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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 11.09.2019 um 14:37:22

Viel Kritik am größten Weinfest der Region

Annemarie Triebe nach ihrer Krönung zur 50. Gebietsweinkönigin. Annemarie Triebe nach ihrer Krönung zur 50. Gebietsweinkönigin.
Foto: M. Schumann
Das Freyburger Winzerfest ist das größte Weinfest Mitteldeutschlands. Die 50. Gebietsweinkönigin wurde gekürt. Kritik am Programm und am Sicherheitsdienst.

von Martin Schumann

Tausende feierten am Wochenende das Freyburger Winzerfest, mithin größtes Weinfest Mitteldeutschlands. Zu genauen Besucherzahlen hält sich der Weinbauverband zwar traditionell seit Jahren bedeckt, doch vielen Stammgästen ist in diesem Jahr ein – zumindest gefühlter – Rückgang des Andrangs aufgefallen.

Vor einem Jahr hatten die Veranstalter mit einigen Neuerungen aufgewartet, die auf geteiltes Echo gestoßen waren. Der Kirchplatz als Mittelaltermarkt ist eine davon. Das Ambiente wurde auch in diesem Jahr wieder vielfach gelobt. Und auch in der Sektkellereistraße war die neu etablierte „Street Food Meile“ um ein paar Stände angewachsen und präsentierte sich so schon etwas voller und „runder“ als noch vor einem Jahr. Noch immer etwas Nachholbedarf gibt es offenbar beim Schmuck- und Kunsthandwerkermarkt auf dem Platz zwischen den Jahn-Hallen in der Schützenstraße. Diesem würde es gut zu Gesicht stehen, eine handvoll Händler mehr zu akquirieren.

Der Trödelmarkt in der Breiten Straße war gut bestückt. Der Rummel auf dem Schützenplatz und die Musik im angrenzenden Schützenhausgarten fanden vor allem bei der Jugend wieder großen Anklang. Das musikalische Angebot im Lichthof der Rotkäppchen Sektkellerei bot Abwechslung und Unterhaltung für alle Generationen.

Besonders harsche Kritik gab es in diesem Jahr hingegen für die „MDR Jump Dance-Night“, die erstmals am Freitagabend auf dem Markt stattfand.

In unzähligen Kommentaren in den sozialen Netzwerken machten die Festbesucher ihrem Unmut Luft. Die einhellige Meinung: MDR Jump hat sich völlig unter Wert verkauft und zudem den Veranstalter brüskiert. Zwei unmotivierte Djs, die weder Stimmung verbreiteten, noch nennenswert mit dem Publikum interagierten, sowie zwei noch unmotiviertere Gogo-Tänzerinnen waren nicht das, was Publikum und Veranstalter sich vorgestellt hatten. Der Weinbauverband sah sich deswegen noch während des Festes gezwungen, sich in einer Stellungnahme über Facebook bei den Besuchern zu entschuldigen.

Im kommenden Jahr werde man sich wohl wieder auf bewährte Konzepte besinnen und möglicherweise eine Live-Band auf die Bühne stellen, war zu erfahren.

Dass so etwas besser beim Publikum ankommt, zeigte sich beispielsweise am Sonntag. Ost-Rockröhre Petra Zieger begeisterte mit ihrer Stimme, ihrem Charme, ihrem Elan und nicht zuletzt ihrer Band nicht nur die Generation über 50 und auch die Weimarer Band „Borderline“ wusste zum Festausklang trotz einsetzenden Regens die Besucher zu unterhalten. Ebenfalls ein Höhepunkt war am Samstag der 70er-Jahre-Star Harpo, der seinen größten Hit „Moviestar“ zwar gefühlt ein halbes Dutzend Mal sang, aber trotzdem den Markt in seinen Bann zog. Ein zweiter großer Kritikpunkt war das Agieren des Sicherheitsdienstes. Ein Anwohner beklagte beispielsweise, dass er mit einem kranken Kind auf dem Rückweg vom Arzt nicht mehr mit dem Auto in die Stadt gelassen wurde – trotz vorhandener Einfahrtsgenehmigung. Völlig unverständlich ist mehreren Bewohnern des Neubaugebietes Nord, wieso sie bereits an der Umgehungsstraße an der Einfahrt zur Querfurter Straße zum Teil sehr unfreundlich abgewiesen wurden. Und das, obwohl Freyburg-Nord kein Teil des Festgebietes ist. Aussagen wie „es ist mir egal, ob Sie eine Einfahrtsgenehmigung haben, ich lasse sie trotzdem nicht rein“ sollten dringend Teil der Festauswertung zwischen Weinbauverband und BRU-Security sein. Unbestrittener Höhepunkt des Festes war die Krönung der 50. Gebietsweinkönigin. Mit Annemarie Triebe trägt zum ersten Mal eine Zeitzerin die Krone von Saale-Unstrut. Die Anwesenheit von zahlreichen ehemaligen Weinköniginnen, die von der scheidenden Majestät Gina Maria Gräfe Rosen überreicht bekamen, sowie des Weinbotschafters Gunther Emmerlich gaben der Proklamation am Sonntag einen würdigen Rahmen. In ihrer Abschiedsrede blickte Gina Maria Gräfe auf ein bewegtes Jahr zurück und bedankte sich bei ihren zahlreichen Mitstreitern und Unterstützern, dem Weinbauverband, den Weinprinzessinnen und ihrer Familie. Sandra Warzeschka vom Weinbauverband würdigte die 49. als „unkomplizierteste Weinkönigin. Es gab nie ein Nein, nie Probleme. Vielen Dank für das, was du für uns geleistet hast!“

Für ihre Nachfolgerin Annemarie Triebe begann am Sonntag ein einjähriges Abenteuer voller Termine, Erlebnisse und Begegnungen.

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