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Wochenspiegel > Quedlinburg > Wahre Helden falten Geschichte >
 Lothar Hanke Lothar Hanke
aktualisiert am 17.12.2014 um 16:18:06

Wahre Helden falten Geschichte

Rolf Weiher aus Quedlinburg (2.v.li.) gewann den Ur-Krostitzer Jahresring. Rolf Weiher aus Quedlinburg (2.v.li.) gewann den Ur-Krostitzer Jahresring.
Foto: Archiv
Die Welterbestadt Quedlinburg ist für diese Leistung zu beglückwünschen.

Quedlinburg (WS). Im Jahr des 480. Geburtstags der Krostitzer Brauerei hat Rolf Weiher den mitteldeutschen Historikerpreis Ur-Krostitzer Jahresring gewonnen. Er reichte ein auf zehn Meter ausziehbares Faltbuch ein, das einen „Zeitstrahl durch die Deutsche Geschichte – Geschichte der Welterbestadt Quedlinburg in Ostfalen als Wiege Deutschlands" zeigt. Für diese Leistung wurde der Hobbyhistoriker aus Quedlinburg mit 1 500 Euro sowie einer goldenen Nachbildung des Rings von Schwedenkönig Gustav II. Adolf ausgezeichnet. Weitere 3 500 Euro Preisgeld teilen sich die Ge-winner sieben verschiedener Themenkategorien aus Berlin/Leipzig, Dresden, Frauenprießnitz, Göttingen, Gröningen, Hohenleipisch und Weißwasser.

„Mitteldeutsche Geschichte grafisch so eindrucksvoll in einem Faltbuch aufzubereiten, ist eine außergewöhnliche Leistung von Rolf Weiher, die wir unbedingt mit dem Hauptpreis würdigen wollten", sagt Wolfgang Welter, Geschäftsführer der Krostitzer Brauerei. Der Juryvorsitzende Professor Manfred Straube ergänzt: „Geschichte ist vor allem bei der jüngeren Generation gewiss nicht immer der beliebteste Themenbereich. Das Werk von Rolf Weiher zeigt, wie man historische Ereignisse wunderbar bildlich darstellen kann, sodass jedermann Lust bekommt, sich damit zu beschäftigen."

Rolf Weiher hat einen der bemerkenswertesten Beiträge seit Bestehen des Ur-Krostitzer Jahresrings eingereicht. In Form eines grafischen Faltbuches hat er mit Unterstützung seines Sohnes eine mehr als ungewöhnliche Darstellung deutscher Geschichte ge-schaffen, um das „Ge-schichtsbewusstsein" allgemein und besonders in den mitteldeutschen Ländern zu fördern. Mit dem bis auf zehn Meter Länge ausziehbaren Faltbuch hat er – um ihn selbst zu zitieren – eine einmalige Möglichkeit geschaffen, in „grafischer Form übersichtlich und leicht verständlich die mitteldeutsche Ge-schichte als Grundlage der deutschen Reichsgeschichte … zu vermitteln".

Tatsächlich seien bisher keine Publikationen bekannt, die so kompakt, faktenreich, übersichtlich und überzeugend die wichtigsten Daten deutscher Geschichte im Kontext von Herrscherpersönlichkeiten, politischen, juristischen, kulturellen und ökonomischen Ereignissen im europäischen und weltgeschichtlichen Rahmen eindrucksvoll synchronoptisch zusammenfassen. Beigefügt sind genealogische Übersichten, Kartenskizzen und Illustrationen.

Kategoriegewinner

In sieben verschiedenen Themenkategorien kürte die Jury je einen Gewinner. Jeder er-hielt ein Preisgeld von 500 Euro. In der Kategorie Industriegeschichte überzeugte Manfred Schäfer aus Weißwasser im Landkreis Görlitz mit seiner Forschungsarbeit „Die Menschen von hier haben Glas geformt und das Glas die Menschen". Ralf Staufenbiel aus Gröningen im Landkreis Börde gewann mit seiner Arbeit „Heimatbuch Kloster Gröningen" in der Kategorie Ortsgeschichte. In der Kategorie Erinnerungskultur triumphierten Heinz Richard Lohholz aus Berlin und Stefan Witt aus Leipzig mit ihrem Werk „Kriegserinnerungen 1914–1918. Ge-danken und Erlebnisse eines

preussischen Musketiers von Otto König aus Schraplau".

Die beste Arbeit in der Kategorie Dokumentation reichte Manfred Gerhard Böttcher aus Dresden mit seinem Werk über die Luftangriffe auf Dresden am 13./14./15. Februar 1945 ein. Siegfried Bräuer aus Hohenleipisch im Landkreis Elbe-Elster siegte in der Kategorie Handwerksgeschichte. Er schrieb über „Die Grautöpfer-Innung Hohenleipisch". In der Kategorie Wissenschaftsgeschichte überzeugte Dr. Katharina Habermann aus Göttingen mit der Ausarbeitung „Die Kalenderbriefe des Georg Albrecht Hamberger im Kontext der Kalenderreform von 1700". Für sein Lebenswerk wurde Konrad Claus aus Frauenprießnitz im Saale-Holzland-Kreis ausgezeichnet. Er bewarb sich mit dem Werk „Frauenprießnitz: Klosterdorf – Residenz – Amtssitz/Streiflichter aus der Geschichte eines ostthüringischen Dorfes".

Zahlreiche weitere Arbeiten wurden als sehr gelungen betrachtet und erhielten von der Jury eine „besondere Anerkennung", die allerdings nicht mit einem Preisgeld dotiert ist.

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