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Wochenspiegel > Naumburg > Endlich wieder freie Fahrt auf mehreren Straßen in und und um Naumburg >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 14.01.2020 um 11:57:47

Endlich wieder freie Fahrt auf mehreren Straßen in und und um Naumburg

Auch am Ortsausgang Naumburg-Henne in Richtung Schellsitz gehörte der symbolische Banddurchschnitt aller Beteiligten zum Abschluss der Baumaßnahme. Auch am Ortsausgang Naumburg-Henne in Richtung Schellsitz gehörte der symbolische Banddurchschnitt aller Beteiligten zum Abschluss der Baumaßnahme.
Foto: Martin Schumann Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Stadt Naumburg und Burgenlandkreis haben die Infrastruktur verbessert. Mehrere wichtige Projekte konnten noch vor den Feiertagen abgeschlossen werden.

Naumburg (red).
Rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest wurden in und um Naumburg drei Straßenbauprojekte abgeschlossen. Hier haben Sie jetzt wieder freie Fahrt.

Hinter dem Dom/OLG
Die Straße Hinter dem Dom, die Zufahrt zum Oberlandesgericht und weitere Bereiche wurden in mehreren Abschnitten grundhaft saniert.

Ein Teilstück der die Straße Neuengüter querenden Mausa wurde aufgrund von Rissbildungen im Gewölbebereich und wegen der bevorstehenden Baumaßnahme Kanal- und Straßenbau im Neuengüter erneuert. Das Natursteingewölbe wurde durch ein Betongewölbe ersetzt. Der Kanalbau kostete rund 219.000 Euro und war Ende September abgeschlossen. Der Straßenbau Neuengüter dauert noch bis Mitte 2020 an.

Bereits ab 2018 wurde der Abwasserkanal in der Georgenstraße zwischen Georgentor und Hinter dem Dom auf 280 Metern Länge mit dem sogenannten Schlauchliner-Verfahren saniert. Die Kosten hierfür betrugen 250.000 Euro.
Hinter dem Dom, in der Zufahrt zum Oberlandesgericht (OLG) und in der Straße Neuengüter wurde der Mischwasserkanal samt Hausanschlüssen erneuert. Die Straße Hinter dem Dom und die Zufahrt zum OLG wurden unter Verwendung historischer Baustoffe wieder hergerichtet beziehungsweise komplett neu gestaltet.

Brückenstraße und Panzerstraße
Brückenstraße und Panzerstraße wurden in drei Bauabschnitten auf einer Gesamtlänge von knapp 4 Kilometern seit 2016 saniert. Für Straßen- und Landschaftsbau sowie Planungskosten und Genehmigungen musste die Stadt Naumburg knapp 3,2 Millionen Euro aufbringen. Das Geld stammt zu 100 Prozent aus dem Hochwasserfördertopf.

Mit dieser Baumaßnahme wird der Weg frei gemacht für weitere große Bauvorhaben. Im Frühjahr 2020 soll im Auftrag des AZV Naumburg die Regenwasserrückhaltung im nördlichen Stadtgebiet saniert bzw. erneuert werden. Ein Einlaufbauwerk, der Dechantensammler, wird in der Halleschen Straße in Höhe des Viaduktes neu gebaut. Für die Anbindung der nördlichen Ortsteile soll die Panzerstraße als Umfahrung genutzt werden. Gleichzeitig dient die Zufahrtsstraße zum Campingplatz der touristischen Erschließung des Blütengrundes zur Personenfähre, den überregionalen Radwanderwegen an Saale und Unstrut und den anliegenden touristischen Unternehmen, sie ist vor allem Anlaufpunkt für Naherholungssuchende.

Henne-Schellsitz
In einer Gemeinschaftsmaßnahme von Burgenlandkreis, Stadt und Abwasserzweckverband wurde die Kreisstraße K 2649 zwischen Naumburg-Henne und Schellsitz saniert. Bereits 2015 erfolgten erste Maßnahmen zur Hangsicherung an der der Saale abgewandten Seite, 2019 nun der Straßenbau. Eine besondere Herausforderung waren dabei die mehr als 150 Mikropfähle, die die Straße gegen ein Abrutschen in die Saale sichern.

Insgesamt wurden hier 1,5 Millionen Euro aus Hochwassermitteln investiert. Der Straßenbau kostete davon etwas mehr als 800.000 Euro. Davon trägt der Kreis den Hauptanteil, während die Stadt Naumburg „nur“ 9.000 Euro für eine neue behindertengerechte Bushaltestelle und der Abwasserzweckverband 59.000 Euro für eine 350 Meter lange Abwasserdruckleitung beisteuerten.  

Auf Kritik stößt jedoch die Gestaltung des Bootsanlegers. Mittels Warnbaken wird die Straße dort verengt, auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es eine Bucht am Hang, wo Kanus abgelegt werden können. Optimal sei das nicht, gab Schellsitz’ Ortsbürgermeister Jürgen Radegast zu bedenken. Der Problematik sind sich die Verantwortlichen durchaus bewusst. Es sei „keine schöne Lösung, aber eine Lösung“, so Landkreis-Dezernentin Angelika Renner. Zum Schutz ein- und ausbootender Wasserwanderer gilt an dieser Stelle Tempo 50.

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