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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 10.04.2015 um 08:50:10

33 Mal neue Hoffnung

Olga Bartolomej absolviert bei der BVU Bildungs-, Vermittlungs-, Unternehmensberatungs- GmbH  eine Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement.  Olga Bartolomej absolviert bei der BVU Bildungs-, Vermittlungs-, Unternehmensberatungs- GmbH eine Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement.
Foto: Ralf Penske
Die Jugendarbeitslosigkeit ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen, doch konnten nicht alle jungen Menschen davon profitieren

Merseburg (rp)
. Im ESF (Euro-päischer Sozialfonds)-Projekt „Neustart“ erhielten seit 2012 Jugendliche mit Migrattionshintergrund sowie sozial- und lernbehinderte Jugendliche eine zweite Chance, um auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Das Projekt unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene bis zum 25. Lebensjahr bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Unternehmen der Region Merseburg. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fertigungs- und Dienstleistungsberufen.

„Gemeinsam mit dem Jugendlichen werden realistische Perspektiven für eine berufliche Ausbildung identifiziert und der konkrete Bewerbungsprozess für einen Ausbildungsplatz vorbereitet. Die persönlichen und sozialen Kompetenzen der Teilnehmenden werden festgestellt und trainiert“, berichtet Katja Kalepky, Kundenberaterin u25 im Jobcenter Saalekreis und zugleich Projektbetreuerin.  

„Die Jugendlichen absolvieren eine langfristige Praxislernphase in Unternehmen, in der sie sich ausprobieren und ihre Fähigkeiten prüfen können. Unter dem Motto ‚Lernen über die Hände‘ sollen so Talente herausgefunden und gefördert werden. Während der Ausbildung werden die Jugendlichen sozialpädagogisch begleitet. Die Ausbilder in den Unternehmen werden im Umgang mit der Zielgruppe unterstützt“, ergänzt Projektleiterin Karin Bürgel. Eine der 33 Jugendlichen, die jetzt eine Ausbildung im Rahmen des Projektes begonnen haben, ist Olga Bartolomej. Die gebürtige 25-jährige Kasachin lebt seit 2001 in Deutschland. Alleinerziehend, mit zwei Kindern, fand sie keine Ausbildungsstelle. „Ich habe mich oft beworben und wurde immer abgelehnt. Ich finde es einfach toll, dass es solche Projekte gibt, die mir diese Chancen und Möglichkeiten bieten“, berichtet sie. Bei der BVU Bildungs-, Vermittlungs-, Unternehmensberatungs- GmbH  absolviert sie jetzt eine Ausbildung als Kauffrau für Büromanagement.  

„Natürlich kann es immer wieder zu Konfliktsituationen kommen. Meine Kinder sind in Kitas untergebracht, trotzdem müssen Lösungen gefunden werden, wenn sie einmal krank sind. Aber ich habe im Unternehmen nette Kollegen“, ergänzt Olga.
„Wir sind schließlich ein zertifiziertes familienfreundliches Unternehmen“, erläutert Karin Bürgel. „Die Betreuung solcher jungen Menschen erfordert eine sehr intensive Arbeit und ist nicht immer von Erfolg gekrönt. Einige haben die ihnen gebotenen Chancen nicht genutzt. Wir müssen die Motivation schüren und Vertrauen aufbauen, teilweise im Einzelcoaching. Misserfolge führen schnell zu Skepsis. Deshalb erfolgt selbst nach Beginn der Ausbildung eine sechsmonatige Nachbetreuungsphase, um das Ausbildungsverhältnis nachhaltig zu sichern“, betont Heidi Friedrich, die als Sozialpädagogin eng mit den Jugendlichen zusammengearbeitet hat.

 

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