14:11:16

Im Gespräch mit...

Direktkandidatin Norbert Jung (re.) im Gespräch mit Petra Grune und Klaus Treuter. Direktkandidatin Norbert Jung (re.) im Gespräch mit Petra Grune und Klaus Treuter.
Foto: R. Penske
Der Wochenspiegel Merseburg-Querfurt und „Merseburg Report“ stellen die Direktkandidaten des Wahlbezirks 74 zur Bundestagswahl am 22. September dieses Jahres vor.

Merseburg (WS). In der heutigen Ausgabe kommt Norbert Jung, Direktkandidatin für Bündnis 90/Die Grünen, zu Wort.

Seit welchem Zeitpunkt haben Sie sich politisch interessiert?
Norbert Jung
: „Das war in den 1980er Jahren. Damals fand ein Paradigmenwechsel (Wechsel der Lebenseinstellung, etwa grundlegende Werte betreffend. Die Red.) statt. Es war schon faszinierend, als zum Beispiel Joschka Fischer in Hessen als erster ‚grüner‘ Minister vereidigt wurde - und das in Turnschuhen. Für stand damals die Frage Bundeswehr oder Zivildienst. Parteipolitik stand noch nicht auf dem Programm.“

Mit Anfang 20 waren Sie für ein Jahr Parteimitglied
Norbert Jung
: „Während meines Studiums in Hamburg war ich für ein Jahr bei den Grünen. Während der endlosen Debatten im Ortsverein hatte ich nie das Gefühl, etwas gestalten zu können. Und so war das Ganze nach einem Jahr Geschichte.“

Sie haben sich beruflich viel im Ausland aufgehalten. Wie kamen Sie überhaupt in diese Branche?
Norbert Jung: „Schon mein Urgroßvater hatte einen Holzhandel betrieben. Ich bin praktisch auf dem Holzplatz aufgewachsen. Nach der Tischlerlehre habe ich während meines Holzwirtschaft-Studiums in Hamburg in verschiedenen Praktika berufliche Erfahrungen in Afrika und Südamerika gesammelt.“

Was nimmt man von solchen Auslands-Aufenthalten mit?
Norbert Jung:
„Das ist eine ganze Menge. Zunächst einmal den Respekt vor anderen Kulturen. Man bekommt einen differenzierteren Blick auf das, was in Deutschland passiert. Ich habe vor allem gespürt, wie groß die soziale Sicherheit in Deutschland ist. Außerdem lernt man Bescheidenheit, verbessert sein Sprachkenntnisse und bekommt eine gewisse Leichtigkeit, mit dem Leben umzugehen.“

Sie haben auch drei Jahre in Spanien gearbeitet.
Norbert Jung:
„2006 bin ich nach Andalusien gegangen und habe in einer Fensterfirma gearbeitet. Nach dem Platzen der Immobilienblase im Jahr 2008 standen die Mitarbeiter von einem Tag auf den anderen auf der Straße. Für mich hieß das, zurück nach Deutschland.“

Wie kommt ein Hesse nach Sangerhausen?
Norbert Jung
: „Die Jobsuche führte mich nach Sangerhausen. Hier wurde ich auch wieder politisch aktiv. 2011 bin ich abermals den Grünen beigetreten. Unser Kreisverband hat etwa 20 Mitglieder. Die Arbeit ist dadurch intensiv und nicht anonym. Alle sind begeistert bei der Sache.“

Warum solle die Wähler am 22. September Norbert Jung wählen?
Norbert Jung
: „Weil unsere Ziele klar , konkret und machbar sind. Zu meinen  und unseren Schlüsselthemen zählen Mitbestimmung, Transparenz, Verbraucherinformation, die Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs, die Stärkung der Kommunen durch gerechte Steuerpolitik, die Einführung einer Kindergrundsicherung und die Erhöhung des ALG II-Satzes.
Natürlich besetzen die Grünen auch ihre ureigensten Themen wie erneuerbare Energie, Kampf gegen Rechtsextremismus und Kampf gegen Massentierhaltung. Außerdem soll das Ehrenamt gestärkt werden - auch finanziell. Unsere Partei lässt nicht offen, wie die Wege dorthin begangen werden müssen.“

Was macht Norbert Jung in seiner Freizeit?
Norbert Jung:
„Ich bin ein passionierter Fahrradfahrer. Ich habe selten ein Auto besessen, es wird ja auch immer teurer, Auto zu fahren. Ein Baustein bei der Schaffung lebenswerter Kommunen ist eine Stärkung des Radverkehrs durch bessere Radwege.“

Zur Person:
Norbert Jung Jung wurde am 9. Juli 1964 in Gießen geboren und wuchs in Wetzlar auf. Mit Anfang 20 ging er nach dem Zivildienst, einer Tischlerlehre und ersten Schritten als Geselle nach Hamburg zum Studium der Holzwirtschaft. Studium ergänzend arbeitete er jeweils halbjährig 1993/94 in Ghana, 1995/96 in Ecuador. Nach Abschluss des Studiums folgten Stationen im internationalen Sperrholzhandel und im Holzfenster- und Fassadenbau, zunächst angestellt, dann selbständig. Anfang 2006 ergriff er die sich bietende Möglichkeit, als Tischler in Andalusien zu arbeiten, wo er bis Ende 2008 lebte. Nach einem Jahr als Arbeitssuchender und 1-Euro-Jobber kam er im März 2010 nach Sangerhausen um eine Anstellung, wieder im Holzfensterbau, anzunehmen. Seit 2012 ist er stellvertretender Kreisvorsitzender der Kreisgrünen in Mansfeld-Südharz. Jung ist Mitglied in der Kantorei Sangerhausen und im ADFC.


Das ganze Interview können Sie im Offenen Kanal Merseburg-Querfurt sehen. Die Sendezeit ist morgen (29. August) um 18 Uhr. 

Auch im Internet unter www.okmq.de oder ab Freitag, dem 30. August, unter www.wochenspiegel-web.de, Lo-kalausgabe Merseburg, kann der Beitrag gesehen werden.

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