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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 11.04.2019 um 12:03:37

Einsatzreichstes Jahr seit Gründung der Wehr


Foto: H. Behrens
129 Alarmierungen im Jahr 2018 bringen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bad Kösen an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Verbesserung von Ausbildung und Ausstattung angeregt.

Auf das „einsatzreichste Jahr seit Gründung der Wehr“ blickte Gert Dachroth, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Bad Kösen, anlässlich der Jahreshauptversammlung zurück.

129 Einsätze
129-mal wurde die Wehr im Jahr 2018 alarmiert. Gegenüber dem Jahr 2017 bedeutet das einen Anstieg um mehr als 150 Prozent. Bei 34 Einsätzen handelte es sich um Brände (506 Einsatzstunden), bei 15 um Verkehrsunfälle (202 Einsatzstunden). 73 technische Hilfeleistungen, wie etwa Ölspuren, schlugen mit 680 Einsatzstunden zu Buche. 23-mal hieß es „Person in Notlage“ - konkret Tragehilfe für den Rettungsdienst, Türöffnung oder Transport des Notarztes vom Hubschrauber zum Einsatzort. Neunmal waren Tiere aus einer Notlage zu befreien. Hinzu kamen einige ausgelöste CO2-Melder, Fehlalarme, Bauwerkssicherungen und Amtshilfe für die Polizei. Viermal wurde zudem der Funktruppwagen separat zur Unterstützung der Einsatzleitung in andere Kommunen gerufen.

Zu den schwersten Einsätzen gehörten Großbrand einer Lagerhalle in der Schönburger Straße in Naumburg, ein schwerer Verkehrsunfall bei Kleinjena sowie das Sturmtief „Friederike“, das am 18. Januar 2018 mehrere Einsätze nötig machte. Insgesamt habe das hohe Einsatzaufkommen die Mitglieder der Feuerwehr an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit gebracht, betonte Gert Dachroth.

Einsätze schweißen zusammen
Doch neben der Belastung hatte das hohe Einsatzaufkommen auch seine positiven Seiten. Oft wurden nämlich mehrere Ortsfeuerwehren gleichzeitig alarmiert, was das Zusammenwirken der Wehren untereinander verbesserte. Doch Dachroth fand in diesem Zusammenhang auch einige kritische Worte. Es könne nicht sein, dass einige wenige Feuerwehren das Thema Aus- und Weiterbildung nur sehr stiefmütterlich behandeln. Dies sei ein Sicherheitsrisiko für alle Kameraden.  

Die Feuerwehr Bad Kösen zählt derzeit 47 Mitglieder, davon 13 Frauen und 16 Jugendfeuerwehrmitglieder. Neu in die Einsatzabteilung wurden aus der Jugendfeuerwehr Nadine Klecha und Yanez Pfeffer aufgenommen. Dazu konnte Bert Hofmann nach seiner Rückkehr nach Bad Kösen seinen aktiven Dienst wieder aufnehmen.  

Angesichts der Tatsache, dass 60 Prozent der Einsätze in der Kernarbeitszeit zwischen 6 und 17 Uhr anfallen, ist das Zusammenwirken von Feuerwehr, Kommune und Arbeitgebern ein zentrales Thema. Bisher sei es nicht gelungen, aus dem vorhandenen Personal der Stadtverwaltung neue Einsatzkräfte zu rekrutieren. Auch eine bestehende Mitgliedschaft in einer Feuerwehr wurde bei Neueinstellung bisher kaum als positives Kriterium herangezogen, bemängelte Dachroth.

Um private Arbeitgeber, die ihre Angestellten zu Einsätzen regelmäßig freistellen müssen, zu entlasten, regte Dachroth an, die Verwaltung müsse zusätzliches technisches Personal einstellen. Dieses könnte dann vor allem im Bereich Naumburg die Vielzahl von Kleineinsätzen während der Tageszeit abarbeiten und so die Alarmierung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte auf ein erträgliches Maß herunterfahren.

Ausbildung
Neben den wöchentlichen Ausbildungsabenden mit insgesamt 32 praktischen und 18 theoretischen Schulungen war das Zeltlager auch 2018 wieder ein Höhepunkt. Bereits zum 59. Mal wurden kompakt die verschiedensten Szenarien geprobt, so beispielsweise der Einsturz einer Brücke, ein Baustellununfall und eine Verpuffung. Im Durchschnitt absolvierte jede Einsatzkraft 126 Ausbildungsstunden.

Technisch wurde die Wehr mit einem neuen Mannschaftstransportfahrzeug VW T6 ausgestattet, das auf den Namen „Moppel“ getauft wurde.

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