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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 13.09.2013 um 17:05:28

Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit

Lena Wolfe-Osbeck und Maxim Bessmert informierten sich über die Ausbildungs-Chancen von Jugendlichen in Halle. Das Magazin „Azubi gesucht Lena Wolfe-Osbeck und Maxim Bessmert informierten sich über die Ausbildungs-Chancen von Jugendlichen in Halle. Das Magazin „Azubi gesucht" vom Wochenspiegel/Super Sonntag kam bei den beiden Skandinaviern besonders gut an.
Foto: T. Hicksch
Halle (WS).  In Deutschland ist die Lage dagegen vergleichsweise gut. Deshalb schicken immer mehr Länder Vertreter ihrer Arbeitsämter nach Deutschland. Unter anderem auch nach Halle. Drei Tage lang informieren sich schwedische Arbeitsmarktexperten über Strategien gegen die Jugendarbeitslosigkeit.

Seit 1991 ist die Jugendarbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt um mehr als 60 Prozent gesunken. Demografische Verwerfungen und die Abwanderung sind die Hauptursachen.

Aber auch die Arbeitsmarktsituation hat sich verändert. Statt Massenarbeitslosigkeit herrscht Fachkräftebedarf. Die Chancen für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt haben sich verbessert. Trotzdem ist die Situation der arbeitslosen Jugendlichen weiterhin problematisch: Jeder siebte junge Arbeitslose hat keinen Hauptschulabschluss, mehr als jeder Dritte keine abgeschlossene Berufsausbildung.
Und die Arbeitslosenquote der Menschen unter 25 Jahren liegt mit 10 Prozent noch weit über dem Bundesdurchschnitt. Quoten von denen andere europäische Länder allerdings nur träumen können. Wie etwa Schweden, wo die Arbeitslosenquote bei Jugendlichen im Juli bei mehr als 23 Prozent lag.

„Auch wenn man die Systeme der statistischen Erhebung nicht ganz vergleichen kann, haben andere Länder erheblich größere Probleme bei der Integration junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Viele wollen jetzt von unseren Erfahrungen partizipieren und auch mehr über die Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre erfahren“, erklärt der Chef der Arbeitsagenturen in Sachsen-Anhalt und Thüringen, Kay Senius. Und so hatten die BA-Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen und die Agentur für Arbeit Halle diese Woche zwei Mitarbeiter der „Arbetsförmedlingen“, so heißt die Arbeitsagentur auf Schwedisch, zu Gast. 

„Immer mehr von Interesse ist dabei das System der dualen Ausbildung in Deutschland und die Vermittlung von Jugendlichen mit Defiziten. Wichtig ist aber auch, dass die Arbeitsmarktexperten aus Skandinavien praktische Eindrücke mitnehmen, um diese dann in ihrem Umfeld zu nutzen“, sagte Kay Senius. Und so hospitierten die Schweden Lena Wolfe-Osbeck und Maxim Bessmert bei Berufsberatern in der Arbeitsagentur Halle und be-suchten dann auch das Berufsinformationszentrum.

„Wir wollen die deutsche Arbeitsverwaltung kennenlernen und sehen, wie das System aufgebaut ist und funktioniert. Insbesondere interessiert uns der Eingliederungsprozess von qualifizierten und gering qualifizierten Menschen“, sagte Lena Wolfe-Osbeck.
„Wir sind aus der Region Stockholm, wo es strukturelle Probleme auf dem Arbeitsmarkt gibt, hier suchen wir nach Beispielen wie man Probleme löst und etwa Jugendliche mit Problemen in eine Ausbildung bringt. Wir sind überzeugt, dass dieser Besuch für alle Seiten gewinnbringend ist“, ergänzte ihr Kollege Maxim Bessmert.

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