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Nadja Bergling Nadja Bergling
aktualisiert am 04.05.2020 um 08:24:15

Hoffnung auf abgespeckte Saison im Corona-Sommer

Bleiben die 1 300 Sitzplätze des Harzer Bergtheaters Thale im Sommer 2020 verwaist, oder gibt es eine Lösung, die Festspiele in einer abgespeckten Variante und unter Hygiene- und Kontaktauflagen doch durchzuführen? Bleiben die 1 300 Sitzplätze des Harzer Bergtheaters Thale im Sommer 2020 verwaist, oder gibt es eine Lösung, die Festspiele in einer abgespeckten Variante und unter Hygiene- und Kontaktauflagen doch durchzuführen?
Foto: Archiv
Wo sollen sich Arielle, die kleine Meerjungfrau, Ronja Räubertochter, Michel aus Lönneberga und Tom Sawyer und Huckleberry Finn im Sommer begegnen? Richtig – im Harzer Bergtheater Thale. Das jedenfalls hatte der umfangreiche Spielplan vorgesehen. Er war vor der Corona-Pandemie fertig und scheint so jetzt nicht mehr umgesetzt werden zu können.

Wie genau die 117. Spielzeit „auf der wohl schönsten Naturbühne Deutschlands“ (Bergtheater-Intendant Ronny Große) aussieht, das steht gerade noch in den Sternen. Noch immer ist unklar, ob sich im Corona-Sommer 2020 überhaupt die Türen der traditionsreichen Spielstätte über dem Steinbachtal öffnen dürfen. Doch abseits der Bühne ist hinter den Kulissen gerade sehr viel Bewegung im Geschehen. Beinah täglich ändert sich, was gestern noch sicher war. Die Zeit sei gerade sehr schnelllebig und verwirrend, so Ronny Große.

„Leider müssen wir die komplette Saison absagen. Dies hängt mit der Entscheidung zusammen, dass Veranstaltungen ab 1 000 Gästen bis 31. August nicht stattfinden dürfen. Das Bergtheater hat eine Kapazität von 1 300 Plätzen“, erklärte Thales Bürgermeister auf Super Sonntag-Nachfrage am 17. April. Tagsdrauf meldete sich Reiner Haseloff (CDU bei Thomas Balcerowski und weckte Hoffnungen. „Das Bergtheater gehört zu den Freiluft-Bühnen, für die wir eine Lösung anstreben. Das könnte eine Kombination aus reduzierter Platzzahl und strikter Hygiene beim Zu- und Abgang sein. Bitte daran mitarbeiten“, teilte der Landesvater mit. Und die Staatskanzlei betonte in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Kultusministerium fast zeitgleich, dass die Regelung des Bundes vom 9. März 2020 fortbesteht, nach der Veranstaltungen mit mehr als 1 000 Teilnehmern generell und kleinere nach Maßgabe der Empfehlungen des RKI bis 31. August 2020 verboten bleiben. „Für Veranstaltungen unter 1 000 Teilnehmern erarbeitet derzeit die Landesregierung für die Zeit nach Außerkrafttreten der 4. Eindämmungsverordnung ab 4. Mai 2020 unter Berücksichtigung der fortschreitenden Infektionslage im Land Konzepte für Veranstaltungen, um ggf. eine erste schrittweise Öffnung des Verbots zu ermöglichen und kontinuierlich fortzuschreiben, wenn und soweit die Verhältnisse dies erlauben“, heißt es in der Pressemitteilung. Bis zur nächsten Abstimmung zwischen der Kanzlerin und den Ministerpräsidenten am 30. April 2020 werde eine bundesweit einheitliche Definition des Begriffs der Großveranstaltung angestrebt.

Nach aktuellem Stand wünscht sich Thomas Balcerowski, dass im Sommer auf dem Berg gespielt wird. Voraussetzung sei die Umsetzung entsprechende Hygienevorschriften für Mitwirkende und Gäste. Das sie oberste Priorität.  „Wir müssen die neue Verordnung abwarten. Die Hoffnung stirbt nie!“, sagt Bergtheater-Intendant Ronny Große, mit dem sich Thomas Balcerowski beinah täglich zum Harzer Bergtheater abstimmt, plant und immer wieder verwerfen muss.
Wie genau die aussehen, steht noch nicht fest. Ersten Überlegungen für diesen Plan B zufolge, „gibt es im Schatten von Corona keine normale Saison“ bestätigt der Bürgermeister. Im Klartext: Sowohl das Angebot als auch die Sitzplatz-Kapazität wird reduziert. Welche Auswirkungen Corona auf die teilweise schon sehr gut vorverkauften Sonderkonzerte hat, ist derzeit nicht abzuschätzen. Geplant waren Bergtheater-Konzerte mit   der „Münchner Freiheit“ (25. Juli), Angelo Kelly& Family (26. Juli) oder „Ostrock meets Classic“ (8. August),  mit City (29.August), Gregor Meyle & Band (4. September) und Frank Schöbel (6. September). Schon jetzt auf 2021 verschoben sind Karat sowie die „Schottische Musikparade - Open Air“.

Eine andere Erfolgsgeschichte soll im Schatten von Corona im Spätsommer 2020 aber beginnen: Der Umbau des Harzer Bergtheaters Thale. „Wir ziehen den Umbau von 2023 vor und machen aus der Not eine Tugend“, fasst Thomas Balcerowski die Strategie zusammen. Der Umbau sei ein „Zeichen der Hoffnung in der Corona-Krise“, unterstreicht das Thalenser Stadtoberhaupt.

 Beinah täglich erwarte er von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt die Erlaubnis für den vorzeitigen Maßnahme-Beginn. Dann würden die Ausschreibungen laufen und die Tiefbaubau-Arbeiten im Spätsommer beginnen. Rund 7 Millionen Euro werden investiert, um die Sitzplatz-Kapazität von 1 300 auf rund 2000 zu pushen und um auch Bühne und Technik zu modernisieren.

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