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Wochenspiegel > Naumburg > Der Ort zum Sonntag: Folge 7 - LCV Lauchaer Carnevalsverein >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 14.02.2020 um 11:21:11

Der Ort zum Sonntag: Folge 7 - LCV Lauchaer Carnevalsverein

Vereinsvorsitzender Jochen Pietzsch, Dirk Vater, Präsident des Karneval-Landesverbandes Sachsen-Anhalt, Chef des Protokolls Wilhelm Ebbinghaus und Landrat Götz Ulrich (v.l.), der ebenfalls eine tolle Büttenrede hielt. Vereinsvorsitzender Jochen Pietzsch, Dirk Vater, Präsident des Karneval-Landesverbandes Sachsen-Anhalt, Chef des Protokolls Wilhelm Ebbinghaus und Landrat Götz Ulrich (v.l.), der ebenfalls eine tolle Büttenrede hielt.
Foto: W.-E. Mardas Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Qualitätsprogramme am laufenden Band in Laucha - Passend zur Karnevalszeit besuchen wir die Veranstaltung des LCV in Laucha/U.

Laucha (wm).
Der  Lauchaer Carnevalsverein - LCV - hat ein ausgeklügeltes System entwickelt, um immer wieder Spannung in das Programm zu bringen und so den Saal im Schützenhaus nahezu zu allen Sitzungen ausverkauft zu haben.

Das Prinzenpaar - es ist das größte Geheimnis. Niemand, auch nicht die Vereinsspitze erfährt etwas im Vorfeld. Nur einer weiß es, Gunter Heise. Er spricht Monate vorher mit einem Paar seiner Wahl und holt das Einverständnis sowie ein „Schweigegelübde“ ein. Der ehemalige Chef der Rotkäppchen Sektkellerei überbringt dann zur Veranstaltung der Presse einen Zettel mit den „taktisch-technischen Daten“. Manche Prinzenpaare arbeiten noch im Vorfeld mit bei der Vorbereitung der Veranstaltung, um keinen Verdacht zu schöpfen. Kurz vor Veranstaltungsbeginn verschwinden sie nachhause und erscheinen pünktlich zur Eröffnung als Prinzenpaar. In diesem Jahr sind es Prinz Rolf I. und Prinzessin Carmen I., das 60. Lauchaer Prinzenpaar. Die beiden Berbig’s konnten sogar noch die Schlüsselträgerin „aus eigener Produktion“ stellen. Johanna erledigte den perfekt. Marlene und Alfred sind noch zu klein, aber auch sie werden bestimmt bald Karnevalsluft schnuppern.

An zweiter Stelle stehen die Ehrungen, denn für die viele geopferte Freizeit soll einfach ein Dankeschön erfolgen. So wurde in diesem Jahr der eben erwähnte Gunter Heise für 55 Jahre verdienstvolle Mitgliedschaft mit dem Ehrenorden des Karneval-Landesverbandes Sachsen-Anhalt und dem Ehrenorden des LCV ausgezeichnet. Maritta Pietzsch und Steffi Köppel erhielten für 40 Jahre Treue den Ehrenorden in Gold des Bundes Deutscher Karneval und den Ehrenorden des LCV. Auch das Urgestein vom LCV, Wilhelm Ebbinghaus wurde nach 54 Jahren geehrt, denn er möchte als ehemaliger Chef des Protokolls und Alterspräsident nun etwas kürzer treten. Zudem feierte er am Veranstaltungstag seinen 77. Geburtstag. Diese Auszeichnungen übernahm Dirk Vater, Präsident des Karneval-Landesverbandes Sachsen-Anhalt. Auf diese Überraschung war Wilhelm Ebbinghaus nicht vorbereitet und es kullerten vor Rührung  einige Tränen. Auch wurden Närrinnen und Narren für 35, 30, 15 und 5 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Zudem erhalten jedes Jahr alle Vereinsmitglieder und Sponsoren sowie die langjährigen Pressevertreter den jährlich neu gestalteten Sessionsorden.

Ein wesentlicher Punkt ist natürlich der Nachwuchs des Vereins. Hierauf  wird ganz besonderer Wert gelegt. So kam Leo Huche mit 7 1/2 Jahren erstmals als Büttenredner auf die Bühne. Und er meisterte seinen Beitrag ganz toll, auch wenn er auf einer Bierkiste stehen musste, um über den Büttenrand zu sehen. Für Lacher sorgte der Kleine zum Schluss. Er erhielt seinen Saisonorden und ein Küsschen von einem schmucken Gardemädchen, was er aber mit einem kräftigen Abwischen seiner Wange quittierte. Auch das wird sich später sicher ändern...

Theo Heckel ist auch ein ganz junger Büttenredner, der auch noch die Bierkiste nutzen musste. Aber er war nicht zum ersten Mal dabei. Richard Ellmann, auch ein Nachwuchsredner, der allerdings in den letzten Jahren so „ellenlang“ geworden ist, dass er beim Basketball einen Korbleger ohne Springen hinbekommen könnte. Und auch Ur-ur-urgestein der Büttenredner, Axel Schmidt, lieferte mit seinem Beitrag „Aus dem Leben gegriffen“ so ab, dass den Zuschauern Lachtränen in die Augen stiegen. Und wenn nach über dreieinhalb Stunden Programm bei seinem Vortrag kein Gemurmel im Saal zu hören ist, so zeugt das von der Qualität der Beiträge - was sicher nur ein Bestatter aus dem wahren Leben so hinbekommen kann.

Doch die Jüngsten können sich auch beim Kinderballett richtig entfalten. Mit dem Radetzky-Marsch und dem Cheerleader-Song eroberten die Kleinen die Herzen der Zuschauer.

Die Gardejungs und Gardemädels sind immer auf der Bühne präsent und sorgen für Bewegung vor dem Prinzenpaar und dem Elferrat. Auch überbringen sie die Orden und geleiten Promis auf die Bühne und begleiten sie wieder auf ihren Platz.

Mit einem Burlesque-Tanz und Elvis Presleys Jailhouse Rock begeisterte das Hofballett die Zuschauer, die in Laucha übrigens nur zum Rosenmontag im Kostüm kommen.

Und zwischen den Kleinen und den Großen ist das Jugendballett angesiedelt. Mit „Waterloo“ ging bei dieser Tanzgruppe die Post ab.

Immer etwas Neues - so ein weiterer Punkt auf der  To-do-Liste des erfolgreichen Vereins. „Erna und Elfriede“ waren erstmals als lustige ältere Damen zu sehen, die alle Lachmuskeln strapazierten.

Torsten Reichert und (neu) Marvin Giese - die beiden „Leichtgewichte“ - präsentierten mit ihrer Performance den Babysittersong - einfach süß! Wenn wir schon bei süß sind, die Herzen aller Damen schlugen höher, als das Männerballett als Spritzer-Überflieger mit dem Hub-hub-hubschrauber-Song einen Tanz auf die Bühne und die Saalmitte brachte, die die Frisuren der Damen durch die „Rotoren“ regelrecht verwirbelte.

Schon sehr lange dabei und aus keinem Programm mehr wegzudenken: Die große Gruppe. Sie griffen als Die lustigen Vagabunden Themen aus Politik und Wirtschaft auf die lustigste Art auf.

Der LCV verfügt aber noch über eine „Geheimwaffe“, die allerdings jährlich eingesetzt wird. Andreas Kaschel ist ein Büttenredner, der gefühlte Stunden über Gott und die Welt frei sprechen kann und es nie langweilig wird. Im aktuellen Programm „So ein Zirkus“ schlug er immer wieder als Pausenclown nach Beiträgen auf der Bühne auf und strapazierte in seiner unverkennbaren Art die Lachmuskeln der Besucher.

Nach dem genau vierstündigen Programm ohne Pause - und es hätte ruhig noch etwas länger sein können - sagte der Präsident des Karneval-Landesverbandes Sachsen-Anhalt, Dirk Vater gegenüber Super Sonntag: „So ein tolles, abwechslungsreiches Qualitätsprogramm habe ich selten gesehen. Hut ab vor so einer Leistung!“

Weitere Veranstaltungen sind am 15. und 22. Februar, am 24. Februar Rosenmontagsball.

Info: Sie kennen  einen Ort, einen Platz, eine Straße oder einen Verein, über den wir an dieser Stelle berichten sollen? Steht ein Jubiläum an? Wurde etwas Tolles erreicht? Dann her damit! E-mail: redaktion@supersonntag-zeitz.de oder per Post: Super Sonntag, Salzstraße 1, 06618 Naumburg

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