Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die vorhergehende Ausgabe

E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Damen und Herren,


zur Zeit bereiten wir eine neue Anzeigenannahme vor.

Schicken Sie Ihre Anzeige bitte vorübergehend an folgende E-Mail-Adresse:
info@wochenspiegel-halle.de

Telefon: (0345) 130 10 0
Fax: (0345) 130 10 61
Wochenspiegel > Merseburg > Politik > Ramschpreise ruinieren die bäuerlichen Betriebe >
Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 24.03.2016 um 08:27:45

Ramschpreise ruinieren die bäuerlichen Betriebe

Landwirte und Tierhalter kämpfen gegen den Preisverfall und Bürokratie. Landwirte und Tierhalter kämpfen gegen den Preisverfall und Bürokratie.
Foto: Ralf Penske
Die Nerven bei den Tierhaltern liegen angesichts der niedrigen Preis für Milch, Fleisch und Eier blank

Saalekreis (WS).
„Nutzvieh zu halten, damit für Produkte tierischer Herkunft in den Regalen der Lebensmittelhändler zu sorgen und Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu halten, bedeutet 365 Tage im Jahr Arbeit, von der man leben können muss“, erklärte Uwe Fischer, Geschäftsführer des Bauernverbandes  „Saaletal“ e. V.

„Die Landwirte erzeugen qualitativ hochwertige und sichere Lebensmittel, Rohstoffe und Energie für die gesamte Gesellschaft. Deren Anforderungen an Tierwohl, Tiergesundheit und Qualitäts- und Umweltstandards können nur mit ausreichendem Einkommen umgesetzt werden. Deshalb müssen Landwirte einen höheren Anteil vom Verkaufspreis der Lebensmittel erhalten und dürfen nicht mehr nur Restgeldempfänger sein“, ergänzt er. Die Einkommenssituation, insbesondere für die Erzeuger von Fleisch und Milch, ist seit mehr als einem Jahr äußerst angespannt. So fielen die Erzeugerpreise seit 2013 bei Milch von 37,5 Cent/Liter auf heute 25 Cent und bei Schlachtschweinen von 1,71 Euro/Kilogramm auf 1,24 Euro.
Im gleichen Zeitraum fiel der Preis für Brotweizen von 244 Euro/Tonne auf 137 Euro.

„Sollte sich dieser Trend verstetigen, werden weitere Betriebe aufgeben“, ist sich Uwe Fischer sicher. Im zurückliegenden Jahr verringerte sich in Sachsen-Anhalt die Zahl der Sauen um fast zwölf Prozent. Von September 2015 bis zum heutigen Tag stellten 25 Milcherzeuger ihre Produktion ein.

„Bei vielen weiteren Landwirten stehen diese Entscheidungen unmittelbar bevor, was katastrophale Folgen für die Beschäftigung, die Kulturlandschaft und die Wertschöpfung im ländlichen Raum hat.

Während die Preise für Lebensmittel kaum sinken, sondern tendenziell weiter steigen, bleibt beim Landwirt ein immer kleinerer Teil der Wertschöpfung“, zieht Uwe Fischer eine negative Bilanz. Im Schnitt fielen die Erzeugerpreise im Jahr 2014 um 7,4 Prozent und im Jahr 2015 nochmals um sechs Prozent.

„Eigentlich ist es schon 5 nach 12, um die Existenz bedrohende Situation in der Landwirtschaft aufzulösen“, betont Uwe Fischer.

 

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Traurige Nachricht: Saalekreis-Landrat Frank Bannert ist gestorben Traurige Nachricht: Saalekreis-Landrat Frank Bannert ist gestorben Das Landratsamt des Saalekreises musste soeben eine traurige Nachricht verkünden. ...
Anzeige
Sag Ja!
Sommerinterview mit Innenminister Stahlknecht über Asylbewerber, Feuerwehren und Datenschutz Sommerinterview mit Innenminister Stahlknecht über Asylbewerber, Feuerwehren und Datenschutz Dessau (ak). Im Vorfeld der Innenministerkonferenz hatte Redakteurin Anke Katte Gelegenheit, mit Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht, der den...
Anzeige
Ausrüstung für den Notfall Ausrüstung für den Notfall Merseburg (WS). Am Mittwoch hat Saalekreis-Landrat Frank Bannert vier Rettungs- und Einsatzfahrzeuge an Hilfsorganisationen des Katastrophenschutzes...
Anzeige
Saalekids