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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 07.05.2015 um 15:38:23

Vor 25 Jahren wurde in Merseburg erstmals frei gewählt

Ehrung für 25 Jahre parlametarische Arbeit: Oberbürgermeister Jens Bühlingen überreicht an Hans-Hubert Werner, Petra Ernst und Michael Finger (v. li.) Ehrengeschenke. Ehrung für 25 Jahre parlametarische Arbeit: Oberbürgermeister Jens Bühlingen überreicht an Hans-Hubert Werner, Petra Ernst und Michael Finger (v. li.) Ehrengeschenke.
Foto: Ralf Penske Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Mit Petra Ernst, Michael Finger und Hans-Hubert Werner sind drei Stadträte von Anbeginn dabei

Merseburg (rp)
. Am 6. Mai fand im Alten Rathaus von Merseburg eine Sondersitzung des Stadtrates aus Anlass der 25. Wiederkehr der ersten frei gewählten Stadtverordnetenversammlung statt.

Nach dem musikalischer Auftakt der Kreismusikschule „Johann Joachim Quantz“ Merseburg begrüßte der Vorsitzende des Merseburger Stadtrates, Hans-Hubert Werner, die Stadträte und viele ehemalige Stadtverordnete aus früheren Legislaturperioden.
Gleichzeitig blickte er auf 25 Jahre parlamentarische Stadtpolitik zurück. In dieser Zeit wurden viele Beschlüsse zum Wohle der Stadt und seiner Bewohner gefasst, wenn auch nicht alle Blütenträume reiften. Nach der ersten freien Wahl zur Volkskammer am 18. März 1990 fand in Merseburg am 6. Mai des gleichen Jahres die erste freie Wahl zur Stadtverordnetenversammlung statt. Damals bewarben sich 140 Kandidaten für die 55 Sitze. Die Wahlbeteilung betrug 67,3 Prozent, eine beispielgebende Legitimation im Vergleich zu heutigen Zeiten.

Hans-Hubert Werner erinnerte sich an eine Plakat von damals, welches einen tiefen Eindruck bei ihm hinterließ. „Wenn du nicht mitmachst, verlasse ich dich. Deine Demokratie“ - ein bis heute gültiger Spruch.

Die konstituierende Sitzung fand am 30. Mai 1990 statt. Der erste Beschluss der Stadtverordneten war die Wahl zum Vorsteher der Stadtverordnetenversammlung. Gewählt wurde Dr. Peter Ramm. Der erste frei gewählte Bürgermeister hieß Herwig Hübner, der 1. Beigeordnete Dr. Jürgen Glietsch. Es wurden 14 Ausschüsse gebildet. Fast alle Stadtverordneten hatten mit ihrer Arbeit Neuland betreten.

Zu Beginn der 1990er Jahre litt Merseburg unter den Folgen der Umweltzerstörung und der maroden Bausubstanz der Wohngebäude sowie dem  großflächigen Abriss in den 1980er Jahren. In den ersten Wochen und Monaten fasste die Stadtverordnetenversammlung wichtige Entscheidungen, wie dem Abriss-Stopp in der Innenstadt, das Altstadt-Sanierungskonzept sowie die Forderung nach der Einstellung des Flugverkehrs auf dem Militärflughafen der sowjetischen Streitkräfte. Nach der Ansprache von Hans-Hubert Werner erinnerte Dr. Peter Ramm, erster frei gewählter Stadtverordnetenvorsteher, an die Wendezeit und die Mitglieder der Stadtversammlung im wahrsten Sinne des Wortes  „das Laufen lernten“.

Bis heute wurden im Stadtrat (wie er jetzt heißt) 1 823 Beschlüsse gefasst. Seit 1990 bestimmten insgesamt 111 Stadträte die Geschicke der Stadt. Zum Abschluss der Sondersitzung dankte Merseburgs Oberbürgermeister Jens Bühligen allen ehemaligen und amtierenden Stadträten für ihren Einsatz bei der Entwicklung der Stadt Merseburg in den vergangenen 25 Jahren. Mit Petra Ernst, Michael Finger und Hans-Hubert Werner sind drei Stadträte von Anbeginn dabei. Für ihre geleistete Arbeit überreichte ihnen der Oberbürgermeister Ehrengeschenke.

 

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