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Martin Schumann Martin Schumann
aktualisiert am 23.11.2018 um 13:32:11

Bibliothek Naumburg: Umzug verzögert sich

Im April 2019 soll die Bibliothek ins Citykaufhaus in der Salzstraße umziehen. Im April 2019 soll die Bibliothek ins Citykaufhaus in der Salzstraße umziehen.
Foto: Martin Schumann
Ansiedlung im City-Kaufhaus soll das gesamte Quartier aufwerten.

Naumburg (ms).
Die Stadtbibliothek sowie die Kinder- und Jugendbibliothek werden nicht vor Anfang April 2019 in ihr neues Domizil im City-Kaufhaus in der Salzstraße einziehen. Darüber informierten Oberbürgermeister Bernward Küper und Bibliotheksleiterin Sabine Matzner gemeinsam mit den Verantwortlichen aus dem Bauamt der Stadt.

„Das ist kein Drama“, so Küper. „Lieber machen wir es gründlich und sauber.“ Als einen wesentlichen Grund für die Verzögerung nannte er den Brandschutz, der nicht, wie zunächst angenommen, auf dem aktuellsten Stand sei. Zudem führen allgemeine Kostensteigerungen dazu, dass man das Projekt besser auf zwei Haushaltsjahre verteilt.

Claudia Zimmermann, verantwortliche Sachbearbeiterin im Hochbau, erläuterte die verschiedenen Einzelheiten. Der Eingangsbereich müsse umgestaltet werden, auch im Bürotrakt sind Änderungen nötig. Dort entstehen ein Kopier- und Technikraum, die Teeküche wird verlegt. Aufwendigster Teil der Baumaßnahmen sei der Bau einer Brandschutzwand, die aus der ehemals kompletten Fläche den rund 1.000 Quadratmeter großen Bereich der Bibliothek abtrennt. In dem Zusammenhang müssen auch die Lüftung und die Beschilderung der Notausgänge angepasst werden. Einen Teil der Kosten dafür trage jedoch der Eigentümer der Immobilie.

Zu den weiteren Arbeiten gehören das Streichen der Wände, die Erneuerung der Beleuchtung sowie der Einbau eines neuen Bodenbelages. Zudem wird die Fläche, vor allem im Bereich der Kinder- und Jugendbibliothek, mit mehreren Podesten unterbrochen.

Die Planungen begannen bereits im April, damals war man noch von einem Einzugstermin im Dezember ausgegangen. Derzeit stecke man mitten im Vergabeverfahren. „Es sieht gut aus, dass wir für alles die passenden Firmen finden“, so Claudia Zimmermann. Immerhin zwölf verschiedene Gewerke werden am Umbau beteiligt sein. Der soll laut Plan in der zweiten Kalenderwoche 2019 beginnen. Für die Wochen fünf bis sieben sind Licht, Fliesen, Malerarbeiten, Podestbau und der Einbau der „Gates“ - Diebstahlwarner wie in Einkaufsmärkten - vorgesehen.

Danach folgt dann der eigentliche Umzug aus den beiden bisher getrennten Objekten in der Jägerstraße beziehungsweise am Stephansplatz. Hierfür müssen sich die Nutzer auf eine Schließzeit einstellen, die wohl kaum unter zwei Wochen andauern wird. Immerhin ziehen nicht nur mehr als 36.000 Medien - der Bestand wird im Zuge dessen auch ein wenig ausgedünnt - um, sondern auch einiges an Möbeln und Regalen. Ein Teil der Einrichtung, größtenteils 30 Jahre alt, manches sogar noch aus den 1960er Jahren, wird jedoch durch neues Mobiliar ersetzt. Läuft alles nach Plan, könnte die Bibliothek frühestens Anfang April eröffnet werden. Bauamtsleiterin Ute Freund brachte jedoch vorsichtshalber den Gründonnerstag als möglichen Eröffnungstermin ins Gespräch - das wäre der 18. April.

Sabine Matzner und ihre Mitarbeiter freuen sich schon jetzt auf das neue Domizil, verbessern sich die Arbeitsbedingungen doch enorm. Und auch die Leserinnen und Leser können sich auf eine Einrichtung nach modernem Standard freuen. Zudem setze die Zusammenlegung der Stadtbibliothek und der Kinder- und Jugendbibliothek Kapazitäten frei, die möglicherweise zu verbesserten Öffnungszeiten führen. Dies werde derzeit geprüft, hieß es.

Kehrseite der Medaille: Umzug und Folgekosten verschlingen einiges an Geld. 365.000 Euro werden verbaut, weitere 80.000 Euro kostet das Mobiliar. Hinzu kommt die Miete von jährlich rund 100.000 Euro. Viel Geld, das man mit etwas gutem Willen jedoch auch als Wirtschaftsförderung verstehen kann. Immerhin erwartet Oberbürgermeister Küper einen Aufschwung für das gesamte Haus und dessen Umfeld. Gespräche mit Interessenten, die im Kielwasser der Bibliothek weitere Gewerbeflächen beleben könnten, laufen bereits. Auch die ursprünglich zum Areal gehörenden Häuser im rückwärtigen Teil an der Neustraße sollen nun über das Programm „Dieses Haus will leben“ aktiv vermarktet werden.

Zudem schließt Küper Überlegungen nicht aus, wonach die Salzstraße als „Spielstraße“ mit Kurzzeitparkplätzen zumindest in einer Richtung für den Pkw-Verkehr freigegeben werden könnte. Dies würde auch anderen ansässigen Gewerbetreibenden zugute kommen.

Alle Beteiligten machten deutlich, sie sehen das Citykaufhaus nur als Übergangslösung. Der Mietvertrag läuft zunächst fünf Jahre, mit Option auf fünf weitere. Ziel sei es noch immer, einen dauerhaften, zentrumsnahen Standort in städtischem Eigentum zu finden. Angesichts weiterer Baustellen wie der Bergschule Bad Kösen oder dem Theater ist dies derzeit jedoch nicht oberste Priorität, zumal die Haushaltsmittel sehr begrenzt sind. Man darf also getrost davon ausgehen, dass die Bibliothek für die vollen zehn Jahre im Citykaufhaus bleiben wird.

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