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Wochenspiegel > Quedlinburg > Halbzeitfest auf der Baustelle der Mattisburg in Halle >
Sonja Richter Sonja Richter
aktualisiert am 17.07.2019 um 13:11:08

Halbzeitfest auf der Baustelle der Mattisburg in Halle

Der Rohbau steht. Bereits am 6. Dezember wird die Mattisburg offiziell in Halle eröffnet. Der Rohbau steht. Bereits am 6. Dezember wird die Mattisburg offiziell in Halle eröffnet.
Foto: S. Richter
Ein neues Zuhause für acht traumatisierte Kinder aus Mitteldeutschland.

Halle (sr).  Ein Kinderschutzhaus soll sie werden, die Mattisburg in Halles Süden. Gebaut von der Stiftung „Ein Platz für Kinder“ gemeinsam mit der D. und H. Urban-Stiftung und dann betreut von der Caritas bietet sie bis zu acht traumatisierten Kindern ein zeitweiliges Zuhause. Am vergangenen Dienstag (16. Juli) sollte eigentlich Richtfest gefeiert werden, aber „die bauen so schnell und das Dach ist schon drauf“, so Stifterin Johanna Ruoff, „da feiern wir halt die Halbzeit beim Bauen“.

Und die Besucher konnten sich in dem Rohbau hinter dem Barbara-Krankenhaus (das hat eine Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychosomatik und -psychotherapie) ein Bild von den Zimmern für die Kinder machen. Jeder hat sein eigenes, es gibt Gemeinschaftsräume zum Spielen, für die Therapie oder für die Hausaufgaben. Und es gibt Fußbodenheizung. „Das haben wir aus den anderen Mattisburgen gelernt. Traumatisierte Sechsjährige haben dort die Heizkörper von der Wand gerissen“, so Ruoff. Auch Einbaumöbel, die noch kommen, oder die Panzerglasfensterscheiben werden einiges auszuhalten haben. Schließlich werden die Mädchen und Jungen nicht ohne Grund in die Hände ausgebildeter Fachleute gegeben.

Am 6. Dezember soll das Haus offiziell eröffnet werden und ab dem 1. Quartal 2020 können die Jugendämter aus ganz Mitteldeutschland Kinder dort einweisen. Betreut werden die dann von den Fachleuten der Caritas, die noch ausgebildetes Personal dafür sucht. Bis zu zwei Jahren bleiben die Kinder im Haus, besuchen Kita oder Schule im Umfeld und werden auf ihren weiteren Lebensweg vorbereitet. Wie der aussieht, das ist dann individuell ganz unterschiedlich.
 

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