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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 25.06.2015 um 16:29:33

Peter Kunert ist der dienstälteste hauptamtliche Bürgermeister in Sachsen-Anhalt

Sie haben gestritten, gemeinsam gekämpft und sind Freunde: Querfurts Bürgermeister Peter Kunert (links), der am 30. Juni nach 25 Jahren aus seinem Amt scheidet, und Saalekreis-Landrat Frank Bannert, der zur Verabschiedung ein Grußwort hielt.    Sie haben gestritten, gemeinsam gekämpft und sind Freunde: Querfurts Bürgermeister Peter Kunert (links), der am 30. Juni nach 25 Jahren aus seinem Amt scheidet, und Saalekreis-Landrat Frank Bannert, der zur Verabschiedung ein Grußwort hielt.
Foto: Ralf Penske Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
In einem Vierteljahrhundert hat Peter Kunert seine Spuren in der Stadt an der Querne hinterlassen

Querfurt (rp).
Am Dienstag Nachmittag waren Weggefährten, Mitstreiter, Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Bildung und den Kirchen sowie Vereinen ins Schützenhaus gekommen, um Querfurts Bürgermeister Peter Kunert aus dem Amt zu verabschieden.
Gekommen waren u. a. neben Innenminister Holger Stahlknecht auch die ehemalige Staatsministerin im Auswärtigen Amt und jetzige Generalkonsulin in der polnischen Stadt Danzig, Cornelia Pieper, die Bürgermeister der Partnerstädte Karlstadt und Gizycko, Mitglieder des Bundes- und Landtages, der Präsident des Städte- und Gemeindebundes, Saalekreis-Landrat Frank Bannert und die ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Halle, Dagmar Szabados.

„Seit dem 21.Mai 1990, 19.43 Uhr, lenkt Peter Kunert die Geschicke der Stadt Querfurt und ist damit der dienstälteste hauptamtliche Bürgermeister in Sachsen-Anhalt“, betonte die Stadtratsvorsitzende Nicole Rotzsch in ihrer Ansprache, die ab dem 1. Juli die Nachfolge von Peter Kunert antritt. Insgesamt war Peter Kunert am Tag der offiziellen Verabschiedung damit 9 163 Tage im Amt.

„Er hat in dieser Zeit immer sicher am Steuer gestanden und sich nicht unter Deck verkrochen. Als Stadtoberhaupt in ländlicher Region hieß es für ihn ackern, wirtschaften, säen und bevor geerntet wird, immer auf einen warmen Regen von oben warten. Seine Amtszeit liest sich wie das Alphabet, von A wie Altstadtsanierung bis Z, wie Zähne zeigen, als es gegen die Errichtung einer Schweinemastanlage in der Gemarkung Querfurt ging“, blickte Nicole Rotzsch auf die Amtszeit des Bürgermeisters zurück.

In seine Amtszeit fielen auch schwere Entscheidungen, mit denen Peter Kunert nicht immer konform ging. Die Kreisgebietsreform im Jahr 1994 war mit Sicherheit eine dieser schweren Stunden. Nach 178 Jahren verlor Querfurt damals den Kreisstadt-Status. Auch der Zusammenschluss der Krankenhäuser zum Carl-von-Basedow-Klinikum gehörte dazu. Heute, mit genügend Abstand, weiß auch Peter Kunert, dass diese Entscheidung die richtige war. Eng mit seinem Namen verbunden bleibt die liebevolle Altstadtsanierung von Querfurt. Mit Hilfe von Fördergeldern und Finanzen aus dem Verlust des Kreisstadt-Statuses wurde die Stadt zu einen städtebaulichen Juwel im Saalekreis entwickelt. Und über allem erhebt sich eine Burganlage, die zu den größten und schönsten entlang der Straße der Romanik zählt und selbst bei den Filmproduktionsfirmen einen klangvollen Namen besitzt.

Saalekreis-Landrat Frank Bannert erinnerte daran, dass Peter Kunert 1990, 1994, 2001 und 2008 die Wahlen um das Bürgermeisteramt gewonnen hat und die gesamte Zeit ohne Skandale gewirkt hat. Nicht ganz, wie ihm zugetragen wurde: „Einmal vergaß er beim Tanken zu bezahlen, machte jedoch sofort kehrt, um die Schuld zu begleichen“, erinnerte sich der Landrat unter dem Gelächter der Gäste.

In seiner Amtszeit sah Peter Kunert sechs Bundespräsidenten, drei Bundeskanzler und sechs Ministerpräsidenten des Landes kommen und gehen. Auch ein Beleg für seine lange Dienstzeit.

Der Landrat hob das besondere Verhältnis zu Ex-Außenminister und Freund Hans-Dietrich Genscher hervor, der gerade in der Nachwende-Zeit oft in Querfurt war. Und dann stellt er die Frage: „Warum tut man sich so ein Amt eigentlich an?“
„Nachdem in der Wendezeit die schlechten Beispiele aus den Rathäusern gejagt wurden, fanden sich Männer und Frauen, die es besser machen wollten. Peter Kunert war so einer und ist es bis heute geblieben. Er machte Querfurt zu einer guten Visitenkarte. Die Stadt ist und bleibt das Spiegelbild der Arbeit von Peter Kunert“, resümierte Frank Bannert.

Abschließend erinnert er an ein Ereignis, dass bei beiden besonders haften blieb. Zu den Feierlichkeiten zum 1 000. Todestag des Brun von Querfut in der polnischen Partnerstadt Gizycko sendete der damalige Papst Benedikt XVI. per Video-Botschaft einen Gruß an die Querfurter. Sogar im Vatikan hat Querfurt seine Spuren hinterlassen.    

 

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