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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 05.03.2019 um 07:56:08

„Mädchen für alles“ packt auch gerne mal mit an


Foto: M. Schumann
Zum Frauentag stellen wir auch in diesem Jahr eine Powerfrau aus der Region vor: Susanne Dessau aus Karsdorf engagiert sich vielfältig und bringt trotzdem Arbeit, Ehrenamt und Familie gekonnt unter einen Hut.

von Martin Schumann


Wenn es eine weibliche Form von „Hans Dampf in allen Gassen“ gibt, dann heißt sie wahrscheinlich Susanne Dessau aus Karsdorf. Denn die 38-Jährige engagiert sich auf so vielfältige Weise, dass man meint, sie müsste öfters an zwei Orten gleichzeitig zu sehen sein.

Doch der Reihe nach: Die Arbeit steht bei ihr an erster Stelle. Auf der Gemeinde ist sie für 20 Stunden in der Woche als Sekretärin die „rechte Hand“ von Ortsbürgermeister Olaf Schumann. Und da diese 20 Stunden sie in keiner Weise auslasten, muss es natürlich noch ein Nebenjob sein. Den leistet Susanne Dessau in der Spielothek.

Doch ihre eigentliche Leidenschaft ist das Ehrenamt. Im Mehrgenerationenhaus (MGH) Karsdorf engagiert sie sich auf vielfältige Weise, ist „Mädchen für alles“.

„Feiern und Feste vorbereiten, mithelfen, organisieren, ob Ostermarkt, Weihnachtsmarkt oder Halloween“, zählt sie auf und schreckt auch vor vermeintlicher „Männerarbeit“ nicht zurück. Bei Wohnungsauflösungen packt sie gerne mit an, schleppt Möbel für das Sozialkaufhaus des MGH. Jeden Montag steht sie zudem im Kinderladen des MGH.

„Am spannendsten war die Zeit, als wir viele Flüchtlinge in Karsdorf hatten“, erinnert sich Susanne Dessau. „Da war richtig viel zu tun.“ Zu einigen der Flüchtlinge, die inzwischen alle woanders untergekommen sind, hat sie bis heute Kontakt. Zu den Volleyballnächten stellen sie regelmäßig eine Mannschaft - man muss wohl nicht extra erwähnen, dass Susanne Dessau da auch selbst mitspielt.

Treibende Kraft im MGH ist Chefin Angela Reininger, die mit ihrer Energie alle ansteckt, auch Susanne Dessau.

„Das MGH ist manchmal ein Irrenhaus“, sagt Susanne Dessau und lacht.

Dart-Kapitänin
Doch das MGH ist nicht das einzige, wo sich Susanne Dessau engagiert. Seit 1997 spielt sie Dart, ist Mannschaftskapitänin der 2. Mannschaft der Wetzendorfer Bulls in der Saale-Unstrut-Liga. Darüber hinaus tanzt sie im Karsdorfer Karnevalsverein (KKV) im Damenballett und im gemischten Ballett. Das Training, in der Hauptsaison einmal pro Woche, macht sie quasi nebenbei. Und damit es ihr an den Wochenenden nicht noch langweilig wird, steht sie bei den Heimspielen der SG ZW Karsdorf am Fußballplatz und kümmert sich um die Versorgung.

Wer denkt, für ein Familienleben sei bei all diesen Aktivitäten keine Zeit, der irrt. Die beiden elf- und achtjährigen Töchter haben sich daran gewöhnt, eine so aktive Mutti zu haben. Oft sind sie mit dabei, beispielsweise im Mehrgenerationenhaus. Doch auch das geht nicht immer von allein, denn die meiste Zeit ist Susanne Dessau auf sich gestellt. Ihr Mann ist unter der Woche nicht da, arbeitet als Isolierer auf Montage. Trotzdem bleibt „nebenbei“ auch noch Zeit für ihre beiden Chihuahuas, die derzeit vier kleine Welpen haben.

Positiver Stress
„Der Dezember war besonder stressig“, erinnert sich Susanne Dessau. „Früh die Kinder geweckt, dann auf Arbeit, und dann noch bis Mitternacht in der Spielothek.“ Deswegen geht sie dort nur noch stundenweise arbeiten. „Sonst hätte ich gar kein Familienleben mehr“, sagt sie. Ihren Stress nimmt sie stets als positiven Stress wahr. „Ja, ich bin ausgelastet“, sagt Susanne Dessau. „Aber wenn ich es nicht machen würde, dann würde mir was fehlen.“

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