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Wochenspiegel > Naumburg > Der Ort zum Sonntag: Folge 34 - Heimatstube Possenhain >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 11.09.2020 um 09:04:03

Der Ort zum Sonntag: Folge 34 - Heimatstube Possenhain

In einem Raum der ehemaligen Schule ist in Possenhain die Heimatstube untergebracht. In einem Raum der ehemaligen Schule ist in Possenhain die Heimatstube untergebracht.
Foto: Wolf-Eike Mardas Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder) Galerie (5 Bilder)
Von der Holzwasserleitung bis zur Bohnenschnippelmaschine
Geschichte eindrucksvoll erleben und dabei für das Leben lernen.

Possenhain (wm).
In unmittelbarer  Nähe der Kirche in Possenhain befindet sich die  Heimatstube.   Untergebracht ist sie in einem ehemaligen Klassenraum der Grundschule. Frank Schulze und Hannelore Schwarz sind zwei der insgesamt sechs Mitglieder der Interessengemeinschaft Possenhainer Heimatfreunde.

Frank Schulze, der Leiter der Heimatstube, erzählt: „Die Schule wurde 1835 gebaut. Von der ersten bis zur achten Klasse wurden die Kinder hier beschult. 1954 gingen die Mädchen und Jungen der ersten bis vierten Klasse in die Räume des ehemaligen Gasthofes ’Zur Linde’, die Schüler der fünften und sechsten Klasse wurden in Schönburg beschult, die beiden nächsthöheren Klassen hier in der Schule und die letzten beiden Schuljahre ging es in die Marienschule nach Naumburg.“

Von 1996 bis 1997 gab es von der Gemeinde eine sogenannte ABM - eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Gabriele Serbling aus Schönburg und Frank Schulze bekamen die Aufgabe, die Geschichte der beiden Orte aufzuarbeiten. Das war sehr interessant und sie konnten sich beide in den Archiven umsehen, erzählt der 72-Jährige. Gekrönt wurde das ABM-Jahr zum Abschluss mit einer Ausstellung auf der Schönburg. Das wurde von den Einwohnern der umliegenden Orte gut besucht.

In Absprache mit dem Bürgermeister wurde schließlich in der ehemaligen Schule eine Heimatstube eingerichtet. „Fast alle Familien brachten uns Dinge aus ihrem Haushalt zur Ausgestaltung, zum Teil als Leihgabe, als Dauerleihgabe oder sogar als Schenkung. Stück für Stück wurde die Ausstellung erweitert. 23 Jahre machen wir das nun schon als Interessenverein ohne jegliche finanzielle Zuwendung. Hannelore Schwarz, Lydia Meinhardt, Edelgard Schulze, Klaus Ihle, Bürgermeister Friedrich Prüfer und meine Wenigkeit haben einfach Spaß mit unserer Interessengemeinschaft“, so Schulze. Traurig ist er nur, dass das Interesse nachgelassen hat. Gerade für Kinder und Jugendliche ist es doch eine gute Gelegenheit zu sehen, wie die Menschen früher im Ort gelebt und gearbeitet haben. „Natürlich können wir hier nicht immer vor Ort sein. Aus diesem Grund öffnen wir unsere Heimatstube zum Tag des offenen Denkmals am 13. September und nach telefonischer Terminabsprache unter 03445/701916“, erklärt der Leiter der Heimatstube.

Dietmar Lißmann aus Schönburg hat 2007 das ehemalige Kohlenlager als Ausstellungsraum für landwirtschaftliche Geräte ausgebaut. Selbstverständlich wird das auch mit gezeigt. Und Frank Schulze kann viel erzählen, denn er hat sich viel mit der Geschichte befasst und nutzt auch heute noch jede Gelegenheit, um die Ausstellung interessant zu gestalten. Er erzählt, wie rund 100 Schülerinnen und Schüler in diesem einen Klassenraum gelernt haben, zeigt den Lehrer auf einem Foto, der den Mädchen bei einem Vergehen mit dem Rohrstock auf die Finger und bei den Jungen auf den Allerwertesten schlug.

Hannelore Schwarz zeigt zwei Bohnenschnippelmaschinen - für eine und in einer anderen Ausführung für zwei Bohnen -  sowie ein Bügeleisen, in das ein heißer Eisenklotz geschoben werden musste. Zwei noch funktionierende Dampfmaschinen und ein original Zapfhahn von Riebeck sowie eine Münze aus dem Jahr 1883 sind weitere interessante Ausstellungsstücke. Unter dem Tisch liegt ein Baumstamm, in dessen Mitte sich ein Loch befindet. Doch was war das? Frank Schulze Lächelt: „Hierbei handelt es sich um ein Stück Wasserleitung.“ Neben der Landwirtschaft wurde auch das Handwerk in Possenhain groß geschrieben. Es gab einen Tischler, Elektrohandwerk, Bäcker, Gastwirte, zwei Schuhmacher, ein Schneidermeister, einen Fleischer, einen Schmied und einen Böttcher. Und so ganz nebenbei haben die Possenhainer noch als Winzer gearbeitet. Und dazu gibt es viele Geschichten zu erzählen...

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