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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 27.09.2013 um 10:04:59

Ein Haus voller Geschichte

Das Ständehaus wurde von 1892 bis 1895 erbaut, 1991 geschlossen und nach 5-jähriger Sanierung am 3. Oktober 2003 seiner Bestimmung als Kongress- und Kultur-Zentrum übergeben. 
Das Ständehaus wurde von 1892 bis 1895 erbaut, 1991 geschlossen und nach 5-jähriger Sanierung am 3. Oktober 2003 seiner Bestimmung als Kongress- und Kultur-Zentrum übergeben.
Foto: R. Penske Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Merseburg (WS). In der Zeit von 14 bis 18 Uhr werden kostenfreie Führungen durch das Haus, Turmbesteigungen mit einem Rundum-Blick auf die Dom- und Hochschulstadt sowie Unterhaltsames in allen Räumen angeboten.

Auch die Räume des Standesamtes, der Königlichen Hofschneiderei im Keller und des Kulturamtes in den unteren und oberen Etagen können besichtigt werden. Die ehemaligen Parlamentsstuben sind ebenfalls geöffnet.

Mit dabei sind Merseburger Stadtführerinnen und Stadtführer, die u. a. als Siegfried Berger, Elisabeth Schumann und Dr. Erhard Hübener durchs Haus führen werden. Nach diesen historischen Persönlichkeiten sind die drei großen Säle im Haus benannt. Die Königliche Hofschneiderei wird ein Schaunähen auf historischen Nähmaschinen veranstalten und einen Teil ihres Kostümfundus präsentieren.
Um 14.30 Uhr und 16 Uhr unterhält die Dessauer Puppenspielerin Uta Krieg-Parthier mit Puppenspiel. Wer sein Porträt als Erinnerung mit nach Hause nehmen möchte, kann sich dieses von einem Scherenschnittkünstler anfertigen lassen. Das Trio „Salon Pernod“ wird das bunte Treiben im Haus musikalisch umrahmen.

Mit einer Fotoausstellung des Merseburger Fotografen Wolfgang Kubak werden Momentaufnahmen aus der 10-jährigen Geschichte des jetzigen Kultur- und Kongresszentrums nach Wiedereröffnung des Ständehauses gezeigt.
In einer weiteren großformatigen Bildpräsentation hat die Stadt mehr als 150 Dokumente aus der Geschichte des Hauses - beginnend vom 1. Spatenstich 1892 bis zur Gegenwart zusammengestellt. Diese wird in Endlosschleife während des vierstündigen Tages der offenen Tür im Siegfried-Berger-Saal gezeigt. Alle Interessenten sind recht herzlich eingeladen. Für die gastronomische Versorgung ist gesorgt.

Geschichtliches

Das Ständehaus wurde von 1892 bis 1895 erbaut, 1991 geschlossen und nach fünfjähriger Sanierung am 3. Oktober 2003 seiner Bestimmung als Kongress- und Kultur-Zentrum übergeben. Es ist ein besonderes historisches Juwel, das unsere Stadt zu bieten hat. 1825 wurde Merseburg zum Versammlungsort des Provinzialständetages der preußischen Provinz Sachsen. Erstmals kam der Provinzialausschuss im April 1895 in diesem Haus zusammen, das vom Mitglied der preußischen Bauakademie Franz Schwechten entworfen und vom Hallenser Architekten Knoch und Kallmeyer projektiert wurde. 1900 wurde der Erhard-Hübener-Saal durch die Monumentalgemälde von Hugo Vogel vollendet. Nachdem parlamentarische Aktivitäten unter den Nationalsozialisten zum Erliegen kamen und Provinzialbehörden ab 1944 infolge der schweren Luftangriffe auf Merseburg evakuiert wurden, löste die sowjetische Besatzungszone die Provinzialselbstverwaltung 1945 auf. In der DDR fungierte das Haus als „Haus der Kultur“. Mit eindeutiger Mehrheit des Merseburger Stadtrates wurde Ende der 1990er Jahre mit der Sanierung des Hauses im Rahmen der Landesinitiative „Urban 21“ und mit finanzieller Unterstützung der Merseburger Bevölkerung begonnen und 2003 beendet.

Zahlreiche Besucher, Unternehmen und Institutionen sowie Vereine und Verbände waren seit der Eröffnung aus den verschiedensten Anlässen hier. Das Haus beeindruckt mit Stil und Atmosphäre und bietet für die verschiedensten Veranstaltungen einen exklusiven Rahmen. Ob Tagung, Konferenz, stilvolles Bankett oder Hochzeit? alles ist unter hervorragenden Bedingungen möglich. Mit seiner exzellenten Ausstattung bietet das Haus für jeden Anlass ideale Voraussetzungen. 2012 fanden hier insgesamt 188 Veranstaltungen statt.

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