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Wochenspiegel > Quedlinburg > Schwere Technik im Einsatz für den Naturschutz >
Michael Randhahn Michael Randhahn
aktualisiert am 05.02.2018 um 13:33:23

Schwere Technik im Einsatz für den Naturschutz

In der Warnstedter Sandgrube wurden unter der Leitung des Landesarbeitskreises Feldherpetologie Sachsen Anhalt gemeinsam mit etwa 25 Naturschützern/innen und etwa 20 Kameraden/innen der Ortsverbände Halberstadt und Quedlinburg des Technischen Hilfswerkes der Besuchs zurückgeschnitten, besonnte Hügel und Böschungen angelegt und das Gewässer leer gepumpt, um Fische umzusiedeln, die die Artenvielfalt bedrohen würden. In der Warnstedter Sandgrube wurden unter der Leitung des Landesarbeitskreises Feldherpetologie Sachsen Anhalt gemeinsam mit etwa 25 Naturschützern/innen und etwa 20 Kameraden/innen der Ortsverbände Halberstadt und Quedlinburg des Technischen Hilfswerkes der Besuchs zurückgeschnitten, besonnte Hügel und Böschungen angelegt und das Gewässer leer gepumpt, um Fische umzusiedeln, die die Artenvielfalt bedrohen würden.
Foto: bund
Warnstedt (WS). Der Landesarbeitskreis Feldherpetologie Sachsen-Anhalt und das Technische Hilfswerk schaffen gemeinsam Lebensräume für geschützte Arten im Landkreis Harz. In einer groß angelegten Pflegeaktion trafen sich am der Landesarbeitskreis (LAK) Feldherpetologie Sachsen-Anhalt (eine landesweit tätige Fachgruppe innerhalb des BUND zum Schutz von Amphibien und Reptilien) und die Ortsverbände des Technischen Hilfswerks (THW) Halberstadt und Quedlinburg sowie zahlreiche ehrenamtliche Naturschützerinnen und Naturschützer in der Sandgrube bei Warnstedt.

Ziel des Kooperationsprojektes mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Harz war die Wiederherstellung und Schaffung von Lebensräumen für Frösche, Kröten, Eidechsen & Co. Im Vordergrund standen dabei das Schaffen von großflächigen Rohböden, das Entbuschen und Entkrauten von Böschungen sowie das Leerpumpen eines wichtigen Laichgewässers und Abfischen von nicht heimischen Goldfischen.

„Durch die Maßnahmenkomplexe wurde der Zustand des wertvollen Biotops für viele Arten deutlich verbessert“, sagte Marcel Seyring, Sprecher des Landesarbeitskreises. Das THW unterstützte die Naturschützer dabei tatkräftig. „Ohne den Einsatz der blauen Engel sowie die zahlreichen Ehrenamtlichen wäre eine so umfangreiche Aktion zum Schutz und Erhalt solch wichtiger Lebensräume im Nordharz kaum möglich gewesen“, so Seyring weiter.

„Der Naturschutz und somit auch der Erhalt der heimischen Artenvielfalt gehört zu den gesamtgesellschaftlichen Aufgaben. Um den Lebensraum der gefährdeten Arten entsprechend aufzuwerten, unterstützen wir sehr gern diese Aktion mit unserem Knowhow und der uns zur Verfügung stehenden Spezialtechnik.“, so Sandra Pampus, Sprecherin des THW-Ortsverbandes Halberstadt.Die Halberstädter Fachgruppe „Räumen“ schob mittels Bergeräumgerät (Radlader) die ebenen Flächen ab und legte aus dem Material besonnte Hügel und Böschungen an, in denen sich die Tiere künftig verstecken können. Schwerpunkt für den Ortsverband Quedlinburg war das bereits am Freitagabend begonnene Leerpumpen des Gewässers mittels 4 Hochleistungspumpen und 800 m langen Schläuchen.

Insgesamt waren über 20 Helfer der THW-Ortsverbände Halberstadt und Quedlinburg sowie 25 Naturschützerinnen und Naturschützer mit Motorsägen, Astschneidern, Hacken, Elektrobefischungsgerät und Keschern im Einsatz für den Naturschutz.


Hintergrund:
Amphibien und Reptilien zählen nicht nur weltweit, sondern auch bundesweit und in Sachsen-Anhalt zu den gefährdetsten Tiergruppen, da ihre Lebensräume und Populationen zunehmend verschwinden. Zahlreiche dieser geschützten Arten, wie z.B. die Wechselkröte besiedeln unter anderem auch aktive Abbaustätten wie Kies-, Sand- oder Tongruben. Diese verlieren nach Beendigung der Abbauphase in Folge eines raschen Zuwachsens und einer Verbuschung aber meist sehr schnell die Eignung als Lebensraum für seltene Arten. Zudem verlieren Gewässer oft durch Aussetzen von Fischen ihre Eignung als Kinderstube für Kaulquappen.

Mit dem Verschwinden von offenen, gut grabbaren und besonnten Rohbodenflächen sowie flachen, besonnten und fischfreien Gewässern sterben meist auch die gefährdeten Arten an solchen Standorten aus. Durch groß angelegte Pflegeaktionen zur Offenhaltung der Landlebensräume und Schaffung fischfreier Laichgewässer kann die Artenvielfalt in solchen Biotopen erhalten und vergrößert und das Überleben gefährdeter Populationen gesichert werden.

Das Aussetzen von Goldfischen aus Gartenteichen wird zunehmend ein Problem für alle heimischen Wasserlebewesen. Die Raubfische vermehren sich rasch, zerstören das Ökosystem und können ganze Populationen heimischer Arten auslöschen.

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