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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 09.07.2014 um 08:07:50

In der Stadt wird es eng

Für Behinderungen für Fußgänger und Autofahrer sorgen die Bauarbeiten im Bereich der Kreuzung Bahnhofstraße, Ecke Hölle und Dammstraße in Merseburg. Für Behinderungen für Fußgänger und Autofahrer sorgen die Bauarbeiten im Bereich der Kreuzung Bahnhofstraße, Ecke Hölle und Dammstraße in Merseburg.
Foto: Ralf Penske
Merseburg (WS). Großbaustellen wie der Straßenzug „Weiße Mauer“ werden zügig fortgesetzt, neue Straßensanierungen wie die in der Naumburger Straße begonnen und laufende Projekte abgeschlossen. Zu den Arbeiten in Verantwortung des städtischen Straßen- und Grünflächenamtes stand dessen Leiter, Gerd Heimbach, Rede und Antwort. Antje Benke,  Leiterin des Gebäude- und Liegenschaftsamt, berichtete über zahlreiche Sanierungen in Kindertagesstätten, Grundschulen und im Jugendzentrum.
Zunächst zu den Straßen- und Tiefbauarbeiten.

Größte Baustelle hinsichtlich Umfang, Auswirkungen und Finanzen ist der innerstädtische Straßenzug „Weiße Mauer“. Seit Ende Mai wird in einer Gemeinschaftsmaßnahme der Stadt Merseburg, der Havag und aller Versorgungsträger die Straße in einem 2. Bauabschnitt ausgebaut - von der Marienstraße bis zur Lindenstraße. In der Marienstraße wurde mit dem Ausbau begonnen, in dessen Folge die Sperrung des Kreuzungsbereiches Bahnhofstraße/ Dammstraße/ Hölle notwendig war. Diese Sperrung, die den innerstädtischen Verkehr beeinträchtigt, bleibt voraussichtlich bis Oktober bestehen. „Aber wir wollen so zügig wie möglich die Maßnahme fortführen. 

Den dreimonatigen Zeitverlust durch die abgewiesene Klage eines Anbieters  im Rahmen der Auftragsvergabe werden wir ausgleichen. Zielstellung ist nach wie vor die Fertigstellung im Juni 2015“, so Gerd Heimbach. Der für die Wintermonate bereits genehmigte Schienenersatzverkehr der Havag ist Voraussetzung für die durchgängigen Bauarbeiten. Insgesamt werden 3,2 Millionen Euro durch die Stadt, die Havag, die Servicegesellschaft der Stadtwerke, den AZV und die Midewa in diesen Bauabschnitt investiert. Nach Fertigstellung fährt die Straßenbahn dann zweigleisig vom Gerichtsrain bis zur Hölle - ein großer Vorteil für alle Verkehrsteilnehmer.

Im Juli beginnt ein weiteres großes Straßenbauprojekt, das seit vier Jahren in der Planung ist, aber wegen fehlender finanzieller Mittel bisher nicht realisiert werden konnte: Die Naumburger Straße wird von der Straße des Friedens (Wendeschleife) bis zum Drosselweg in einem 1. Bauabschnitt saniert.

„Das ist der Startschuss für die Straßensanierung der Kötzschener Straßen (für ca. 20 Straßen), deren Gesamtvolumen wir auf 4,7 Millionen Euro schätzen“, so Gerd Heimbach. Für den Ausbau der Naumburger Straße, deren Maßnahmeträger der AZV Merseburg ist, sind im städtischen Haushalt 800 000 Euro (2014 bis 2016) eingestellt, die durch Straßenausbaubeiträge anteilig refinanziert werden. Darüber wurden die Anlieger in einer Bürgerversammlung informiert, ebenso über die Planungsarbeiten und den Bauablauf. Stadt und Versorgungsunternehmen  (AZV, Midewa, Stadtwerke)  investieren insgesamt ca. 1,8 Millionen Euro. 2015 wird der Abschnitt zwischen Drosselweg und Einkaufszentrum an der Straße des Friedens ausgebaut. Am Ende des Jahres 2015 wird die Straße ein Schmuckstück -  mit verlängertem Gehweg auf der Ostseite bis zur Wendeschleife - sein. Während der Bauzeit wird der Straßenbahnverkehr an der Wendeschleife nicht beeinträchtigt.

Marktplatz und Radwege

In den Sommermonaten steht auch die Außengestaltung Markt 1 im Vorhabenplan. Zielstellung ist die Aufwertung des Platzes durch Weiterführung der Pflasterung und damit Vergrößerung des Marktplatzes, die Einrichtung einer Treppenanlage in Richtung Brühl und das Setzen von Hochbeeten als Gestaltungselemente. Der barrierefreie Zugang zum Gebäude, in dem sich seit Mai städtische Ämter und Beratungsstellen befinden, wurde in den Planungsausführungen berücksichtigt. Radfahrer mit E-Bikes, die an dieser Stelle den Saale-Rad-Wanderweg nutzen, können sich über eine Ladestation vor Ort freuen.

Die Sanierung der Radwege steht ebenfalls auf dem Arbeitsplan des Straßen- und Grünflächenamtes. Zwischen Beuna und Zscherben sind ca. 400 Meter Radweg (Salzstraße)  saniert worden. Weiterhin ist geplant, die Sanierung des Radweges Oeltzschnerstraße fortzusetzen, die 2013 bis zur Ziolkowskistraße ausgeführt wurde. Die zweimonatige Bauzeit beginnt im August. Hier werden insgesamt 140 000 Euro benötigt. Mit Hilfe von Fördermitteln zur Beseitigung von Hochwasserschäden soll der Radweg entlang der Leunaer Straße wieder in Ordnung gebracht werden. Dazu wurde im Juni der Förderantrag gestellt.

Mehrere Kitas sind Baustellen

„Seit dem 3. März ist die Kita „Anne Frank“ Großbaustelle. Das aus den 1950er Jahren stammende Haupthaus in der Goethestraße 30 wird in Höhe von 1,67 Millionen Euro umfassend energetisch saniert. Der Baufortschritt der letzten vier Monate ist deutlich zu erkennen: die Abbruchmaßnahmen sind komplett beendet, die Bodenplatte ist fertig und die neuen Fenster sind bereits eingebaut. Zurzeit arbeiten regionale Firmen daran, Abdichtungsarbeiten vorzunehmen, die Elektro- und Sanitäranlagen zu installieren sowie Trockenbau- und Putzarbeiten durchzuführen“, war von Antje Benke, Leiterin des Gebäude- und Liegenschaftsamtes, zu erfahren.

Für die alarmgesicherte Baustelle sind zum jetzigen Zeitpunkt alle Roh- und Ausbaugewerke vergeben. Ein Schwerpunkt in den Sommermonaten ist das Setzen der Fundamente für den Balkon, der nach der Fertigstellung als zweiter 2. Rettungsweg in der Einrichtung  dienen wird. Mit den Arbeiten am Dach, an der Fassade zwecks Wärmedämmung und mit Estricharbeiten wird ebenfalls in den Sommermonaten begonnen.

An der energetischen Sanierung, die deutlich die aktuellen Anforderungen der Energieeinsparverordnung übertrifft, ist die Stadt mit einem Eigenanteil in Höhe von 582 000 Euro beteiligt, das Land Sachsen-Anhalt und die EU fördern die Sanierung mit 1,09 Millionen Euro. Im Frühjahr 2015 wird das Gebäude im neuen Glanz erstrahlen.

„Am 30. Juni wurde mit den energetischen Sanierungsarbeiten in der Kindertagesstätte „Knirpsenland“ in Blösien begonnen. Das Gebäude wird den aktuellen Anforderungen der Energiesparverordnung entsprechend energetisch saniert: Wärmedämmung der Außenwände und der Decke, Sanierung der Dachabdichtung und Blitzschutz, Modernisierung der Heizungsanlage, Erneuerung der kompletten Elektro- und Beleuchtungsanlage, Erneuerung der Trink- und Schmutzwasserleitungen, Umbau und die Modernisierung der Küche, Brandschutzmaßnahmen, Modernisierung des Sanitär- und Aufenthaltsraumes für das Personal und der Rückbau des Aufzuges“, nennt Antje Benke die Baumaßnahmen für diese Kindereinrichtung.

Insgesamt werden 560 000 Euro investiert. Zurzeit werden die Ausschreibungen verschiedener Gewerke vorgenommen. Der Abschluss der Sanierung ist im Januar 2015 geplant. Kinder und Erzieher sind bis dahin im Ausweichquartier Kita „Lessingstraße“ untergebracht.

Auch in der Kita „Am Weinberg“ wird kräftig gewerkelt. Zurzeit arbeiten regionale Firmen bei laufendem Betrieb. Wärmedämmungsmaßnahmen erfolgen, die komplette Elektro- und Beleuchtungsanlage und Sonnenschutz werden installiert. Dafür stehen 460 000 Euro, einschließlich 40 000 Euro Fördermittel im Haushalt 2014 bereit. Sonnenschutz erhält auch das eingeschossige Gebäude der Kita „Feldmäuse“ in Freiimfelde. Die Sonnenschutzelemente werden in dieser Woche angebracht. Die Stadt investiert dafür ca. 12 000 Euro. Seit 2008 hat die Stadt Merseburg 5,3 Millionen Euro in die Sanierung von Kindertagesstätten und 4,4 Millionen Euro in Grundschulen investiert.

Grundschulen und  Freizeiteinrichtungen  

Wie jedes Jahr wird die Sommerferienzeit intensiv ge-nutzt, Werterhaltungsmaßnahmen wie Malerarbeiten, Fußbodenlegearbeiten, Parkettaufarbeitung in Turnhallen, und andere in den Merseburger Grundschulen durchzuführen. Insgesamt werden Mittel in Höhe von 75 000 Euro bereitgestellt, um Klassenräume für das kommende Schuljahr ordentlich herzurichten.

Nicht nur in der Kindertagesstätten und Grundschulen wird Hand angelegt, sondern auch im KIZ „Rosental“ und im Jugendzentrum „Am Saalehang“. Letzteres war bereits längere Zeit angedacht, aber immer wieder aufgrund der Hauhaltssituation verschoben worden. Am Gebäude wurde der unterkellerte Bereich aufgeschachtet und gegen Feuchtigkeit abgedichtet. Im Kellergeschoss entsteht eine Treppe als 2. Rettungsweg. Die Fassadendämmung be-ginnt im Juli und soll im Oktober abgeschlossen werden. Für den Umbau und die energetische Sanierung des Jugendfreizeitzentrums  stehen 260 000 Euro als Eigenanteil, insgesamt  1,11 Millionen Euro über vier Jahre bis 2016 zur Verfügung, darunter Fördermittel aus dem Programm „Aktive Stadt und Ortsteilzentren“.
 

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