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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 03.03.2014 um 16:35:05

Klare Zeichen gesetzt

Die Mitglieder des evangelischen Kirchspiels hatten sich mit ihren buten T-Shirts gegen Rechts etwas Besonderes ausgedacht.  Die Mitglieder des evangelischen Kirchspiels hatten sich mit ihren buten T-Shirts gegen Rechts etwas Besonderes ausgedacht.
Foto: R. Penske Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Der Landtagsabgeordnete der Grünen, Sebastian Striegel: „Die Demonstration war ein wichtiges Signal, dass in Merseburg Rassismus auf Widerspruch trifft.“

Merseburg (WS). „Wir sind froh, dass rund 600 Menschen aus Merseburg sowie anderen Städten heute hier in der Stadt ein klares Statement gegen Rassismus abgegeben haben. Sowohl die antirassistische Demonstration unter Beteiligung breiter gesellschaftlicher Schichten, von der Antifa bis hin zum bürgerlichen Spektrum, als auch die weiteren friedlichen Proteste waren ein wichtiges und solidarisches Zeichen gegen rassistische und rechte Gewalt. Es war wichtig auf die Straße zu gehen. Und es war wichtig, sich den Nazis die aus Merseburg und weiteren Orten kamen, in den Weg zu stellen und sie zur Umkehr zu zwingen!“, erklärte Sebastian Gutewort, Sprecher des Organisationskreises.

Nach drei rassistischen Überfallen auf Afrikaner in der vergangenen Woche setzten am Samstag in Merseburg die vielen Teilnehmer einer Demonstration unter dem Motto „Flüchtlinge bleiben! Rassismus aus den Köpfen treiben!“ ein klares, bekennendes Zeichen.

Breites Bündnis

„Wir dürfen es nicht zulassen, dass fremdenfeindliche Strömungen und menschenverachtende Gewalt  unsere Demokratie und unser friedliches Miteinander erschüttern. Der Saalekreis ist international aufgestellt und damit weltoffen und tolerant. Das soll er auch bleiben. Hier ist jeder willkommen, egal welche Nationalität er hat. Dafür gehe ich heute auf die Straße, um das Bündnis gegen Rechts zu unterstützen. Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen gegen Fremdenhass und für einen liebenswerten Saalekreis,“ so Landrat Bannert, der ebenso wie Merseburgs Oberbürgermeister Jens Bühligen, zahlreiche Stadträte aus Merseburg, Landtagsabgeordnete sowie Asylbewerber aus der zentralen Unterkunft in Krumpa an der Demonstration teilnahmen.  
Polizei zieht Bilanz

Zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung führte die Polizei eine Vielzahl von Maßnahmen durch. Dazu zählten unter anderem die Sperrung von Straßen, die Be-gleitung zweier Demonstrationszüge  sowie die Durchführung von Raumschutzmaßnahmen. Am polizeilichen Einsatz waren mewhr als 300 Polizeibeamte der Landespolizei sowie Beamte der Bundespolizei beteiligt.

Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen wurden Strafanzeigen aufgenommen u. a. wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Körperverletzung, Widerstandes gegen Polizeivollzugsbeamte, Beleidigung und Volksverhetzung sowie im Zuge von Gefahrenabwehrmaßnahmen mehrfach Identitäten von Versammlungsteilnehmern festgestellt.
Während einer Zwischenkundgebung der Demonstration -Rechts- im Bereich der Apothekenstraße/Burgstraße, wurde die Polizei darauf hingewiesen, dass an diesem Ort ein jüdisches Gotteshaus gestanden habe. Nach Prüfung des Sachstandes muss dies leider bestätigt werden. Weder dem Landkreis Saalekreis, als zuständige Versammlungsbehörde, der Stadt Merseburg, noch der Polizei ist dies bis dahin aufgefallen.

„Dies ist äußerst bedauerlich und wird schnellstmöglich nachbereitet. Darüber hinaus wird dies zum Anlass genommen künftig Veranstaltungsorte auch dahingehend noch intensiver zu überprüfen. Sowohl der Landkreis Saalekreis auch die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd wollen in Schulungen ihrer Mitarbeiter zu regionalen Gedenkorten noch mehr sensibilisieren“, war aus der Polizeidirektion Süd zu erfahren.

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