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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 24.07.2015 um 16:04:24

Feuerwehr macht Druck

Dutzende Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Saalekreis machten auf dem Merseburger Marktplatz vor der Sondersitzung des Stadtrates ihrem Unmut Luft. Dutzende Einsatzkräfte der Feuerwehren aus dem Saalekreis machten auf dem Merseburger Marktplatz vor der Sondersitzung des Stadtrates ihrem Unmut Luft.
Foto: Ralf Penske Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Der Plenarsaal im Alten Rathaus platzte bei dem Ansturm der Zuhörer fast aus allen Nähten
 
Merseburg (rp).
Lautstark heulten die Sirenen. Das Blaulicht sorgte für zusätzliche Aufmerksamkeit. Auf den Spruchbändern und  Plakaten hatten die Feuerwehrleute ihre Forderungen formuliert. "Setzt die Beschlüsse zum Brandschutz von 2012 endlich um", "Ja zum Brandschutzkonzept" oder "Feuerwehr ist eine Pflichtaufgabe" lauteten ihre Argumente.

Denen, die sie galten, hatten sich zu einer Sondersitzung im Alten Rathaus eingefunden - die Merseburger Stadträte. Zuvor tagten gemeinsam die Haupt-, Finanz- und Bauausschüsse zum Thema "Vorfristige Mittelfreigaben für Investitionen, Zuschüsse an Vereine und Kulturveranstaltungen 2015".

In der Sondersitzung spielte dann die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Beuna eine wesentliche Rolle. Die Beunaer Feuerwehr beklagt zurecht die schlechte technische Ausstattung. Die Einsatzkräfte aus Beuna haben derzeit nur einen W50 aus DDR-Zeiten, 26 Jahre alt und mit Kult-Charakter, jedoch völlig marode. Das betagte Fahrzeug ist das Kummerkind der Wehr, weil es nicht zuverlässig ist. Seit Jahren wird ein neues Löschfahrzeug gefordert.

Die Krux dabei ist, das der Merseburger Stadtrat ein neues Fahrzeug für 305 000 Euro ausgeschrieben hat. Nach der Ausschreibung lag das günstigste Angebot bei 358 000 Euro. Die angespannte finanziellen Situation der Stadt erfordert eine erneute Ausschreibung in abgespeckte Version, um ein Löschfahrzeug für maximal 305 000 Euro anzuschaffen.
Das bedeutet jedoch, dass das Fahrzeug nicht vor September 2016 in Dienst gestellt werden kann.

Mathias Huffziger, Vorsitzender des Fördervereins der Ortsfeuerwehr Beuna, übergab während der Stadtratssitzung an Merseburgs Oberbürgermeister Jens Bühligen eine Kladde mit 1 300 Unterschriften, in der sich Bürgerinnen und Bürger für die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes aus dem Jahr 2012 und die schnelle Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges stark machen.

Er betonte am Rande der Demonstration auf dem Marktplatz, "dass sich nach der Wende die Brandmaterialien verändert haben. Darauf müssen wir unsere Technik anpassen. Durch das alte Fahrzeug haben wir Probleme beim Ausrücken. Dann müssen Feuerwehren aus der Umgebung für uns einspringen."

Ein Bekenntnis der Stadträte gab es für zum Merseburger Kloster. Nachdem es vor wenigen Tagen zu Problemen bei der Ausreichung der Fördermittel kam, scheinen nach der Sondersitzung die Wogen etwas geglättet. "Der verein hat bisher 53 000 Euro Eigenmittel eingeworben. Die Stadt wird die bereits zugesagten 27 000 Euro finanzieren. Damit kommt der Verein Klosterbauhütte auf 80 000 Euro, um die insgesamt 160 000 Euro Fördermittel gegen zu finanzieren", erläuterte Katrin Dippert, Vorsitzende des Vereins.

Mehrheitlich beschloss der Stadtrat im Zusammenhang mit der vorläufigen Haushaltsführung die vorläufige Mittelfreigabe für Investitionen in der Gesamthöhe von 6,366 Millionen Euro, die Zuwendungen an Kultur-, Sport- und soziale Vereine in Höhe von 277 257 Euro und für kulturelle Veranstaltungen des Kulturamtes der Stadt Merseburg in Höhe von 21 200 Euro.
Die angespannte Finanzsituation schränkt die Handlungsfreiheit der Stadt Merseburg in der vorläufigen Haushaltsführung bei Investitionen und Zuwendung ein.

Leserkommentare:


Thomas Baumann, Aschersleben:
"Natürlich ist ein neues Fahrzeug etwas schönes und ich hoffen die Wehr bekommt auch ein solches. Aber an wem liegt es denn das der W50 marode und unzuverlässig ist? Könnte es sein das hier Wartung und Pflege völlig außer acht gelassen wurden? Ich habe einen W50 Baujahr 1982 als Kipper noch immer in gewerblicher Nutzung und dieser muß mit Sicherheit einiges mehr leisten als der W50 bei der Feuerwehr Beuna. Mit einer gewissen Wartung und Pflege ist so ein W50 auch heute noch ein absolut zuverlässiges Pferd! Natürlich geht auch mal was kaputt aber alles lässt sich reparieren und das mit Sicherheit um einiges günstiger als bei den MAN, Mercedes & Co. Ach ja und die Ersatzteile gibt es immer noch werksneu ab Ludwigsfelde! Also vielleicht statt zum Bier mal zum Schraubenschlüssel zwecks Wartung und Pflege greifen"


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