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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 27.08.2013 um 14:25:24

Für fast 236 000 Schülerinnen und Schüler beginnt wieder die Schule

Mit dem Schuljahresbeginn starten die ersten 13 Gemeinschaftsschulen in Sachsen-Anhalt Mit dem Schuljahresbeginn starten die ersten 13 Gemeinschaftsschulen in Sachsen-Anhalt
Foto: djd
Merseburg (WS). Für insgesamt 235 600 Schülerinnen und Schüler an den öffentlichen allgemein
bildenden Schulen und berufsbildenden Schulen sowie den Ersatzschulen
beginnt am 29. August das neue Schuljahr in Sachsen-Anhalt. Davon lernen ca.
183 160 an den allgemein bildenden Schulen, ca. 52 400 an berufsbildenden
Schulen. Insgesamt 17 488 Schülerinnen und Schüler werden am kommenden
Montag ihren ersten Schultag erleben. Das sind rund 500 ABC-Schützen mehr
als im vergangenen Schuljahr 2012/2013.
Start für 13 Gemeinschaftsschulen

Insgesamt 13 Schulen in Sachsen-Anhalt werden zum Schuljahr 2013/2014 den
Betrieb als Gemeinschaftsschule aufnehmen. „Die Anzahl der Starterschulen
zeigt uns, dass wir mit der Einführung der Gemeinschaftsschule einen richtigen
Weg eingeschlagen haben. Diese Schule ist vor Ort gewollt. Damit wird der
Bedarf nach einer Schulform deutlich, die für das längere gemeinsame Lernen
steht“, erklärte Kultusminister Stephan Dorgerloh anlässlich der
Schuljahrespressekonferenz am 26. August in Magdeburg. Auch für das
Schuljahr 2014/15 gibt es bereits zahlreiche Interessenten. Derzeit liegen dem
Landesschulamt 15 Absichtserklärungen vor. Die Entscheidung über eine
mögliche Umwandlung treffen die Gesamtkonferenzen sowie die Schulträger,
wenn ein entsprechendes Konzept vorliegt. Die Umwandlung erfolgt auf
freiwilliger Basis.

Mit dem Beschluss des sachsen-anhaltischen Landtages zur Änderung des
Schulgesetzes am 15. November 2012 wurde die Gemeinschaftsschule als neue
Schulform gesetzlich verankert.

Schulen mit inklusivem Schulprofil

Neu sind ab dem kommenden Schuljahr auch die „Schulen mit inklusivem
Schulprofil“. Zum Schuljahresbeginn wird insgesamt 24 öffentlichen
allgemeinbildenden Schulen, davon 18 Grundschulen und sechs
Sekundarschulen, dieses Zertifikat verliehen. Diese Schulen bekommen aufgrund
ihres besonderen inklusiven Profils dauerhaft sonderpädagogische Lehrkräfte
zugewiesen, die Teil des regulären Lehrerteams sind. Damit werden erste
Ergebnisse des mit vielen Akteuren erarbeiteten Inklusionskonzeptes umgesetzt.
Im vergangenen Schuljahr besuchten 3 711 Schülerinnen und Schüler mit
sonderpädagogischem Förderbedarf den gemeinsamen Unterricht. Zum
Schuljahr 2013/14 wird sich die Schülerzahl im gemeinsamen Unterricht nach
ersten vorliegenden Daten auf 4 089 erhöhen. Das entspricht einer
Inklusionsquote von 27 Prozent. „Damit gehen wir den eingeschlagenen Weg der
Erhöhung der Inklusionsquote mit Augenmaß weiter.“ Den Schulen werden zur
Unterstützung des gemeinsamen Unterrichts Lehrkräfte mit sonderpädagogischer
Kompetenz zur Seite gestellt. Auch werden weiterhin verstärkt Fortbildungen in
diesem Themenschwerpunkt angeboten.

Die Zahl der Schülerinnen und Schüler an Förderschulen ist gesunken. Im
Schuljahr 2012/13 lernten 11 268 Schülerinnen und Schüler an öffentlichen
Förderschulen, im Schuljahr 2013/14 werden es nach ersten Erhebungen 10 814
sein.

Zahl der Ganztagsschulen steigt weiter

Auch der Ausbau der Ganztagsschulen geht im neuen Schuljahr vor allem im
Bereich der weiterführenden Schulen weiter voran. Entsprechend der
Schwerpunktsetzung im Sekundarbereich wurden bisher 43,3 Prozent der
öffentlichen Sekundarschulen und 29,9 Prozent der öffentlichen Gymnasien als
Ganztagsschulen genehmigt. Außerdem werden die fünf Gesamtschulen im Land
als Ganztagsschulen geführt. Zum Schuljahr 2013/2014 werden sieben weitere
Ganztagsschulen genehmigt. Damit erhöht sich die Anzahl der gemäß
Schulgesetz genehmigten Ganztagsschulen auf insgesamt 101. Außerdem bietet
das Land Sachsen-Anhalt allen Schülerinnen und Schüler der Primarstufe durch
die Grundschule mit verlässlichen Öffnungszeiten und den gesetzlich fixierten
Anspruch auf einen Hortplatz ein anspruchsvolles ganztägiges Bildungs-und
Betreuungsangebot. Dieses Angebot geht über das einer Ganztagsschule hinaus
und ist in der Bundesrepublik durchaus beispielgebend.

„Wenn fast die Hälfte aller Sekundarschulen, ein Drittel der Gymnasien und alle
Gesamtschulen ein pädagogisches Konzept erarbeitet und zur Genehmigung
eingereicht haben, um das Angebot für ihre Schülerinnen und Schüler zu einem
Ganztagsangebot zu erweitern, dann ist das eine positive Entwicklung“, so der
Kultusminister.

Im Haushaltsplan wurde festgelegt, dass für die Weiterentwicklung von
Ganztagsangeboten in den kommenden Haushaltsjahren zusätzliche Mittel zur
Verfügung gestellt werden.

Kampf gegen Schulversagen bleibt zentrales Anliegen

Ein zentrales Anliegen bleibt auch im neuen Schuljahr der Kampf gegen das
Schulversagen.
Dazu wurde das Programm „Schulerfolg sichern“ mit EU-Mitteln aus dem ESF-
Förderbereich konzipiert, in dem viele Schulsozialarbeiter erfolgreich arbeiten
und das auch in den kommenden Jahren lückenlos fortgeführt werden soll. Mit
Hilfe dieses Programms, insbesondere der Schulsozialarbeit, ist es gelungen, die
Quote der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschul-oder Realschulabschluss
an den Programmschulen von 12 Prozent im Schuljahr 2004/2005 auf 5,6
Prozent im Schuljahr 2012/2013 zu senken.

Sehr erfolgreich startete in den Winterferien 2013 das Projekt „Camp+ Durchstarten
zum Schulerfolg“ mit 61 versetzungsgefährdeten Schülerinnen und
Schülern. Von ihnen haben 82 Prozent die Versetzung geschafft. Im Winter 2014
sollen erstmals zwei Lerncamps stattfinden und 120 versetzungsgefährdete
Schülerinnen und Schülern helfen, den Sprung in die nächste Klasse zu
schaffen.

Insgesamt sank an den Sekundarschulen die Zahl der Jahrgangswiederholer von
6,5 Prozent im Schuljahr 2006/2007 auf 4,5 Prozent im Schuljahr 2012/2013, an
Gymnasien im selben Zeitraum von 3,1 Prozent auf 1,7 Prozent.

Unterrichtsversorgung ist insgesamt gesichert

Die Unterrichtsversorgung ist nach gegenwärtigem Stand im Schuljahr 2013/14
insgesamt gesichert. „Wir konnten für das kommende Schuljahr insgesamt 340
Lehrerstellen neu ausschreiben. Das ist erfreulich, liegt diese Zahl doch deutlich
über unseren Einstellungsmöglichkeiten der vergangenen Jahre“, so der
Kultusminister. Trotzdem stehe man auch zukünftig vor der Herausforderung, mit
knappen Ressourcen gute Schule zu organisieren.

Die Unterrichtsversorgung beträgt im Durchschnitt an fast allen Schulformen über
102 Prozent. „Derzeit finden Dienstberatungen an den Schulen gemeinsam mit
dem Landesschulamt statt, in denen einzelne Fehlstunden an wenigen Schulen
ausgeglichen werden sollen. Dies ist notwendig, da kurzfristig während der
Ferien Lehrkräfte erkrankten oder Bewerber für ausgeschriebene Lehrerstellen
unmittelbar vor Schuljahresbeginn abgesagt haben bzw. für einige wenige Stellen
keine Bewerbungen eingegangen sind“, erklärte Dorgerloh.
Insgesamt wird die Zahl der Lehrkräfte im Landesdienst im kommenden
Schuljahr bei 15 790 liegen, das sind etwa 170 weniger als im Vorjahr. Von den

1 790 Lehrkräften, die Altersteilzeit vereinbart haben, befinden sich rund 935 in
der Freistellungsphase. Somit stehen für den Unterricht etwa 14 855 Lehrkräfte
zur Verfügung.

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