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Thomas Schmidt Thomas Schmidt
aktualisiert am 09.10.2020 um 20:46:16

Fahrradfreundliche Kommunen als Mobilitätswende

Mit blumigen Aussichten hat das Zeitalter der fahrradfreundlichen Kommunen als Mobilitätswende einen weiteren Schritt in Richtung klimafreundliches Sachsen-Anhalt eingeläutet. Mit blumigen Aussichten hat das Zeitalter der fahrradfreundlichen Kommunen als Mobilitätswende einen weiteren Schritt in Richtung klimafreundliches Sachsen-Anhalt eingeläutet.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (1 Bild)
Sachsen-Anhalts Kommunen - 53 Kommunen, darunter die kreisfreien Städte Magdeburg, Halle und Dessau sowie ein Landkreis - wollen fahrradfreundlicher werden. Ziel ist die Reduzierung des CO2 Ausstoßes als Klimaziel und die Gesundheitsförderung durch gesunde Bewegung sowie die Stärkung des Fahrradtourismus in Sachsen-Anhalt.

Aken/Elbe (ts).
Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen und wenn das mit dem Fahrrad geschieht, dann kann er was erleben und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz und seine Gesundheit tun. Genau das sind unter anderem die Ziele der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen Sachsen-Anhalts (AGFK)“, die sich Ende 2019 gegründet hat. Zu ihrem zweiten Treffen vor einigen Tagen in Aken (Elbe) wurden die Ziele des Netzwerkes weiter konkretisiert. Zudem sind weitere Kommunen sowie der erste Landkreis (Stendal) in die Gemeinschaft aufgenommen worden.

In Aken sind zehn Neue dazugekommen. Unter den „Neulingen“ sind u. a. Köthen, Raguhn-Jeßnitz, Quedlinburg, Sangerhausen, Weißenfels und Ilsenburg. Somit sind aktuell 53 Kommunen und der Landkreis Stendal Mitglieder in der Gemeinschaft. Gemeinsam wollen alle daran wirken, das Fahrradfahren in ihren Regionen attraktiver und sicherer zu gestalten.

Dabei geht  es um den Alltags- und Freizeitradverkehr, der laut Studie etwa 20 Prozent des Gesamtverkehrsaufkommens beträgt. Allerdings gibt es kommunale und regionale Unterschiede. Ungeachtet dessen soll der Anteil verdoppelt werden. In welchem Zeitraum das geschieht, bleibt offen. Doch es besteht Einigkeit unter den Kommunen darüber „je eher, desto besser“. Denn es geht dabei auch um die Mobilitätswende als Beitrag zum Klimaschutz und um die CO2-Reduzierung. Auch der Anteil für den Bereich Gesundheit in Form von Bewegung spielt eine signifikante Rolle. Diese nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität soll in ein ganzheitliches Radverkehrssystem als langfristiges Ziel münden.

Das stärkt zugleich ein weiteres Ziel, den Fahrradtourismus in Sachsen-Anhalt als wichtigen Wirtschaftsfaktor. Daher ist das Land Sachsen-Anhalt mit im Boot und unterstützt das kommunale Netzwerk mit jährlich mit 150.000 Euro. Zudem steuern die Kommunen je nach Einwohnerzahl 300, 500 bzw. 700 Euro bei.

Das Land sieht diesen Strukturwandel als wichtigen Bestandteil für eine klimafreundliche Zukunft. „Gemeinsam mit den Kommunen wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Menschen in unserem Land auch im Alltag noch öfter das Auto stehenlassen und aufs Fahrrad umsteigen“, sagte Verkehrsminister Thomas Webel. Die Landesregierung betont, eng mit der Arbeitsgemeinschaft zusammenzuarbeiten und als zentraler Ansprechpartner der Kommunen für den Radverkehr in Sachsen-Anhalt zu dienen.

So stehen aktuell erste praktische Projekte vor der Umsetzung. „Die erste umsetzbare Idee der Arbeitsgemeinschaft ist das Bekanntmachen des kommunalen Fahrradnetzwerkes, wie zum Beispiel sich in zahlreichen Kommunen in einer Art Roadshow zu zeigen, um bekannter zu werden und vor allem, um für das Fahrradfahren zu werben“, erklärte Akens Bürgermeister Jan-Hendrik Bahn. So soll die Homepage, die sich im Aufbau befindet, in Kürze als Informationsplattform dienen und auch die sozialen Netzwerke sollen regelmäßig bespielt werden.

Zudem soll ein Imagefilm erstellt werden, der die Roadshow unterstützen und den Bekanntheitsgrad des Netzwerkes erhöhen soll. „Wir werden das zeitnah umsetzen, doch ohne Druck, dafür jedoch mit einem möglichst hohen Wirkungsgrad“, ergänzte Torsten Zugehör, der Oberbürgermeister von Wittenberg und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft die Vorgehensweise in den nächsten Wochen.

Weiterhin werden zwei Radfahrzählanlagen angeschafft, um  die Radmobilität aktiv messbar zu machen und um diese Daten analysieren zu können. Weitere Nahziele sind die Anschaffung eines mobilen Trailers für die Roadtour samt Technik und die Integration von festen Veranstaltungen, wie ein „Tag rund ums Rad“ und so weiter.

Doch nicht vergessen werden sollen die Fahrradsicherheit und der Ausbau des Radwegnetzes im Land. „Fahrradfreundlichkeit schließt Fahrradsicherheit sowie die dafür notwendige Infrastruktur mit ein“, so Patrick Strüber vom Stadtplanungsamt Magdeburg.

Alle Akteure sind sich sicher, durch das Netzwerk der Kommunen und Landkreise sowie die Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren, wie dem SPNV und dem ÖPNV, werden insbesondere im Alltagsverkehr multimodale Wegeketten mit dem Umweltverbund gestärkt und damit ein großer Anteil am Klima- und Gesundheitsschutz geleistet.

Durch die Symbiose und Kooperation mit weiteren Partnern, wie Tourismusverbände, ADFC und so weiter, können zudem weitere Synergieeffekte für die Gesundheit, dem Umweltschutz sowie für den Tourismus und damit auch für die Wirtschaft geschaffen werden.

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