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Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 30.11.2015 um 08:56:43

Der Sport ist viel zu wichtig

„Sport tut dem Saalekreis gut“ - wirbt der Kreissportbund. Das trifft natürlich auch auf die Stadt Merseburg zu. Die schlechte Haushaltslage zwingt jedoch zum Sparen. Welche Auswirkungen das auf den Spaort hat, ist noch nicht abzusehen. „Sport tut dem Saalekreis gut“ - wirbt der Kreissportbund. Das trifft natürlich auch auf die Stadt Merseburg zu. Die schlechte Haushaltslage zwingt jedoch zum Sparen. Welche Auswirkungen das auf den Spaort hat, ist noch nicht abzusehen.
Foto: Ralf Penske Galerie (1 Bild)
Kreissportbund Saalekreis e.V. sucht den Dialog zwischen Vereinsvertretern und Entscheidungsträgern der Stadt

Merseburg (rp).
Der angedachte Sparkurs der Stadt Merseburg sorgt zurzeit für erheblichen Diskussionsbedarf und große Verunsicherung. Das Liquiditätssicherungskonzept für die Stadt Merseburg beinhaltet Vorschläge, welche die Vereinsarbeit in erheblichem Maße beeinflussen werden.

Um hierzu einen Dialog zwischen Vereinsvertretern und Entscheidungsträgern der Stadt in Gang zu setzen, hatte der Kreissportbund Saalekreis e.V. am Dienstag, dem 24. November, zu einer Diskussionsrunde geladen. Zu dieser Veranstaltung in der Rischmühlen-Halle erschienen dann auch Vertreter von 27 der 49 Merseburger Sportvereine.

Nach einem Referat des 1. Vizepräsidenten des Kreissportbundes Saalekreis, Roland Schwarz, zur gesellschaftlichen Bedeutung des Sports, erörterte der Vizepräsident Lutz Förster die Rahmenbedingungen des Sports in der Stadt Merseburg.

„Wir stellen uns nicht gegen Sparmaßnahmen. Sowohl eine Beteiligung an den Betriebskosten als auch ein Engagement der Sportlerinnen und Sportler bei der Pflege und Wartung der Sportanlagen wird dabei in Betracht gezogen. Doch der Sport im Saalekreis darf nicht als Melk-Esel für eine verfehlte Finanzpolitik der Stadt herhalten. Was einmal kaputt gemacht wurde, ist später nicht zu reparieren. Aus gesundheitlichen und integrativen Gründen spielt der Sport eine ganz wichtige Rolle“, war vom Präsidium des Kreissportbundes zu erfahren.

Dabei werden schon außerordentliche Leistungen von den ehrenamtlichen Vorständen und Übungsleitern erbracht. Allein sie erbringen rund 1,1 Millionen Euro an Wertschöpfung durch ihren ehrenamtlichen Einsatz.
So erfuhren die Vereinsvertretern und Entscheidungsträgern der Stadt, dass es in den 49 Vereinen in der Stadt Merseburg 5 100 Kinder. Jugendliche und Erwachsene in 34 Sportarten 65 Sportangebote regelmäßig nutzen. 172 lizenzierte Übungsleiter stehen ihnen dabei zur Seite.

Bedacht werden muss jedoch auch, dass elf Vereine keine Sportstätten der Stadt nutzen (wie der Radlerverein, der Reitverein St. Hubertus oder die Schützengilde).

Vier Vereine nutzen Sportstätten des Landkreises und drei unterhalten ihre Sportstätten in Eigenregie (z. B. die Kegler und die Ruderer). Danach informierte der Leiter des Jugend- und Sportamtes, Thomas Nemson, zur Situation und umriss mögliche Szenarien der städtischen Sportentwicklung. Auch die anwesenden Vertreter des Stadtrates - Michael Finger und Detlef Walloch (Die Linke), Daniel Stahnke und Andree Weber (SPD), Thomas Merk (CDU) - erhielten die Möglichkeit zur Darstellung ihrer jeweiligen Positionen.

In der sich anschließenden konstruktiven Diskussion  äußerten sich viele Vereinsvertreter zu ihren Problemen, Nöten und Wünschen, brachten aber auch Anregungen und Vorschläge ein. Dabei wurde der Wille aller Beteiligten zum gemeinsamen Dialog und zur Findung einer tragfähigen Lösung deutlich.

Positiv wurde der Vorschlag aufgenommen, zwei oder drei Jahre die Zuschüssen zu verzichten (damit sind nicht die Zuschüsse zu den Betriebskosten gemeint). Dass bringt mehr als die so genannte „Kopfpauschale“, die als kontraproduktiv bewertet wird.
Alle Vereine waren sich einig, selbst anzupacken, wenn es um den Erhalt der Sportstätten geht. „Besser wir tun etwas für die Stadt, als das andere entscheiden“, so ihr Credo.
Dabei gehen schon viele mit positiven Aktionen voran, wie das Tanzstudio Leuna-Merseburg, das die Fenster ihrer Trainingsräume auf eigene Kosten reparieren lässt. Oder der Reitverein St. Hubertus, die Merseburger Rudergesellschaft (die Vereinsmitglieder leisten Pflichtstunden), der SV Merseburg 99 oder der VfB IMO Merseburg, die ihr Trainingsgelände und Stadion mit erheblichem Aufwand in Ordnung halten.  

Die Vereine verwiesen aber auch darauf, dass eine Absenkung der Öffnungszeiten die Probleme nicht lösen werden.
„Wir wollen als Sportvereine lebensfähig bleiben. Daher sind wir bereit, solidarisch an die Lösung der Aufgaben heranzugehen“, sagte Roland Schwarz abschließend.

 

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