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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 02.09.2015 um 12:05:51

Raffinerie setzt auf Nachwuchs

In der Total Raffinerie Mitteldeutschland GmbH wurden seit der Inbetriebnahme im Jahr 1997 204 Azubis ausgebildet. 162 davon sind noch im Unternehmen beschäftigt. In der Total Raffinerie Mitteldeutschland GmbH wurden seit der Inbetriebnahme im Jahr 1997 204 Azubis ausgebildet. 162 davon sind noch im Unternehmen beschäftigt.
Foto: TRM Galerie (1 Bild)
Zu den aktuellen Herausforderungen des Arbeitsmarktes gehören der demografische Wandel sowie der damit einhergehende Fachkräftebedarf.
 
Leuna (rp).
Am 30. September endet das Vermittlungsjahr für die neuen Azubis "Derzeit sind noch rund 280 Ausbildungsplätze in unserem Bestand§, bilanzierte Dr. Petra Bratzke, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Halle, zum Pressegespräch zum Thema "Endspurt Ausbildung" bei der Total Raffinerie Mitteldeutsachland GmbH in Leuna.
Azubis sind ein knappes Gut. Diese Erfahrungen macht auch die Total Raffinerie Mitteldeutschland, die derzeit 55 Azubis, davon 13 weibliche, am Standort in Leuna ausbildet.

"Seit der Inbetriebnahmen im Jahr 1997 haben 204 Azubis in der Raffinerie ausgelernt. Davon sind noch 152 am Standort beschäftigt", berichtet Dr. Willi Frantz, Geschäftsführer der Raffinerie.
"Total ist ein weltweit agierende Konzern, doch die Rekrutierung unseres Personals erfolgt in der Region. So kommen auch im neuen Ausbildungsjahr alle Azubis aus der unmittelbaren Region. Um erfolgreich auszubilden, kommt uns das triale Ausbildungssystem von Berufsschule, Bildungsakademie Leuna und Betrieb sehr entgegen", sagte der Geschäftsführer.
Beleg dafür sind zahlreiche Auszeichnungen, wie 13 Mal bester Azubi im IHK-Bezirk Halle-Dessau, viermal bundesbester Azubi und einmal bester Meister im IHK-Bezirk Halle-Dessau. Außerdem wurde die Raffinerie 2013 als "Top-Ausbildungsbetrieb" ausgezeichnet.
 
"Gute Azubis werden auch weiter gefördert", sagt Dr. Willi Frantz, und hat gleich ein Beispiel parat. "2005 begann Katja Senf ihre Ausbildung zur Industriekauffrau. Nach der Ausbildung wurde sie als Facheinkäuferin eingestellt. Sie absolvierte ein BWL-Studium und ist jetzt als Vertragsingenieurin tätig. Solche Karrieren brauchen wir auch zukünftig", erläutert der Geschäftsführer.
 
Denn die Raffinerie, selbst noch jung an Jahren, hat ein Alterungsproblem: Nämlich das ihrer Mitarbeiter. "Mehr als 50 Prozent unserer Mitarbeiter sind über 50 Jahre. Und zwischen 2016 bis 2025 muss unsrer Unternehmen 176 Stellen neu besetzen. Das stellt eine enorme Herausforderung dar, zumal wir als Raffinerie mit extrem hohen Sicherheitsstandards auf qualifiziertes Personal angewiesen sind", ergänzt Dr. Willi Frantz.    
  
Chancen sieht der Raffinerie-Chef durchaus, die sich aus der Flüchtlingswelle ergeben. "Da sind sicherlich auch gute Fachkräfte dabei. Entsprechende Qualifikationen und die Lösung des Sprachproblems vorausgesetzt, spricht nicht gegen eine Beschäftigung im Unternehmen, Ressentiments gegenüber anderen Nationalitäten gibt es sowieso nicht. In der Raffinerie arbeiten heute schon Menschen aus sieben Staaten", sagte Dr. Willi Frantz abschließend.
 
Bilanz im Agenturbezirk
 
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Halle waren Ende August 22 173 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 74 Arbeitslose (-0,3 Prozent) weniger als noch vor einem Monat.
Somit sank die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, im Monat August leicht um 0,1 auf 10,2 Prozent.
Ende August ist der Arbeitsmarkt saisonbedingt immer etwas ruhiger - die Arbeitslosenzahl ist geringfügig gesunken.
Petra Bratzke, die für den Agenturbezirk der Hallenser Arbeitsagentur verantwortlich ist, kann den Grund für die kleine „Sommerflaute“ benennen: Ausbildungen sind zu Ende gegangen, und die Jugendlichen wurden teilweise nicht von ihren Lehrbetrieben übernommen. „Da zurzeit bei vielen Firmen die Sommerpause erst endet, finden diese jungen Fachkräfte oft erst nach den Ferien eine neue Stelle. Gut qualifizierte Nachwuchskräfte sind am Arbeitsmarkt so gefragt wie seit Jahren nicht mehr.“ Ohnehin sei es üblich, dass die Arbeitslosigkeit nach den Ferien wieder deutlich absinkt.
 
Zugänge in und Abgänge aus Arbeitslosigkeit
 
257 Frauen und Männer mussten sich in diesem Monat weniger neu oder erneut arbeitslos melden als noch im Juli 2015. Von den insgesamt 4 361 Frauen und Männern, die der Arbeitsagentur und dem Jobcenter ihre Arbeitslosigkeit anzeigten, waren 1.363 zuvor erwerbstätig, d. h. 28 weniger als im Vormonat.
Auf der anderen Seite konnten 4 418 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit im Juli 2015 beenden, das sind 142 mehr als im Vormonat.
Lediglich die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen ist im August wieder saisonbedingt gestie-gen.1 845 Personen, d.h. 135 mehr als im Juli 2015 - damit nehmen die 15- bis unter 25-Jährigen einen Anteil von 8,3 Prozent aller Arbeitslosen im Agenturbezirk Halle ein.
 
Grundsätzlich ausgeglichener Ausbildungsmarkt
 
Seit Beginn des aktuellen Berufsberatungsjahres haben 2 125 Mädchen und Jungen bei der Hallenser Arbeitsagentur um Unterstützung bei der Ausbildungssuche gebeten - 65 mehr als im Jahr zuvor.
Die Zahl der seit Beginn des Berichtsjahres gemeldete Bewerber für Ausbildungsstellen (2 125) und der gemeldete Ausbildungsstellen (1 979) zeigen, dass Angebot und Nachfrage sich - rein rechnerisch – also recht ausgewogen gegenüberstehen.
Herausforderungen gäbe es aber dennoch in dieser Konstellation: „Oftmals passen die Berufswünsche der jungen Leute und die Angebote der Arbeitgeber nicht zusammen“, resümiert Bratzke. Außerdem zeige die Erfahrung, dass nicht jeder „unversorgte Bewerber“ tatsächlich noch auf der Suche sei. „Viele Jugendliche melden sich zwar bei uns an, vergessen dann aber, uns zu informieren, wenn sie sich für eine Stelle oder einen Studienplatz entschieden haben. Deshalb werden unsere Berufsberater in den kommenden Wochen viel telefonieren, um nach Möglichkeit jeden einzelnen Fall zu hinterfragen und im besten Fall mit einem „Lastminute-Ausbildungsplatz“ versorgen.“
Eine Beratungsfachkraft steht ab sofort im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur Halle für den sogenannten freien Zulauf täglich zur Verfügung, um kurzfristige Beratungsanliegen zu klären.
 
Stellenangebote
 
Im August  waren im Agenturbezirk 3 146 Arbeitsstellen im Bestand, gegenüber Juli 2015 ist das ein Rückgang von 84 Stellen. Im Vorjahresvergleich gab es 723 Stellen mehr, d.h. Fachkräfte werden gebraucht und der Arbeitsmarkt bleibt in einer stabilen Verfassung. Das typische „Sommerloch“ ist in unserer Region dieses Jahr noch nicht verzeichnen. Das spiegelt sich z. B. in der Anzahl von neu gemeldeten Arbeitsstellen wieder“ bilanziert Bratzke weiter, die es allerdings mit der beginnenden Herbstbelebung offensiv zu besetzen gilt.
Besonders gesucht werden Arbeitskräfte im verarbeitenden Gewerbe, im Bereich Handel, im Baugewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Gastgewerbe sowie im Dienstleistungsbereich, aber auch im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung.
 
 

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