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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 13.10.2014 um 16:34:34

Abenteuer Ausbildung

Die Schüler der Goetheschule stellten sich mit den Rotariern und Workshop-Teilnehmern zum Gruppenfoto vor dem Radisson blu in Merseburg. Die Schüler der Goetheschule stellten sich mit den Rotariern und Workshop-Teilnehmern zum Gruppenfoto vor dem Radisson blu in Merseburg.
Foto: Ralf Penske Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Merseburg (rp). Manchmal müssen eingeschlagen Pfade verlassen werden, um erfolgreich zu sein. In Zeiten, in denen auf Grund der demografischen Entwicklung der berufliche Nachwuchs rarer wird, bringen unkonventionelle Wege oft erstaunliche Erfolge.
Solche Wege will zukünftig der Rotary Club Merseburg beschreiten. Den Anfang machte am Wochenende eine Veranstaltung im Radisson blu Hotel Merseburg unter dem neugierig machenden Titel "Abenteuer Ausbildung".
 
Angesprochen waren Hauptschüler, denen im Allgemeinen schlechtere Chancen auf dem Ausbildungsmarkt nachgesagt werden. Und damit das Ganze auch in die richtigen Bahnen gelenkt wurde, suchten sich die Mitglieder des Rotary Clubs Merseburg die Goetheschule Merseburg aus. Dort werden rund 30 Schüler in zwei Hauptschulklassen der Klassenstufe 9 unterrichtet.
 
"Für zehn Schüler sollte die Veranstaltung des Rotary Clubs Merseburg eine Art Auszeichnung für ihre Leistungen und ihr Engagement sein", war von Wirtschaftslehrerin Editha Verchow zu erfahren.
Dass zwei Schüler "heiße Füße" bekamen und die für sie gedachte Veranstaltung "sausen" ließen, trug dem eigentlichen Vorhaben keinen Abbruch.
 
Das Projekt begann am Freitagabend mit einem gemeinsamen Essen im Radisson blu Hotel. Dabei stand das gemeinsame Kennenlernen der Hauptschüler mit Unternehmern im Mittelpunkt.
"Die Schüler äußerten ihre Ziele, Wünschen aber auch Sorgen", sagte J. Christoph Berndt, Präsident des Rotary Clubs Merseburg, der die Idee eines solchen Workshops vor etwa einem dreiviertel Jahr im Zuge seiner Präsidentschaft entwickelte. 
"Für Hauptschüler wird in unsrer Gesellschaft zu wenig getan. Dabei zeigen sie oft erstaunliche handwerkliche Leistungen, sind kreativ. Diese Potenziale wollen wir fördern und sie unterstützen. Häufig fehlt es den Jugendlichen an den so genannten 'soft skills' - der sozialen Kompetenz. Diese wollen wir mit unserer Aktion stärken", so der Präsident weiter.
Der Hauptschwerpunkt lag dann am Samstag in einem Workshop nach der "World-Café-Methode". Der Fahrplan in den Beruf für die Hauptschüler wurde in drei Tischforen vertieft. Dabei ging es die Findung von Talenten, um die richtige Bewerbung, das Führen von Bewerbungsgesprächen und wie überhaupt der richtige Ausbildungsplatz gefunden wird.
Jede Gesprächsrunde wurde von Unternehmern sensible begleitet und geführt.
"Es war eine einfache und wirkungsvolle Art, Menschen in entspannter Atmosphäre in Kleingruppen ins Gespräch zu bringen und sich zwanglos zu unterhalten", zog der Präsident ein Resümee zu Abschluss. "Wir haben uns das Ziel gesetzt, derartige Veranstaltungen jährlich zu organisieren. Vielleicht werden wir das nächste Mal zum Abschluss eine Betriebsbesichtigung bei Porsche oder BMW durchführen."

Gerd Micheel, Inhaber eines Küchenstudios in Halle, unterstützt das "Abenteuer Ausbildung" als Unternehmer. "Ich finde es großartig, wenn Hauptschülern in diesem Rahmen die Möglichkeit gegeben wird, sich auf das Berufsleben vorzubereiten. Jugendliche gezielt an die Hand zu nehmen und vorzubereiten ist allemal  besser, als eine Lehrstelle durch unprofessionelles Verhalten aus der Hand zu geben."
 
 
 
Maximilian, Hauptschüler

"Der Workshop hat richtig Spaß gemacht und war für mich sehr lehrreich. Jetzt weiß ich, wie ich mich richtig bewerbe und wie ich zum Vorstellungsgespräch auftreten muss. Ich möchte eine Ausbildung zum Lackierer oder Maler machen und haben bereits ein Praktikum in einer Firma absolviert."
 
Amy, Hauptschülerin

"Heute habe ich viel Neues dazugelernt, speziell was die richtige Bewerbung betrifft. Die Dinge, die wir erfahren haben, waren sehr interessant. So etwas wie einen 3D-Drucker habe ich zuvor noch nicht gesehen. Ich möchte einmal den Beruf einer Visagistin erlernen. Bei einem Frisör- und Kosmetiksalon habe ich bereits ein Praktikum absolviert."
 
J. Christoph Berndt, Präsident des Rotary Clubs Merseburg

"Wir fanden die Premiere sehr spannend und ich denke, unsere Erwartungen haben sich erfüllt. Für beiden Seiten, die Hauptschüler und die Unternehmer aus der Chef-Etage, war interessant, so nah in Kontakt zu sein. Unser Ziel war es, das Selbstbewusstsein der Jugendlichen zu fördern und herauszufinden, wo ihre Stärken liegen. Jetzt müssen die Schüler ihre Möglichkeiten erkennen, in die Tat umsetzten und selbst aktiv werden."  

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