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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 06.05.2014 um 13:00:37

Handwerk - Triebfeder der Wirtschaft

Ein Blick aus luftiger Höhe auf den 8. Merseburger Handels- und Handwerkermarkt, der am Sonntag im Gewerbegebiet Meuschau stattfand. Ein Blick aus luftiger Höhe auf den 8. Merseburger Handels- und Handwerkermarkt, der am Sonntag im Gewerbegebiet Meuschau stattfand.
Foto: privat
Merseburg (rp). „Am Anfang waren Himmel und Erde. Den ganzen Rest  haben wir gemacht.“  Der Werbeslogan des Handwerks bedarf nicht der Rückbesinnung in biblische Zeiten, um dessen Kreativität zu beweisen. Wenige Wochen vor der Fußball-Weltmeisterschaft könnte auch folgender Spruch herhalten: „ Selbst bei einem 0:0 haben wir zwei Tore gemacht.“
Die Aussagen beweisen eines: Mit fast fünf Millionen Beschäftigten in mehr als 130 Ausbildungsberufen und einem Jahresumsatz in dreistelliger Milliardenhöhe ist das Handwerk ein Schwergewicht der deutschen Wirtschaft. Es gibt heute kaum einen Lebensbereich, in dem auf die Fertigkeiten und das Know-how von Handwerkerinnen und Handwerkern verzichtet werden kann.

Die Leistungen des Handwerks sind weltweit anerkannt, sie vereinen Tradition und Innovation. Und so verwundert es auch nicht, dass am vergangenen Sonntag  wieder eine gelungene Leistungsschau des Handwerks, von Dienstleistern, Kfz-Innungsbetrieben, Krankenkassen und vielen weiteren Unternehmen und Institutionen präsentiert werden konnte. Den Rahmen dafür bot der inzwischen 8. Merseburger Handels- und Handwerkermarkt im Gewerbegebiet Meuschau. Veranstalter und etwa 40 Aussteller konnten an diesem Familiensonntag bei regenfreiem Wetter (teilweise auch Sonnenschein) viel interessiertes Publikum begrüßen.

Für die großen und kleinen Gäste war ein buntes Rahmenprogramm mit Musik, Tombola, einer Super-Trial-Show, Sportdarbietungen, Kinderflohmarkt und der Gelegenheit zum Einkaufen in einigen Geschäften des Gewerbegebietes organisiert worden - einschließlich der Versorgung mit Speisen und Getränken. Den Auftakt machten nach der Eröffnung durch den Obermeister der Kfz-Innung, Olaf Grünhage, die „Roßbacher Musikanten“ mit zünftiger Frühschoppen-Blasmusik. Was folgte waren Artistik und sportliche Höchstleistung auf zwei Rädern. Sebastian (29) und Thomas (34) aus Dresden begeisterten mit ihrer Super-Tial-Show das Publikum, das mit Beifall nicht sparte.

Seit 18 Jahren heben sie mit ihren Rädern anscheinend die Gesetze der Schwerkraft auf. Die neunfachen Ostdeutschen Meister sowie Zweit- und Drittplatzierte im Europacup  sprangen mit ihren Bikes über Paletten, die bis zu drei Meter auseinander standen oder balancierten auf dem Dach eines Autos.

„Wir fahren mit unseren Bikes über Hindernisse, die wir nicht zu Fuß erklimmen können“, berichtete Sebastian. Vier- bis fünfmal in der Woche trainieren sie dafür, auch Kraft und Ausdauer. Ihre Spezial-Trial-Räder bestehen aus einem Aluminiumrahmen, haben verstärkte Bremsen und eine Spezialbereifung. Lediglich 8,5 Kilogramm wiegen sie.
Seit rund sieben Jahren betreiben die Beiden auch eine Mountain-Bike-Schule.

Alex aus Großkorbetha hatte es sich auf dem Kinderflohmarkt gemütlich gemacht. Zur Verstärkung waren Oma und Opa mitgekommen. Im Angebot hatte er jede Menge Spielzeug von sich und seinem Bruder. „Im Kinderzimmer wird es langsam zu eng. Es muss Platz geschafft werden“, sagte seine Oma schmunzelnd. Für Alex war der Flohmarkt seine Premiere. Was er mit den Erlösen machen will, wusste er noch nicht. „Vielleicht neues Spielzeug“, sagte er schließlich.   

Die große Gebrauchtwagenschau der Innungsbetriebe des Kfz-Handwerks fand auch wieder viel Beachtung, ebenso wie die Neuheiten der Branche. Rund 150 Gebrauchtwagen hatten die Aussteller in ihrem „Gepäck“.
Viele Handwerksbetrieb warteten mit innovativen Produkten auf und zogen die Blicke der Besucher auf sich. Ob Rohr- und Kanalreingung oder -sanierung, neuartige Infrarot-Heiztechik oder Tipps der Krankenkassen - die Bandbreite der Dienstleistungen auf dem Merseburger Handels- und Handwerkermarkt war breit gefächert.

Am Nachmittag fand auf der Bühne die Vorstellung der Kandidaten für die Landratswahl am 25. Mai statt, verbunden mit einer Podiumsdiskussion.
Wochenspiegel- Geschäftsstellenleiterin Petra Grune und Klaus Treuter vom „Merseburg Report“ im Offenen Kanal Merseburg-Querfurt fühlten den Kandidaten Dr. Verena Späthe (SPD), Kerstin Eisenreich (Die.Linke), Andrè Herzog (StattPartei), Dr. Mario Lochmann (Bündnis 90/Die Grünen), Joachim Küster (Freie Wähler) und Landrat Frank Bannert (CDU) „auf den Zahn“. Sie mussten Fragen beantworten, was sie bewegt, zu kandidieren, was sie im Amt anders machen wollen, welche Ziele sie erreichen und welche Aufgaben sie lösen wollen.

Bereits im Laufe des Tages fanden zwei Verlosungen statt. Gespannt warteten die Besucher um 16 Uhr auf die große Abschluss-Verlosung. Vanessa aus Friedensdorf spielten den ganzen Tag die „Glücksfee“ und fand sichtlich Gefallen in ihrer Rolle.
Drei Losnummern bedeuteten jedoch ganz besonders Glück. Mit der Nummer 537 konnte Mario Walther aus Bad Dürrenberg das Radio-CD-Gerät in Empfang nehmen. Die Nummer 795 brachte Jacqueline Pallasch aus Bad Dürrenberg Glück in Form eines Fahrrades. „Ich freue mich riesig. Endlich ein Grund, mehr Sport zu treiben“, sagte sie schmunzeld.

Merseburgs Oberbürgermeister Jens Bühligen trieb die Spannung auf die Spitze, zumal bei der ersten Ziehung des Hauptgewinns sich niemand meldete. Des einen Pech, des anderen Glück. Mit der Losnummer 411 konnte sich Jörg Seifert aus Meuschau über den riesigen Flatscreen-Fernseher freuen.

Ein besonderes Dankeschön der Veranstalter ergeht an dieser Stelle an die Aussteller, die vielen Helfer „hinter den Kulissen“, an die Sponsoren und an die Geschäfte, die für den Familien-Einkauf geöffnet hatten. Ebenso an den Schirmherren, Landrat Frank Bannert, Merseburgs Oberbürgermeister Jens Bühligen als Moderator der Abschluss-Verlosung und die vielen Gäste, die durch ihr Interesse gezeigt haben, dass Handwerk und Handel sowie Dienstleistung große Wertschätzung erfahren.
„Alle Aussteller haben sich zufrieden über den heutigen Aktionstag geäußert“, konnte Petra Grune vom Wochenspiegel am Ende des Marktes eine  positive Bilanz ziehen.


 

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