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Wochenspiegel > Naumburg > Liebe Männerinnen und Männer ... Wann ist ein Mann ein Mann? >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 29.05.2019 um 11:10:48

Liebe Männerinnen und Männer ... Wann ist ein Mann ein Mann?


Foto: W.-E. Mardas
Der Männertag ist nicht mehr das, was er mal war. Die Familie verdrängt den Bollerwagen. Ein nicht ganz ernst gemeintes Plädoyer für mehr Männlichkeit.

von Martin Schumann


Liebe Geschlechtsgenossen,

was ist nur mit uns passiert? Morgen ist unser Tag. Herrentag. Vatertag. Männertag. Der Tag, auf den wir früher alle hingefiebert haben, selbst da schon, als wir noch eher Männlein als Männer waren. Wie stolz waren wir einst, am Himmelfahrtstag als ebensolches Kommando losziehen zu können, geschmückt mit ein paar blühenden Fliederzweigen und den Tagesvorrat an Dosenbier im Rucksack oder Bollerwagen dabei.

Wir waren 15 oder 16, unterwegs trafen wir überall Gleichgesinnte, die ebenso „angeschmückt“ wie wir unterwegs waren und mit denen wir anstoßen und dummes Zeug erzählen konnten.

Und heute? Der Großteil von uns verbringt den „Männertag“ ganz in Familie. Vater, Mutter und Kinder sitzen einträchtig um den Grill herum und genießen den freien Tag im Garten oder auf der Terrasse. Feiernde Männerhorden in freier Wildbahn sind eine aussterbende Spezies geworden, so scheint es.

„Wann ist ein Mann ein Mann?“ wollte Herbert Grönemeyer bereits 1984 wissen. Geradezu prophetisch klingen in seinem Lied „Männer“ die Textzeilen „Männer sind so verletzlich“ und „Männer weinen heimlich“ - so als hätte er das heutige Elend schon vorhergesehen.

Wann ist ein Mann ein Mann? Diese Frage stelle ich heute erneut. Sind wir überhaupt noch Männer oder sind wir schon zu Männerinnen geworden? Haben wir es wirklich geschafft, uns unseren Tag von Emanzipation und Genderisierung wegnehmen zu lassen? Während in Berlin der Frauentag zum Feiertag gemacht wurde, wurde der Männertag in den letzten Jahren schleichend zum Familientag degradiert.

Der Himmelfahrtstag (und so manchem von uns war damals am Ende des Tages tatsächlich so zumute, als führe er direkt gen Himmel!) ist anscheinend nicht länger ein Symbol für archaische Männlichkeit. Wie auch unser Geschlecht insgesamt mit manikürten Nägeln, gezupften Augenbrauen und knöchelfreien Hosen immer weiter degeneriert, ist auch „unser Tag“ verwischt, verwaschen und verweichlicht.

Liebe Männerinnen und Männer, dem gilt es entschieden entgegenzuwirken! Steht auf, wehrt Euch gegen die Familisierung des Männertages! Noch ist Zeit. Geht einkaufen! Holt Bier! Verabredet Euch mit Gleichgesinnten! Schnappt den Bollerwagen und zieht los! Aber vergesst nicht, vorher Eure Frauen zu fragen - nicht, dass nachher der Haussegen schief hängt!

In diesem Sinne: auf uns Männer, prost! Und vergesst nicht, uns Bilder von Eurem Männertag zu schicken:
redaktion@wochenspiegel-naumburg.de. Wir freuen uns darauf!

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