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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 11.09.2019 um 14:41:13

„Das Jahr wird eine Party!“


Foto: M. Schumann
Annemarie Triebe ist die 50. Gebietsweinkönigin von Saale-Unstrut und die erste, die aus Zeitz kommt. Wir stellen die neue Majestät vor, die sich in der gesamten Region zuhause fühlt.

von Martin Schumann

„Aufgeregt. Pure Vorfreude. Das ist was ganz besonderes“, fasst Annemarie Triebe ihren Gemütszustand im Gespräch mit dem Wochenspiegel wenige Tage vor ihrer Krönung zusammen. In der Tat vereint die 23-Jährige einige Besonderheiten in ihrem Amt als Gebietsweinkönigin Saale-Unstrut 2019/20. Da ist zunächst das Jubiläum: Sie ist die 50. junge Frau, die die Weinkrone unseres Weinanbaugebietes trägt. Außerdem ist Annemarie Triebe die erste Zeitzerin, die dieses Amt inne hat. Dritte Besonderheit ist die „Doppelfunktion“, denn bis zum 14. September ist sie offiziell auch noch 7. Zeitzer Weinprinzessin - wenngleich sie zu ihrer „Abkrönung“ natürlich mit der Krone der Gebietsweinkönigin auf der Bühne stehen wird. Die Zeitzer Prinzessinnenkrone wird dafür auf einem Kissen drapiert und wandert von dort auf den Kopf ihrer Nachfolgerin.

Die Familie und der Wein
 Winzerin, Weinprinzessin, Weintechnikerin, Weinkönigin - der Lebenslauf scheint vorprogrammiert, wenn man sich vor Augen hält, dass Annemarie Triebe ein Spross des Wein- und Sektgutes Hubertus Triebe in Würchwitz ist. Doch automatisch ging da überhaupt nichts.
 
„Als Kind habe ich mir keine Gedanken gemacht, was ich mal werden wollte. Später habe ich wahnsinnig gern fotografiert, aber das ist auch ein Hobby geblieben“, erinnert sich Annemarie Triebe. „In der achten oder neunten Klasse habe ich dann ein Praktikum bei einer Eventagentur in Berlin gemacht, das war mega und hat mich inspiriert.“ Doch was im Berliner Olympiastadion Spaß macht, kann man genausogut ein paar Nummern kleiner in Würchwitz umsetzen, dachte sie sich und stellte ihre Tatkraft dann doch lieber dem elterlichen Weingut zur Verfügung, das neben eigenen Weinfesten auch den Rahmen für zahlreiche geschlossene Veranstaltungen wie zum Beispiel Hochzeiten bietet.

Lehre und Studium
 Von 2013 bis 2016 lernte Annemarie Triebe also Winzerin, arbeitete danach ein Jahr im elterlichen Weingut und entschied sich dann für ein Studium als Weinbautechnikerin in Veitshöchheim, das sie im Juli als „Staatlich geprüfte Technikerin für Weinbau und Oenologie“ abschloss. Dass sie damit die erste „echte“ Fachfrau in der Familie ist, verwundert zunächst, existiert das Weingut Triebe doch bereits seit 1999.
 
Aber Annemaries Eltern Grit und Hubertus Triebe kamen selbst über Umwege zum Wein. Er ist gelernter Tischler, sie ist Sekretärin. Als Hubertus Triebe nach der Wende als Tischler aus der LPG ausschied, übernahm er kurzerhand das Gehöft, auf dem die Familie schon vor 16 Generationen Landwirtschaft betrieb, und wandte sich dem Ackerbau zu. Ein Zeitungsartikel über freie Rebrechte ließ die Familie hellhörig werden. So entstanden 1999 zunächst 4,3 Hektar Rebfläche in Salsitz.
 
Heute bewirtschaftet Familie Triebe rund 12 Hektar und Annemarie packt fleißig mit an. Am liebsten im Berg, zur Zeit der Weinlese sei sie aber „eher ein Kellerkind“, sagt sie und lacht. Druck von den Eltern, die Berufslaufbahn einzuschlagen, gab es jedoch nie. „Sie haben mich frei entscheiden lassen, haben gesagt ,sie macht das schon“.“

Königin für alle Winzer
Natürlich sind die Eltern stolz, künftig eine Gebietsweinkönigin als „Eigengewächs“ präsentieren zu können. „Aber ich will für ganz Saale-Unstrut da sein“, verspricht Annemarie Triebe, die schon als kleines Mädchen die Region intensiv kennen und lieben lernte. „Meine Mutti ist bei den Landfrauen und hat mich oft mitgenommen. Naumburg, Freyburg, Bad Bibra - schon als Kind habe ich das alles als meine Heimat angesehen“, sagt sie. Und auch während ihrer Ausbildung und in der zweijährigen Zeit als Zeitzer Weinprinzessin habe sie in fast jedes Weingut in Saale-Unstrut reingeschnuppert.
 
Annemarie Triebe hat daher schon reichlich „Kronen-Routine“ und weiß recht genau, auf was sie sich einlässt: „Ich erwarte ein sehr weinseliges Jahr, freue mich auf viele Gespräche mit Winzern und bei Weinfesten. Besonders freue ich mich darauf, das alles gemeinsam mit den Weinprinzessinnen erleben zu dürfen. Wir sind ein tolles Team, das zu Recht als ,Wochenendfamilie“ bezeichnet wird. Das Jahr wird eine Party!“
 
Und die will Annemarie Triebe genießen, denn dass die Zeit schnell vergehen wird, weiß sie. „Die Zeit wird rasen. Schon die zwei Jahre als Weinprinzessin sind schnell vergangen. Die Uhr tickt so schnell.“ Darauf gaben auch die Vorbereitungen auf das Amt schon einen kleinen Vorgeschmack. Es gab zahlreiche Absprachen, ein Fotoshooting für die Autogrammkarte, der Königinnenwein wurde ausgesucht: Ein Weißburgunder, natürlich aus dem elterlichen Betrieb. „Das ist mein Lieblingswein, der hat es mir sehr angetan“, schwärmt sie. „Ein wunderbares Tröpfchen für jeden Moment, der passt einfach immer. Mein Freund ist leidenschaftlicher Griller, selbst zu Pulled Pork passt der Weißburgunder“, sagt Annemarie Triebe.
 
Neben dem Genuss - Annemarie Triebe ist zudem leidenschaftliche Hobbybäckerin - wird aber auch der Sport der Ausgleich zum prall gefüllten Terminkalender sein. „Der Weinberg ist mein Fitness-Studio. Außerdem spiele ich sehr gerne Volleyball“, sagt sie, die mit ihren 1,85 alle anderen Majestäten überragt und damit womöglich – wir haben zwar nicht genau nachgemessen – auch die größte aller bisherigen Weinköniginnen ist.

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